Blaue Feder neben Schriftzug "Baden-Württemberg"

Baden-Württemberg stärkt Partnerschaft mit dem Nordirak

(Dezember 2025) Bei der Akteurskonferenz am 25. November 2025 setzte das Land Baden-Württemberg sein Engagement im Nordirak fort und plante konkrete Schritte für das kommende Jahr. Ziel sei es, die Regionen Dohuk und Sinjar zu stabilisieren, die Lebenssituation der Menschen zu verbessern und die ezidische Gemeinschaft weiter zu unterstützen.

Auf der Konferenz kamen Organisationen, Politikerinnen und Politiker sowie Expertinnen und Experten zusammen, um über die Minderung von Fluchtursachen und den Wiederaufbau zerstörter Regionen zu diskutieren. Bereits im Jahr 2015 hatte Baden-Württemberg im Rahmen eines Sonderkontingents 1.000 Frauen und Kinder aus dem Nordirak Aufenthalt und Schutz ermöglicht. Seitdem existiert die Partnerinitiative Nordirak, die langfristige Hilfe sicherstellt und von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg umgesetzt wird. Aktuell werden 19 humanitäre Projekte mit einem Volumen von rund 2,5 Millionen Euro gefördert. 

Eine große Herausforderung für die Region sind die rund eine Million Binnenvertriebenen, darunter auch etwa 300.000 Ezidinnen und Eziden, eine ethnisch-religiöse Gemeinschaft. Allein in der Provinz Dohuk gibt es 15 Camps, in denen geflüchtete Menschen untergebracht sind. 

In der Partnerschaftsinitiative ist auch die Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad engagiert, was eine enge Verbindung Baden-Württembergs zur ezidischen Gemeinschaft zeigt und die internationale Aufmerksamkeit für die Betroffenen stärkt. 

Info:  Staatsministerium Baden-Württemberg, Richard-Wagner-Straße 15, 70184 Stuttgart, Tel. 0711 21530, pressestelle[at]stm.bwl.de,  https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/meldung/pid/baden-wuerttemberg-staerkt-partnerschaft-mit-dem-nordirak