Entwicklungsministerium startet internationales Gewerkschaftszentrum für weltweit faire Lieferketten

(April 2026) Das Bundesentwicklungsministerium hat am 26. März in Berlin gemeinsam mit internationalen Partnern aus Gewerkschaften, Politik und Wissenschaften ein neues Kompetenzzentrum für menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in Lieferketten gestartet. Das Competence Centre for Human Rights Due ist ein Element des entwicklungspolitischen Engagements Deutschlands für einen besseren Schutz von Menschenrechten und Umwelt entlang globaler Lieferketten.

Das neue Kompetenzzentrum dient als internationaler Anlaufpunkt für Gewerkschaften weltweit. Über Schulungen und Austausch von rechtlicher Expertise zu Anforderungen und bewährten Verfahren im Bereich der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten stärkt das Zentrum Gewerkschaften in ihrer zentralen Rolle, Rechte von Arbeiterinnen und Arbeitern in globalen Lieferketten zu stärken, Risiken frühzeitig zu erkennen und Missstände gezielt anzugehen. In wichtigen Wertschöpfungsketten wie Textilien und kritischen Rohstoffe wird das Zentrum zudem Pilotprojekte zur Förderung von Arbeitnehmerrechten mit Gewerkschaften aus dem globalen Süden organisieren. 

Parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium Dr. Bärbel Kofler sagte dazu: „Starke Lieferkettenstandards brauchen starke Partner. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Arbeitsrechte zu schützen und Missstände sichtbar zu machen. […]“.

Info: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Stresemannstraße 94, 10963 Berlin, Tel. 030 185350, poststelle[at]bmz.bund.de, https://www.bmz.de/de/aktuelles/aktuelle-meldungen/gewerkschaftszentrum-fuer-weltweit-faire-lieferketten-298002