(April 2026) Das Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval) hat den Erfolg der Maßnahmen sowie Lernprozesse des Systems der deutschen Entwicklungszusammenarbeit untersucht und die Ergebnisse in einer Pressemitteilung vom 25. März veröffentlicht.
Fast alle Staaten Subsahara-Afrikas haben in den letzten 30 Jahren verschieden intensive Dezentralisierungsprozesse durchlaufen. Viele wurden hierbei durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt. Die Ergebnisse, die DEval Ende März veröffentlicht hat, haben gezeigt, dass das Engagement für entwicklungsorientierte Dezentralisierung den Interessen vieler zentralstaatlicher Regierungssysteme in Subsahara-Afrika gegenübersteht.
Laut DEval hätten die Untersuchungen gezeigt, dass die Maßnahmen in den afrikanischen Partnerländern durchaus lokal begrenzte Wirkungen hatten. So konnten beispielsweise administrative Kapazitäten gestärkt und in vielen Fällen kommunale Gebietskörperschaften finanziell besser ausgestattet werden. Ein weiterer positiver Aspekt war die erhöhte politische Teilhabe auf lokaler Ebene.
Langfristige, übergeordnete entwicklungspolitische Wirkungen seien jedoch nur selten nachweisbar. Bis auf Ausnahmen hätten die deutschen Bemühungen weder zur strukturellen Konfliktreduktion, noch dazu beitragen, die für Dezentralisierung förderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Gleiches gelte für übergeordnete Beiträge zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung einzelner Länder oder zur Demokratisierung.
Den vollständigen DEval-Bericht finden Sie unter folgendem Link: https://www.deval.org/de/ueber-uns/aktuelles/news/detail/dezentralisierung-in-subsahara-afrika
Eine Stellungnahme des BMZ finden Sie unter folgendem Link: https://www.bmz.de/de/ministerium/evaluierung/bmz-stellungnahmen-19404
Info: DEval – Deutsches Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit, Fritz-Schäffer-Straße 26, 53113 Bonn, Tel. 0228 3369070, info[at]DEval.org, https://www.deval.org/de/