(Oktober 2026) Seit 30 Jahren organisieren sich indigene Gemeinschaften in Mexiko im nationalen Indigenenkongress (CNI). Sie setzen sich für ihre Rechte, basisdemokratische Selbstverwaltung und den Schutz ihrer Territorien ein. Dabei leisten sie Widerstand gegen Angriffe und Vertreibung durch neokoloniale Entwicklungsprojekte, den Staat und organisierte Kriminalität.
Am 18. Oktober 2026 findet in Jena eine Fortbildung mit Estela Hernández Jiménez und Victorico Gálvez Pérez statt. Estela Hernández Jiménez gehört dem indigenen Volk der Ñhañhú (Otomí) aus Santiago Mexquititlán im Bundesstaat Querétaro an. Als Umweltaktivistin und Lehrerin engagiert sie sich für den Schutz indigener Sprachen, Kulturen und Territorien. Sie vertritt den CNI als Abgeordnete. Victorico Gálvez Pérez gehört dem Pueblo de La Grandeza in Chiapas an. Als Anwalt und Delegierter des Menschenrechtszentrums FrayBa unterstützt er indigene Gemeinschaften bei der Wahrung ihrer Rechte. Beide sind derzeit im Rahmen ihrer Europareise unter dem Titel: „Anprangerung des Krieges in Mexiko – 30 Jahre antikapitalistischer Widerstand.“ unterwegs.
Im Mittelpunkt der Fortbildung stehen die aktuelle Situation indigener Gemeinschaften in Mexiko, ihre Widerstandsprozesse und die damit verbundenen Bedrohungen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bildungsarbeit im Kontext indigener Gemeinschaften und der Frage, wie diese in langfristige Prozesse der Basisorganisation und des Widerstandes gegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung eingebettet wird.
Ziel der Fortbildung ist es, einen Raum für Austausch und gegenseitige Inspiration zu schaffen. Estela Hernández Jiménez und Victorico Gálvez Pérez hoffen auf mehr Unterstützung aus Europa. Darüber, wie diese konkret aussehen kann, soll im Rahmen der Fortbildung diskutiert werden.
Info: Eine Welt Netzwerk Thüringen e. V., Käthe-Kollwitz-Straße 17, 07743 Jena, Tel. 03641 2249 950, buero[at]ewnt.org, https://www.ewnt.de/newsleser/indigene-gemeinschaften-und-bildungsarbeit-in-mexiko.html