(Juni 2026) Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts pollytix zeigt: Trotz großer Unzufriedenheit mit der Bundesregierung bleibt die Unterstützung für Entwicklungszusammenarbeit in vielen Bereichen hoch. Rund zwei Drittel der Befragten äußerten sich insgesamt unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung. Gleichzeitig stimmt eine Mehrheit der Aussage zu, dass sich Deutschland international für Frieden und Sicherheit einsetzt.
Interessant sind die Ergebnisse zur Entwicklungszusammenarbeit: Die Befragten überschätzen den Anteil der deutschen Ausgaben hierfür deutlich. Im Durchschnitt gehen sie davon aus, dass zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Entwicklungszusammenarbeit fließen – tatsächlich liegt der Anteil bei rund 0,56 Prozent. Gleichzeitig wünschen sich die Befragten im Schnitt, dass etwa zehn Prozent des BIP für diesen Bereich eingesetzt werden. Eine Mehrheit spricht sich zudem dafür aus, künftig mehr Mittel für Bildung, lokale Infrastruktur, Frieden und Sicherheit sowie nachhaltiges Wirtschaftswachstum bereitzustellen.
Besonders hohe Zustimmung erhält dabei der Bildungsbereich mit 71 Prozent. Lediglich bei Maßnahmen zum globalen Klimaschutz wünschen sich mehr Befragte Kürzungen. Auch die Begründungen für Entwicklungszusammenarbeit wurden abgefragt. Am überzeugendsten fanden die Teilnehmenden Argumente, die den Zugang zu Rohstoffen sichern oder Fluchtursachen mindern sollen. Aber auch humanitäre Motive und die Verhinderung globaler Krisen und Pandemien stoßen auf breite Zustimmung.
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