Stilisierte Feder mit danebenstehendem Schriftzug "Hessen"

Gießen für weltweite Chancengleichheit – Entwicklungszusammenarbeit nicht kürzen!

(Oktober 2026) Deutschland plant weitere Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit, zum fünften Mal in Folge. Dabei sind Investitionen in Bildung, Gleichberechtigung und wirtschaftliche Chancen entscheidend, um Armut zu bekämpfen und Gesellschaften zu stärken. 

Der Appell „Gießen für weltweite Chancengleichheit – Entwicklungszusammenarbeit nicht kürzen!“ der globalen überparteilichen Organisation ONE knüpft an Gießens Bedeutung als Bildungs- und Wissenschaftsstadt an und macht deutlich: Bildung eröffnet Chancen, doch echte Chancengleichheit entsteht erst, wenn Menschen weltweit diese Chancen nutzen können. Entwicklungszusammenarbeit leistet dazu einen wichtigen Beitrag. 

Seit 2015 besuchen weltweit 50 Millionen Mädchen mehr die Schule. Auch wirtschaftlich zahlt sich Gleichberechtigung aus: Mehr Geschlechtergleichstellung könnte in Afrika bis 2043 bis zu 80 Millionen Menschen aus extremer Armut führen. Das Schließen geschlechtsspezifischer Lücken in Arbeitsmärkten und Unternehmertum könnte das globale BIP um mehr als 20 Prozent steigern.

Der Appell fordert, diese Fortschritte durch weitere Investitionen zu stärken, statt sie durch Kürzungen zu gefährden. Auch das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen (epn Hessen) unterstützt den Appell an den Bundestagsabgeordneten Felix Döring. Er wird aufgefordert, sich gegen weitere Kürzungen und für das internationale Ziel einzusetzen, 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung in Entwicklungszusammenarbeit zu investieren. Zudem sollen 20 Prozent der deutschen Entwicklungsgelder Gleichberechtigung als Hauptziel verfolgen.

Info: Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V., Vilbeler Straße 36, 60313 Frankfurt/M., Tel. 069 91 39 51 70, info[at]epn-hessen.de, https://www.epn-hessen.de/wp-content/uploads/2026/09/Giessen_Appell_Doering.pdf