Entwicklungsministerium startet internationales Gewerkschaftszentrum für weltweit faire Lieferketten

(Juni 2026) Das Bundesentwicklungsministerium hat am 26. März 2026 in Berlin gemeinsam mit internationalen Part­nern aus Gewerkschaften, Politik und Wissenschaft ein neues Kompetenzzentrum für menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in Lieferketten gestartet. Das „Competence Centre for Human Rights Due Diligence“ ist Teil des entwicklungspolitischen Engagements Deutschlands für einen besseren Schutz von Menschenrechten und Umwelt entlang globaler Lieferketten. 

Das Zentrum dient als internationaler Anlaufpunkt für Gewerkschaf­ten weltweit. Durch Schulungen und den Austausch rechtlicher Expertise zu menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten sollen Gewerk­schaften dabei unterstützt werden, Arbeitnehmerrechte zu stärken, Risiken frühzeitig zu erkennen und Missstände gezielt anzugehen. In wichtigen Wertschöpfungsketten wie Textilien und kritischen Rohstof­fen sind zudem Pilotprojekte mit Gewerkschaften aus dem Globalen Süden geplant. 

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium, Dr. Bärbel Kofler, betonte die zentrale Rolle von Gewerkschaften beim Schutz von Arbeitsrechten und bei der Sichtbarmachung von Miss­ständen in globalen Lieferketten. 

Info: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Stresemannstraße 94, 10963 Berlin, Tel. 030 185350, poststelle[at]bmz.bund.de, www.bmz.de