(Oktober 2026) Die Freie Hansestadt Bremen setzt sich im Bundesrat für die Einrichtung eines International Panel on Inequality (IPI) ein. Mit einer Entschließungsinitiative soll die Bundesregierung darin bestärkt werden, das geplante unabhängige internationale Expertengremium zu unterstützen und sich auf internationaler Ebene für dessen Umsetzung einzusetzen.
Die Idee für das IPI geht auf die von der südafrikanischen G20-Präsidentschaft eingesetzte internationale Expertenkommission unter Vorsitz des Wirtschaftsnobelpreisträgers Professor Joseph E. Stiglitz zurück. Das geplante Gremium soll den weltweiten Forschungsstand zu Ursachen, Entwicklung und Folgen von Ungleichheit bündeln, die internationale Vergleichbarkeit von Daten verbessern und wissenschaftlich fundierte Grundlagen für politische Entscheidungen bereitstellen.
Rückenwind erhält die Bremer Initiative auch durch die Bundesregierung: Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hat im Rahmen der UN-Generalversammlung am 25.09.2026 die grundsätzliche Unterstützung Deutschlands für das IPI erklärt.
Bundesratspräsident und Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte begrüßte das Signal: "Die Unterstützung der Bundesregierung ist ein wichtiger Schritt. Globale Ungleichheit ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit. Sie beeinflusst wirtschaftliche Entwicklung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und politische Stabilität. Mit dem IPI wollen wir eine bessere wissenschaftliche Grundlage schaffen, um diese Entwicklungen zu verstehen und politische Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Jetzt kommt es darauf an, für eine breite internationale Unterstützung zu werben."
Info: Senatskanzlei Bremen, Pressestelle des Senats, Christian Dohle, Am Markt 21, 28195 Bremen, Tel. 0421 361-54406, senatspressestelle[at]sk.bremen.de, https://www.senatspressestelle.bremen.de/pressemitteilungen/bremen-wirbt-fuer-international-panel-on-inequality-491154