Lehrkräftefortbildung in Bayern zu Globalem Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an beruflichen Schulen im WUS-Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ mit Studierenden aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.
Wiesbaden/Augsburg, 29.10.2026. Wie lassen sich globale Herausforderungen und die 17 UN Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) im Unterricht an beruflichen Schulen aufgreifen? Mit dieser Frage beschäftigten sich 30 Lehrkräfte und internationale Studierende aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas beim diesjährigen Grenzenlos-Kooperationstag in Bayern. Die Veranstaltung bot Raum für fachlichen Austausch, neue Perspektiven und die Planung von Lehrkooperationen zwischen beruflichen Schulen und internationalen Studierenden.
Nach der Vorstellung des Projekts Grenzenlos durch Sophie Kroiher (WUS) setzten sich die Teilnehmenden mit den 17 Nachhaltigkeitszielen auseinander. Einen fachlichen Impuls lieferte Karl Geller, vom Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB) Fachgruppe Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE), mit dem „10-Punkte-Aktionsprogramm Nachhaltigkeit“. Dabei zeigte er auf, wie BNE im Sinne des whole-school-approaches in Berufsschulen verankert werden kann. Beispiele wie die Klimaschule Bayern und internationale Schulpartnerschaften verdeutlichten, wie sich Nachhaltigkeit konkret im schulischen Umfeld umsetzen lässt.
Die Grenzenlos-Aktiven stellten am Nachmittag ihre vielfältigen Lehrkooperations-Themen vor. Die Themenlandschaft war wie immer vielfältig: Klimagerechtigkeit, nachhaltige Ernährung, globale Lieferketten, die Bedeutung von sauberem Wasser bis hin zu Bildung in Pakistan. Die Studierenden aus den Ländern Kamerun, Guinea, Indien, Indonesien, Iran, Kenia und Pakistan brachten dabei unterschiedliche internationale Erfahrungen und Sichtweisen ein. Durch ihre Perspektiven und vielseitigen Themen zeigten sie den anwesenden Lehrkräften ein buntes Repertoire an Möglichkeiten, Globales Lernen in den Unterricht zu integrieren.
Im Programmpunkt „Make a match“ entwickelten Lehrkräfte und Studierende gemeinsam Ideen für Lehrkooperationen und trafen erste konkrete Vereinbarungen. Abschließend wurden die Abläufe für Lehrkooperationen und die (Re-)Zertifizierung als Grenzenlos-Schule vorgestellt.
Wie wichtig dieser Austausch ist, zeigten auch die Rückmeldungen: Der Kooperationstag verdeutliche, wie wertvoll die Vernetzung von Menschen ist, die sich gemeinsam für eine nachhaltigere und gerechtere Welt einsetzen. Globale Herausforderungen könnten nur durch Zusammenarbeit und gemeinsames Engagement angegangen werden.
Das Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird von den Ländern Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.