Das zu sehende Bild besteht aus 3 Bildern. Auf der linken Seite ist ein Bild auf dem 4 Personen zu sehen sind, wovon zwei auf eine grüne Plakette zeigen. Oben rechts sieht man ein Gruppenbild mit 11 Personen, welche neben einem Würfel auf dem das SDG 16 abgebildet ist, stehen. Unten rechts sieht man eine lächelnde Persone, die neben einer Tafel steht an der "Beratung und Verwaltung, Schulleitung, Lehrerzimmmer" steht, darunter ist eine grüne "Grenzenlos"-Plakette zu sehen.

Baden-Württemberg baut Netzwerk der rezertifizierten Grenzenlos-Schulen weiter aus

Das Projekt „Grenzenlos“ bietet beruflichen Schulen eine Zertifizierung als „Grenzenlos-Schule“ an. Besonders engagierte „Grenzenlos“-Schulen können sich durch eine Rezertifizierung bestätigen lassen, dass sie hohe Standards im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) nicht nur erfüllen, sondern fest in ihrem Schulprofil verankern. Durch die „Grenzenlos“-Rezertifizierung wird das kontinuierliche Engagement der Lehrkräfte und der Schülerschaft sichtbar gewürdigt. Den neu rezertifizierten baden-württembergischen beruflichen Schulen gratulieren wir herzlich!

Wiesbaden, 20.04.2026: In Baden Württemberg haben mehrere berufliche Schulen erneut gezeigt, wie konsequent sie Globales Lernen in ihrer Schulentwicklung im Sinne der Whole Institution Approach integrieren: Die Schulen DAA Göppingen, Julius-Springer-Schule Heidelberg und das Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Weingarten erhielten ihre Grenzenlos-Re Zertifizierungen und setzen damit ein deutliches Zeichen für langfristiges Engagement im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Um das Engagement von Schulen für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bundesweit messbar zu machen, hat die Kultusministerkonferenz (KMK) 2024 u. a. das WUS-Grenzenlos-Label für berufsbildende Schulen als Indikator ausgewählt. Damit soll der Fortschritt für die Berichterstattung im Rahmen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung abgebildet werden. Schulen mit dem Grenzenlos Label verfolgen den sogenannten Whole Institution Approach. Das bedeutet, Nachhaltigkeit wird nicht nur in einzelnen Fächer thematisiert, sondern in allen Fächern und betrifft auch die Schulverpflegung, das Management und die demokratische Mitgestaltung durch Schüler und Schülerinnen.

Die „Grenzenlos“-Rezertifizierung bestätigt darüber hinaus, dass die Schulen über Jahre hinweg erfolgreich mit internationalen Studierenden, die seitens Grenzenlos qualifiziert und anschließend als „Facilitator for Global and Intercultural Education“ zertifiziert werden, zusammenarbeiten. Die Studierenden aus Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas gestalten regelmäßig Unterrichtseinheiten, berichten aus ihren persönlichen Lebenswelten und bringen globale nachhaltige Perspektiven direkt in die Klassenzimmer. Für die Lernenden entstehen dadurch authentische Begegnungen, die sie dazu anregen, eigene Sichtweisen zu hinterfragen und globale Zusammenhänge bewusster wahrzunehmen. 

So fasst eine Lehrkraft der rezertifizierten Schule DAA Göppingen die Kooperation mit „Grenzenlos“ zusammen: „Die Lehrkooperationen haben für uns als Schulgemeinschaft eine wichtige Funktion, um unsere gemeinsame Verantwortung für den Erhalt dieser Erde wahrzunehmen und umzusetzen“.

Die rezertifizierten Schulen haben ihre Strukturen in den vergangenen Jahren nachhaltig weiterentwickelt. So wurde bei der rezertifizierten Julius-Springer-Schule Heidelberg z.B. das Schulgebäude großflächig mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Die schuleigene Juniorenfirma „Paper Star“ verfügt über ein Angebot an Fairtrade-Produkten und auch die Cafeteria wirtschaftet nachhaltig. Ganze Unterrichtsreihen und Projekttage zu Nachhaltigkeitsthemen, Kooperationen mit regionalen Initiativen oder schulweite Aktionen zu Klima und Konsum sind inzwischen an der Schule fest verankert.

Die Rezertifizierung des Seminars für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Weingarten zeigt deutlich, dass BNE nicht nur an beruflichen Schulen, sondern auch in der Aus- und Fortbildung der baden-württembergischen Berufsschullehrkräfte verankert wird. Die Fachleiterin des Seminars betont, dass die wiederkehrende Zusammenarbeit mit den internationalen Grenzenlos-Aktiven angehenden Lehrkräften wertvolle Praxisbeispiele zur Einbettung der SDGs im Unterricht anbietet und somit maßgeblich zur Qualität und Sichtbarkeit der Arbeit des Seminars mit den Nachhaltigkeitsthemen beiträgt.   

Die erneute Grenzenlos-Auszeichnung zeigt, wie stabil das Netzwerk der „Grenzenlos“-Schulen in Baden-Württemberg inzwischen gewachsen ist. Immer mehr Schulen setzen auf eine Bildungskultur, die globale Verantwortung nicht als Zusatz, sondern als festen Bestandteil beruflicher Bildung versteht und sich am „Orientierungsrahmen Globale Entwicklung“ der KMK und des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ausrichten.

Das Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird von den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland Pfalz und Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.