(Juni 2026) Am 18. Mai 2026 kamen in der Bremer Landesvertretung in Berlin rund 200 Personen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Bei der Veranstaltung diskutierte Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte mit dem Wirtschaftsnobelpreisträger Prof. Joseph Stiglitz über globale Ungleichheit und deren gesellschaftlichen Folgen. Die Moderation übernahm Carl Mühlbach (Fiscal Future).
Im Mittelpunkt standen Fragen zu sozialer Ungleichheit, gerechter Teilhabe und der Zukunft des gesellschaftlichen Zusammenhalts vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen. Die Diskussion betonte die Relevanz der Bekämpfung von globaler Ungleichheit. Dabei hob Stiglitz hervor, dass zunehmende globale Ungleichheit nicht nur wirtschaftliche Folgen habe, sondern auch Demokratien und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährde. Er machte außerdem deutlich, dass Ungleichheiten das Ergebnis politischer Entscheidungen seien und diese verändert werden müssten.
In diesem Kontext sprach Bürgermeister Andreas Bovenschulte die Situation in Deutschland an und machte klar, dass man durch demokratische Politik Freiheit für alle Menschen praktisch erfahrbar machen müsse. Nur mit der Bekämpfung von Ungleichheit und Armut könne eine stabile Demokratie funktionieren. Laut Bovenschulte soll die „positive Freiheit“ dafür sorgen, dass Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Als Beispiel nannte er den Ausbau von Kitas und Schulen, Investitionen in den sozialen Wohnungsbau, die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs sowie moderne und bürgernahe Verwaltungsangebote. Teilnehmende äußerten sich positiv zu den intensiven Debatten, dem offenen Austausch und der Verbindung von wissenschaftlichen Perspektiven mit konkreten politischen Erfahrungen.
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