[Wiesbaden, 23.01.2026] Anlässlich des Internationalen Tags der Bildung am 24. Januar 2026 betont der World University Service (WUS) die Bedeutung ganzheitlicher Ansätze, die Schulbildung, ausreichende Ernährung und soziale Teilhabe verbinden. Internationale Initiativen wie die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützte Partnerschaft für Schulessen und Bildung zeigen, dass gute Lernbedingungen den Bildungszugang nachhaltig stärken.
Weltweit besuchen laut dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) 278 Millionen Kinder keine Schule oder brechen ihre Ausbildung frühzeitig ab. Armut, Hunger, Flucht, politische Instabilität gehören zu den zentralen Ursachen. Mangelnde Ernährung wirkt sich unmittelbar auf Lernfähigkeit und Bildungserfolg aus. Schulmahlzeiten leisten daher einen wichtigen Beitrag, um den Schulbesuch zu fördern, Bildungsabbrüche zu verhindern und soziale Ungleichheiten abzubauen.
Damit Schulmahlzeiten ihre bildungsfördernde Wirkung entfalten können, müssen sie dauerhaft finanziert und fest in Bildungsstrukturen verankert sein. Kurzfristige Projektansätze reichen nicht aus, um nachhaltige Bildungszugänge zu schaffen und das Ziel 4 der Nachhaltigen Entwicklungsziele der UN für eine hochwertige Bildung zu erreichen – insbesondere in Krisen- und Konfliktregionen.
Gleichzeitig bleibt der Zugang zu Bildung für viele Menschen versperrt. Besonders betroffen sind geflüchtete Kinder, Jugendliche und Studierende sowie Menschen in autoritär regierten Staaten, wie z.B. in Afghanistan, Iran, Myanmar, Nordkorea oder im Sudan. Ihnen fehlt häufig nicht nur der Zugang zu Schulen und Hochschulen, sondern auch zu anerkannten Abschlüssen und weiterführenden Bildungsangeboten.
„Bildung kann nur dann ihre gesellschaftliche und transformative Kraft entfalten, wenn sie dauerhaft, inklusiv und krisenfest organisiert ist“, erklärt Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des WUS. „Dazu gehören verlässliche Rahmenbedingungen wie Schulernährungsprogramme ebenso wie der konsequente Schutz des Rechts auf Bildung für Geflüchtete und für Menschen, die aufgrund politischer Repression vom Bildungssystem ausgeschlossen werden.“
Anlässlich des Internationalen Tags der Bildung fordert der World University Service (WUS):
• die dauerhafte Absicherung von Bildungsprogrammen, die Unterricht, Ernährung und soziale Unterstützung miteinander verbinden,
• den Ausbau der Globalen Koalition zum Schutz von Bildung vor Angriffen (GCPEA), der Deutschland 2018 beigetreten ist,
• den weltweiten, diskriminierungsfreien Zugang zu Bildung für Geflüchtete sowie
• den Schutz von Lernenden und Lehrenden, die Opfer politischer Verfolgung sind.
Weltweit haben sich Organisationen, wie zum Beispiel die Globale Bildungskampagne (GBK) und deren Mitgliedsorganisationen in über 90 Staaten zur Absicherung und Förderung von Bildung zusammengeschlossen, zu denen auch der WUS zählt. Die GBK ruft anlässlich des Internationalen Bildungstags zu einer gemeinsamen Social-Media-Aktion auf, unter #tagderbildung. Unter diesem Hashtag können sich Organisationen und einzelne Akteure für das Recht auf Bildung aller Menschen einsetzen und so ihren Teil zur Förderung des Menschenrechts auf Bildung beitragen.
Der World University Service (WUS) setzt sich seit über 100 Jahren für das Menschenrecht auf Bildung ein. Er beruft sich dabei auf Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie auf das vierte Nachhaltigkeitsziel „Hochwertige Bildung“ der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.