Weltbevölkerungstag - Ernährungssicherheit beginnt auf unseren Feldern

(Juli 2026) Vor dem Hintergrund des Weltbevölkerungstages am 11. Juli 2026 betonte Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft. Insbesondere für die Ernährungssicherheit, die Krisenresilienz Deutschlands und die Stabilität der Gesellschaft spiele die Landwirtschaft eine große Rolle. Die Produktion von Lebensmitteln gelte nicht mehr als selbstverständlich angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung, geopolitischen Spannungen und Konsequenzen des Klimawandels.

Die Landwirtschaftsministerin hob das gleichzeitige Wachstum der Weltbevölkerung sowie die Zunahme von Druck, Dürren und Extremwetter in vielen Regionen hervor. Dadurch geraten viele natürliche Produktionsgrundlagen unter Druck. Um Hunger zu bekämpfen, Stabilität zu fördern und Fluchtursachen zu verringern, müsse man bei der Förderung der Landwirtschaft ansetzen. Dafür soll die Europäische Union die Landwirtschaft stärker als systemrelevanten Stabilitätsfaktor wahrnehmen.

Da viele Regionen des Globalen Südens und auch Südeuropas stärker unter Trockenheit und Wasserknappheit leiden, müssen die guten Produktionsbedingungen von Bayern, Deutschland und ganz Mitteleuropa stärker in den Blick geraten. Insbesondere die fruchtbaren Böden, ausreichenden Niederschläge und eine leistungsfähige Landwirtschaft seien von großer Bedeutung und entwickelten sich zu einem strategischen Standortvorteil.

Durch Krisen wie Pandemie und Krieg wurde außerdem deutlich, wie verletzlich globale Lieferketten sein können und dass Ernährungssicherheit und Krisenresilienz eng verknüpft sind. Neben der Menge an Lebensmitteln ginge es auch um Logistik, Verteilung und die Verlässlichkeit von internationalen Märkten. Man könne jetzt schon beobachten, wie Ernährung zum Machtinstrument werde, wenn Staaten wie Russland oder China Getreidemengen zurückhalten und damit Preise, Verfügbarkeit und politische Abhängigkeiten beeinflussen. Daher soll der Fokus zukünftig mehr auf eigene Erzeugung, funktionierende Lieferketten und verlässliche Handelspartner gelegt werden. Die heimische Landwirtschaft sei dadurch nicht nur eine wirtschaftliche Frage, sondern zentraler Baustein der nationalen Krisenvorsorge und der strategischen Resilienz.

Info: Bayerische Staatskanzlei, Franz-Josef-Strauß-Ring 1, 80539 München, Tel. 089 21650, presse[at]stk.bayern.de, https://www.bayern.de/weltbevoelkerungstag-ernaehrungssicherheit-beginnt-auf-unseren-feldern-ministerin-kaniber-wer-hunger-bekaempfen-will-muss-landwirtschaft-staerken/?seite=2453