BMZ zieht Jahresbilanz der Entwicklungspolitik

(Juni 2026) Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Ent­wicklung (BMZ) hat eine Jahresbilanz seiner entwicklungspolitischen Arbeit in der 21. Legislaturperiode am 5. Mai 2026 vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen Reformen, mit denen die deutsche Entwicklungs­zusammenarbeit strategischer, fokussierter und partnerschaftli- cher ausgerichtet werden soll. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan betont dabei die Rolle Deutschlands als „verlässlicher Part­ner in der Welt“. 

Das BMZ benennt vier zentrale Reformziele. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung von Armut, Hunger und Ungleichheit. Mit der Initiative „Sichere Ernährung – stark fürs Leben“ soll insbesondere die Ernährung von Kindern verbessert werden. Über den „School Meals Accelerator“ sollen weltweit 100 Millionen Kinder Zugang zu gesundem Schulessen und Bildung erhalten. Zudem stellte das BMZ zehn Millionen Euro für zivilgesellschaftliche Projekte im Bereich Schulernährung und Mutter-Kind-Gesundheit bereit. 

Auch globale Gesundheit bleibt ein wichtiges Thema. Deutschland beteiligt sich mit einer Milliarde Euro an der Wiederauffüllung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria der Impfallianz Gavi. Damit sollen bestehende Finanzierungslücken geschlossen und der Zugang zu Impfungen und medizinischer Versorgung gesi­chert werden. 

Ein weiteres Reformziel ist die Förderung von Frieden und Stabilität. Das BMZ unterstützt u. a. Projekte in der Ukraine, im Sudan sowie im Nahen Osten. Für Hilfsmaßnahmen im Libanon, in Syrien, Jordanien und in Gaza und dem Westjordanland wurden kurzfristig 177 Millionen Euro bereitgestellt. 

Darüber hinaus setzt das BMZ auf stärkere wirt­schaftliche Partnerschaften mit Ländern des Globa­len Südens und den Ausbau multilateraler Koope­rationen. Dazu gehören Initiativen für nachhaltige Lieferketten, faire Fachkräfterekrutierung und die Unterstützung internationaler Organisationen und Klimapartnerschaften. 

Info: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Stresemannstraße 94, 10963 Berlin, Tel. 030 185350, poststelle[at]bmz.bund.de, www.bmz.de