Grenzenlose Vielfalt: Globales Lernen in der beruflichen Bildung

Die Themen des Globalen Lernens sind vielfältig und bunt. Ebenso vielfältig sind die Erfahrungen von Studierenden aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Und wie passt das alles zur beruflichen Bildung in Deutschland? Überzeugen Sie sich selbst von dem spannenden Themenangebot (Suchfunktion "Rubrik") - das SIE als Lehrkraft an berufsbildenden Schulen in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland unter der Suchfunktion "Reihe" abfragen können und das wir gerne speziell für Ihren Unterricht zuschneiden!

 

Ist Essen ohne Gewissensbisse heute eigentlich noch möglich, angesichts der vielen Menschen die Hunger leiden? Wenn es kritisch und bewußt gemacht wird schon, finden die beiden Studierenden aus Ruanda und der Türkei. Ihr Konzept richtet sich an SDG No. 2 "Beendigung von Hunger, Erreichung von Ernährungssicherheit und verbesserter Ernährung und Förderung nachhaltiger Landwirtschaft" aus. Sie möchten auf ungerechte Massentierhaltung, auf den Vorteil regionaler Produkte und artgerechte Tierhaltung aufmerksam machen und zum kritischen Konsum anregen.

Zielgruppe: Auszubildende der handwerklichen Bereiche, Bäckerei, Gastronomie, Landwirte, Ernährungsberater

Methoden: Expertenbeiträge, Produktbeschreibungsquiz, Experimente, gemeinsames Kochen, Vergleich von Esskulturen

 

 

 

Welche Rohstoffe sind im PC oder im Handy enthalten und was hat das eigentlich mit Afrika zu tun, fragen die vier Studierenden aus Marokko, Kamerun und Ruanda in ihrem Workshop. Sie sprechen damit gezielt die Frage an, wie eine nachhaltige Produktion von elektronischen Geräten möglich ist und zeigen auf, wie groß das Elektroschrott-Problem in vielen Ländern geworden sind. Nachhaltiger Konsum, erneuerbare Energien und Digitalisierung sind beispielsweise erste Lösungsansätze. Sie regen darüber hinaus an, dass Auszubildende schon früh einen Blick über den Tellerrand wagen und selbst sehen sollten, wie technisches Arbeiten in anderen Ländern aussieht.

Zielgruppe: Auszubildende der handwerklichen Bereiche, Elektrotechnik, IT

Methoden: Impuls-Vortrag u. Diskussion, Quiz und Planspiel

Unser erstes morgentliches Getränk ist meistens: Kaffee. Doch trotzdem wir Kaffee täglich konsumieren wissen wir noch immer zu wenig über dieses Produkt. Wo und wie wird Kaffee eigentlich angebaut? Die drei Studierenden aus Peru, Kenia und Äthiopien bringen Erfahrungen aus ihren Ländern ein und zeigen in ihrem Workshop-Entwurf auf, welche Gefahren und Chancen im Kaffee liegen und wie ein fairer, gesundheitsbewußter Umgang mit Kaffee aussehen könnte. Dabei heben sie keinen moralischen Zeigefinger, sondern geben ihre Inputs mit viel Humor und witzigen Energizern, die den Unterschied zwischen "Kaffee oder Wasser" deutlich machen. Warum nicht einfach öfter mal fairen Kaffee kaufen oder ganz auf Wasser umsteigen?

Zielgruppe: Auszubildende der kaufmännischen Bereiche, Köche, Gastronome

Methoden: Impulsvorträge, Gruppenarbeit, Diskussion, Energizer

 

 

Eine Welt ohne Grenzen und Unterschiede - das ist der Traum der drei Grenzenlos-Aktiven aus Pakistan und Ruanda. Was ist besser dafür geeignet, um Menschen miteinander zu verbinden als ein runder Fußball? Ein Fußball ist facettenreich: Er steht für Fairplay, aber er wird erst ganz zum Schluss zum Spielen genutzt - zuvor muss er produziert werden. Wo und wie dies teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen durch Kinderarbeit und unfair gehandelten Ressourcen geschieht und das es eine faire Alternative gibt, zeigen die Drei sehr anschaulich anhand ihrer Länderbeispiel. Sie möchten den Auszubildenden mit auf den Weg geben, dass es auch im Berufsleben "achtsam, friedlich und gut" zugehen kann.

Zielgruppe: Auszubildende der kaufmännischen Bereiche, Sozial-pädagogische Fachbereiche

Methoden: Filme, Diskussionen, Anschauungsmaterial

Der Workshop-Beitrag steht ganz im Zeichen des SDG 8 "Förderung von kontinuierlichem, inklusivem und nachhaltigem Wirtschaftswachstum, produktiver Vollbeschäftigung und menschenwürdiger Arbeit für alle" und 16 "Förderung friedlicher und inklusiver Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung, Ermöglichen des Zugangs zu Rechtsmitteln für alle und Aufbau von effektiven, rechenschaftspflichtigen und inklusiven Institutionen auf allen Ebenen". Die drei Grenzenlos-Aktiven aus Georgien, Indonesien und Peru wollen in ihrem Konzept vor allem den positiven Beitrag aufzeigen, den Migrant/-innen aus dem Globalen Süden für Europa/Deutschland leisten. Das Konzept eignet sich besonders gut um Stereotypisierung, Xenophobie und ungleiche Handelsbeziehungen aufzudecken und kritisch zu beleuchten.

 

Zielgruppe: Auszubildende im sozialpädagogischen Bereich aber auch kaufmännische Auszubildende

Methoden: Graphiken/Statistiken, Impuls-Vorträge, Videos zu Migrationsursachen, Planspiel

Ein breiter Strauß an Themen erwächst aus dem Oberthema "nachhaltiger Tourismus": Von Maßnahmen zur umweltfreundlichen Stadtentwicklung und zur Green-City bis hin zu Infrastrukturthemen u. kulturellen Aspekten wird von den vier Studierenden aus China, Marokko und Indonesien ein breites Spektrum aufgeworfen, das sie in interaktiven Workshops bearbeiten wollen.

Zielgruppe: Auszubildende im Bereich Tourismus, IT, Elektrotechnik

Methoden: technologische Experimente, z.B. APPs programmieren, Impuls-Vorträge, interaktive Gruppenarbeit

 

 

 

Kokain - hier eine Droge und in Lateinamerika ein Machtmittel. Wie hängen Drogenkonsum, Politik, Macht und Welthandel miteinander zusammen? Wer ist denn überhaupt Opfer und wer ist Täter in diesem ungleichen und ungerechten Krieg in Kolumbien? Diese Verflechtungen will der kolumbianische BWL-Student den Auszubildenden in einem Planspiel aufzeigen.

Zielgruppe: Auszubildende der medizinischen Bereiche, Politikunterricht

Methoden: Planspiel

Immer wieder passiert es, das Afrika vereinheitlichend als "Land" bezeichnet oder zumindest als solches gedacht wird. Oft geht dies mit stereotypen Negativ-Klischees einher: Krieg, Hunger und Katastrophen! Dadurch geht die immense Vielfalt des Kontinents und seiner derzeit 54 Länder verloren und postive Potenziale werden übersehen. Welche Potenziale dies sind und zukünftig immer stärker sein werden und inwiefern die Defizite des Kontinents auch mit unserer Welt zu tun haben, wollen die Grenzenlos-Studierenden aus den drei afrikanischen Ländern Ghana, Kenia und Kongo in ihrem Workshop-Angebot aufzeigen.

Zielgruppe: Auszubildende im Tourismusbereich, kaufmännische Bereiche, aber auch Erzieher/-innen

Methoden: Impuls-Vorträge, Exkursionen, kurze Filme, Pinnwandmoderation, Karten, Gruppenpuzzle

 

 

Mit einem Blick in Länder des Globalen Südens wird klar, welche globalen Auswirkungen die derzeitige Überproduktion im Norden hat. Wohin führen uns die momentanen Produktionsverhältnisse und können wir denn weiterhin so produzieren, wie bisher? Dies fragt ein Student der Mechatronik aus Kamerun. Mit Konzepten wie der Industrie3.0 und Weiderbelebung von Produkten und Recyclingmethoden sowie alternativen Ansätzen wie Bastel-Werstätten bietet er jungen Auszubildenden in seinem Workshop alternative Handlungsoptionen an.

Zielgruppe: Technische Berufe und IT-Bereich

Methoden: Filmbeiträge, Impulsvorträge, Diskussionen und Quizformate

 

 

 

Gerade in der Sozialarbeit und in pädagogischen Berufen ist heutzutage sehr wichtig, interkulturelle Kompetenzen zu haben, um Vorurteile bei jungen Menschen abzubauen. Aber Fremd- und Eigenbilder müssen dafür überhaupt erst mal wahrgenommen werden, um diese Kompetenzen zu entwickeln. Die Identitäten von Menschen sind so vielfältig, wie Blütenblätter einer Blume. Dies zu erkennen ist das Ziel des Workshop-Angebots der drei  Grenzenlos-Aktiven aus Peru, Georgien und dem Senegal. Sie planen, Begriffe wie Inter- und Transkulturalität zu behandeln und deren Anwendung auf den Alltag herunterzubrechen.

Zielgruppe: Auszubildende der Erzieher/-innen, Heilerziehungspflegehelfer/-innen und alle pädagogischen Bereiche

Methoden: Impuls-Vortrag, Plakat-Ausstellung, Planspiel

 

 

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