Zeichen für die Zusammenarbeit zwischen dem Globalen Süden, dem Globalen Norden und den Vereinten Nationen

(Juli 2026) Am 29. Juni wurde bei der Hamburg Sustainability Conference (HSC) eine gemeinsame Erklärung vorgestellt, die sich mit den Folgen der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus auf den Globalen Süden befasst. Initiiert wurde die Erklärung von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan und internationalen Partnern.

Ziel der Erklärung ist es, die Unterstützung der Partner zu bündeln, um internationale Initiativen weiter voranzutreiben. Gleichzeitig soll die Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft sowie nachhaltige Ernährungssysteme gestärkt werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Übergang zu erneuerbaren Energien.

Mit der Erklärung wird ein Zeichen für die Zusammenarbeit zwischen dem Globalen Süden, dem Globalen Norden und den Vereinten Nationen gesetzt.  Um den Auswirkungen der Krisen entgegenzuwirken, strebt das BMZ eine engere Zusammenarbeit internationaler Partner wie den Vereinten Nationen, multilateralen Entwicklungsbanken und Partnerländern des Globalen Südens an.

Die Blockade der Straße von Hormus traf besonders Länder des Globalen Südens und verschärfte weltweit Hunger und Instabilität. Ursachen waren unterbrochene Lieferketten, steigende Preise für Nahrungsmittel, Dünger und Energie. Vor allem für importabhängige Staaten in Afrika und Asien besteht die Gefahr, dass Hunger und Armut zunehmen.

Die Ansätze der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zielen auf die Bewältigung der akuten Folgen der Situation sowie die langfristige Stärkung der Widerstandsfähigkeit in Partnerländern. Das BMZ stellt hierfür 250 Millionen Euro für besonders betroffene Regionen bereit. Außerdem werden Transformationsprozesse von Agrar- und Ernährungssystemen gefördert, um die Abhängigkeit von importierten Gütern zu reduzieren. Auch beim Ausbau erneuerbarer Energien unterstützt Deutschland seine Partnerländer im Rahmen der Energiewende.

Info: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Stresemannstraße 94, 10963 Berlin, Tel. 030 185350, poststelle[at]bmz.bund.de, https://www.bmz.de/de/aktuelles/aktuelle-meldungen/erklaerung-hamburg-sustainability-conference-316134