Neue Arbeitsgruppe soll internationale Zusammenarbeit stärken

(März 2026) Da sich Deutschland unabhängiger von den Weltmächten USA und China machen will, hat die SPD-Bundestagsfraktion ein Papier zur Ausgestaltung einer Nord-Süd-Kommission vorgelegt. Das geht aus einem Nachrichtenartikel der Zeitung taz vom 19. März 2026 hervor.

Das Gremium knüpft an die 1977 einberufene historische Nord-Süd-Kommission an, die vom ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt geleitet wurde. Laut dem SPD-Papier soll die Kommission erneut Expertinnen und Experten aus der Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Forschung aus der ganzen Welt zusammenbringen sowie Leitlinien und Handlungsempfehlungen für die Bundesregierung, EU, G20 oder UN ausarbeiten. 

Eines der wichtigsten Anliegen ist die Ausarbeitung von Vorschlägen für eine neue Agenda der UN-Nachhaltigkeitsziele, die 2030 auslaufen werden. Es soll um Themen wie die globale Finanzarchitektur, Sicherheit, Klimagerechtigkeit, Migration und Menschenrechte gehen.

Zwar haben sich die zuständigen Ministerien noch nicht zu dem Papier geäußert, das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) befindet sich jedoch in engem Austausch mit dem Außen- sowie Finanzministerium. Das Deutsche Institut für Entwicklung und Nachhaltigkeit (IDOS) begrüßt die Pläne zur Schaffung einer solchen Kommission.

Info: taz Verlags u. Vertriebs GmbH, Friedrichstraße 21, 10969 Berlin, Tel. 030 259020, lizenzen[at]taz.de, https://taz.de/Vorschlag-der-SPD-Fraktion/!6163490/