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Deutschland beteiligt sich an EU-Initiative für Gaza

(September 2026) Deutschland beteiligt sich an einer europäischen Initiative für sogenannte Early-Recovery-Maßnahmen im Gazastreifen. Vorgestellt wurde die Initiative beim zweiten Treffen der Palestine Donor Group in Brüssel. Europäische Staaten und die EU-Kommission wollen insgesamt knapp 900 Millionen Euro bereitstellen, um die Lebensbedingungen der Menschen in Gaza kurzfristig zu verbessern.

Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) leben weiterhin rund 90 Prozent der gut zwei Millionen Menschen im Gazastreifen als Binnenvertriebene. Wasserknappheit, eine unzureichende Abwasserversorgung und fehlendes Abfallmanagement verschärfen die humanitäre Situation.

Die geplanten Maßnahmen umfassen unter anderem Reparaturen an zerstörter Infrastruktur, die Beseitigung von Schutt und Abfällen sowie die Bereitstellung von Unterkünften. Das BMZ will beispielsweise Wasserinfrastruktur wieder funktionsfähig machen und Bäckereien unterstützen. Dafür stellt es 66,5 Millionen Euro an neuen Mitteln bereit. Hinzu kommen knapp 57 Millionen Euro aus bereits laufenden Projekten. Die Umsetzung erfolgt über UN-Partner und Nichtregierungsorganisationen vor Ort.

Info: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Stresemannstraße 94, 10963 Berlin, Tel. 030 185352451, presse[at]bmz.bund.de, www.bmz.de