Burundi zwischen Überschwemmungen und Klimakrise

(Juni 2026) Während wir bei Trinkwassermangel häufig an Dürren denken, kann auch ein Übermaß an Wasser zu einem Mangel führen. Auf den ersten Blick erscheint das paradox. Überschwemmungen zer­stören jedoch wichtige Infrastrukturen und verunrei­nigen Trinkwasserquellen. In den vergangenen Jahren kam es in Burundi, dem Partnerland Baden-Württem­bergs, verstärkt zu Überschwemmungen durch den Tanganjikasee. Zuletzt führten Fluten im Jahr 2024 dazu, dass mehrere Tausend Menschen ihre Lebens­grundlage verloren. 

Der burundische Umweltexperte Albert Mbonerane erläutert in dem Dokumentarfilm „Facing New Realities – Wie der Klimawandel sich im Herzen Afrikas aus­wirkt“, weshalb es immer häufiger zu Überflutungen kommt: Während Umweltverschmutzung zum Anstieg des Wasserspiegels beiträgt, führt der Klimawandel zu immer stärkeren Regenfällen. 

Der Dokumentarfilm zeigt die Auswirkungen der Klima­veränderungen und regt zur Auseinandersetzung mit Fragen globaler Klimagerechtigkeit an. Sichtbar wird dabei auch, welche Maßnahmen Betroffene bereits ergreifen. Burundi trägt nur in geringem Maße zu den weltweiten Treibhausgasemissionen bei, ist jedoch besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. 

Info: Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden- Württemberg (SEZ), Werastr. 24, 70182 Stuttgart, Ansprechperson: Anna Leicht, Tel. 0711 2102911, info[at]sez.de, www.bw-burundi.com