Hamburg Sustainability Conference 2026

(Juli 2026) Bei der diesjährigen Hamburg Sustainability Conference (HSC) stellte die Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission (ENSK) der Bundesregierung ihre Agenda vor. Die beiden Ko-Vorsitzenden der Kommission, Laura Chinchilla und Olaf Scholz, präsentierten vor einem internationalen Publikum aus mehr als 110 Ländern die Ziele und den Arbeitsauftrag der Kommission.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hob bei der Eröffnung der HSC die Bedeutung der globalen Zusammenarbeit hervor, um Herausforderungen wie den Klimawandel, Hunger oder Armut zu bewältigen. In seiner Rede verwies er zudem auf die weltweiten Folgen der Blockade der Straße von Hormus sowie auf den Umgang mit internationalen geopolitischen Spannungen.

Anschließend appellierte Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan daran, stabile Partnerschaften mit Ländern des globalen Südens weiter zu stärken. Mit der Entwicklungspolitischen Nord-Süd-Kommission solle das globale Netzwerk ausgebaut und konkrete Vorschläge für die Politik erarbeitet werden. Olaf Scholz, der Ko-Vorsitzende der ENSK und Bundeskanzler a. D. verwies auf das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum in Afrika, Asien und Lateinamerika. Deutschland solle auf diese Veränderungen mit konkreten Angeboten für starke Partnerschaften reagieren, um Wachstum und Wohlstand zu fördern, Armut zu überwinden, natürliche Lebensgrundlagen zu sichern und Sicherheit und Multilateralismus zu stärken. Er betonte die Dringlichkeit, internationale Kooperationsformate weiter auszubauen.

Die Ko-Vorsitzende und ehemalige Präsidentin Costa Ricas, Laura Chinchilla, hob die Bedeutung neuer Formen der Partnerschaft vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheit, klimatischer Umbrüche, des technologischen Wandels und wachsender Ungleichheit hervor. Um der zunehmenden Fragmentierung der internationalen Ordnung entgegenzuwirken, seien neue Dialogformate und gemeinsames Handeln notwendig und zukunftsweisend.

Die Nord-Süd Kommission arbeitet unabhängig und soll aus 20 Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Privatwirtschaft, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft sowie internationalen Organisationen aus dem Globalen Norden und dem Globalen Süden bestehen. Im Herbst sollen die Kommissarinnen und Kommissare öffentlich vorgestellt werden.

Info: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Stresemannstraße 94, 10963 Berlin, Tel. 030 185350, poststelle[at]bmz.bund.de, https://www.bmz.de/de/aktuelles/aktuelle-meldungen/launch-ensk-316206