Stilisierte Feder mit danebenstehendem Schriftzug "Baden-Württemberg"

Der DEAB wird zum "Dachverband für globale Gerechtigkeit"

(August 2026) Der DEAB (ehemals Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e. V.) streicht den Begriff „Entwicklungspolitik“ aus seinem Namen und wird zum „Dachverband für globale Gerechtigkeit“.  Der Verband begründet diese Entscheidung mit der kritischen Einordnung des Begriffs „Entwicklung“ als Erbe aus der Kolonialzeit. 

„Deutschland steht noch am Anfang postkolonialer Aufarbeitung. Wir beim DEAB mussten uns entscheiden: Wollen wir progressive Akteure globaler Gerechtigkeit werden oder in überholten Paradigmen verhaftet bleiben“, äußert sich Dr. Gunne Guntsetseg, Co-Geschäftsführerin des DEAB, zu der Umbenennung.

2025 hat sich der DEAB intensiv mit kolonialen Denkmustern befasst und auch seine eigene Arbeit postkolonial aufgearbeitet. Durch die Vermeidung des Begriffs soll die Bezeichnung des Globalen Südens als defizitär gegenüber einer westlichen Norm verhindert werden. Mit der Umbenennung will der DEAB koloniale Denkmuster durchbrechen und deutlich machen, dass sein Ziel die gerechte Gestaltung globaler Machtverhältnisse statt die „Entwicklung“ anderer Gesellschaften ist. 

Die Namensänderung ist für den Verband nur einer von vielen Schritten zur Dekolonisation und einer solidarischen Zukunft. Mit weiteren Formaten, die sich auch an die jüngere Generation richten, soll weiter in diese Richtung gearbeitet werden.


Info: DEAB Dachverband für globale Gerechtigkeit Baden-Württemberg e. V., Vogelsangstraße 62
70197 Stuttgart, Tel. 0711 66487328, info[at]deab.de, https://www.deab.de/news/details/pressemitteilung-der-deab-wird-zum-dachverband-fuer-globale-gerechtigkeit-konsequent-streicht-er-damit-den-begriff-entwicklung-aus-seinem-name/