(Juli 2026) Um Bildung für nachhaltige Entwicklung systematisch in allen Bildungsbereichen zu verankern, hat Mecklenburg-Vorpommern den Masterplan „Bildung für nachhaltige Entwicklung” entwickelt. Dieser soll als umfassender, landesweiter Orientierungsrahmen von der Kindertagesförderung über die Schule bis zur beruflichen Bildung dienen. Er enthält 40 Ziele und 130 Maßnahmen. Damit sollen Bildungsinhalte, Lernformate, Lehrkräftebildung sowie zukunftsfähige Lernumgebungen weiterentwickelt werden.
Bildungsministerin Simone Oldenburg äußerte sich positiv zu dem im Koalitionsvertrag vereinbarten Vorhaben. Sie betonte die Bedeutung einer nachhaltigen Bildung angesichts tiefgreifender gesellschaftlicher, ökologischer und technologischer Veränderungen. Kinder und Jugendliche sollen dadurch lernen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, kritisch zu denken und zu urteilen. Im Vordergrund stehen außerdem das Erkennen von Zusammenhängen sowie das Verständnis für Gesellschaft und Umwelt.
Im Masterplan werden Bildungsansätze der Bereiche Umwelt- und Klimabildung, Demokratiebildung, Globales Lernen, Gesundheitsbildung sowie weitere Querschnittsthemen gebündelt. Da die Umsetzung des Masterplans schrittweise erfolgen soll, wurde ein „Runder Tisch BNE“ gegründet, der als zentrales Austausch- und Beratungsgremium dient. Dort sollen staatliche sowie nichtstaatliche Institutionen vertreten sein.
Der Masterplan wurde in einem breit angelegten gesellschaftlichen Beteiligungsprozess erarbeitet und soll künftig um weitere Maßnahmen ergänzt und fortgeschrieben werden. 70 Vertreterinnen und Vertreter aus Ministerien, Universitäten und Hochschulen, Gewerkschaften, Kommunen sowie verschiedenen außerschulischen Bildungsbereichen beteiligten sich an der Ausarbeitung.
Info: Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Schloßstraße 2-4, 19053 Schwerin, Tel. 0385 5880, poststelle[at]stk.mv-regierung.de, https://www.regierung-mv.de/Aktuell/?id=221613&processor=processor.sa.pressemitteilung