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Fünf Jahre Taliban

(August 2026) Am 15. August 2026 hat sich die Machtübernahme durch die Taliban in Afghanistan zum fünften Mal gejährt. Die Frauenrechtsorganisation medica mondiale kritisiert den Rückgang der internationalen Aufmerksamkeit und Unterstützung. Sie fordert die deutsche Bundesregierung sowie die internationale Gemeinschaft zu politischem Handeln auf und warnt vor einer Normalisierung der Situation in Afghanistan, während die Repression gegen Frauen und Mädchen dort immer weiter verstärkt wird.

„Das Unterdrückungssystem der Taliban gegen Frauen und Mädchen steht im direkten Widerspruch zu internationalen Menschenrechtsverpflichtungen und darf weder stillschweigend hingenommen noch normalisiert werden“, fordert Sara Fremberg, Bereichsleiterin Politik und Kommunikation von medica mondiale. Während die internationale Aufmerksamkeit sinkt und der politische Druck auf die Taliban abnimmt, leisten die Menschen in Afghanistan weiterhin Widerstand gegen Gewalt und Unterdrückung. 

Die Frauenrechtsorganisation fordert unter anderem internationale Rechenschaft statt Straflosigkeit und das Stoppen von geplanten Abschiebungen nach Afghanistan. Des Weiteren sollen frauenfeindliche Gesetze klar verurteilt und Frauen- sowie Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger geschützt und unterstützt werden. Die Entrechtung von Frauen und Mädchen durch die Taliban soll international als institutionalisierte Form geschlechtsbezogener Herrschaft benannt, rechtlich erfasst und konsequent bekämpft werden.

 

Info: medica mondiale e. V., Hülchrather Straße 4, 50670 Köln, Tel. 0221 9318980, info[at]medicamondiale.org, https://medicamondialeorg.gu-marketingsuite.com/index.php?action=social&chash=dc912a253d1e9ba40e2c597ed2376640.326&s=db9d5a844fe03705cebe2b68cb4c468c