Qualifikationsseminar I für internationale Studierende in Mainz zu Globalem Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung im WUS-Projekt „Grenzenlos-Globales Lernen in der beruflichen Bildung“
Wiesbaden/Mainz, 13.05.2026: „Die Veranstaltung war nicht nur informativ, sondern auch motivierend und persönlich sehr bereichernd. Ich hoffe sehr, dass auch in Zukunft weitere Veranstaltungen dieser Art stattfinden werden, da sie ein echtes Bewusstsein für Nachhaltigkeit, Globales Lernen und gesellschaftliche Verantwortung schaffen und die Teilnehmenden zum kritischen Nachdenken anregen“, resümiert eine Teilnehmerin des Qualifikationsseminars I. Das Seminar fand vom 08.-10. Mai 2026 im Jugendhaus Don Bosco in Mainz statt. 31 Studierende aus 22 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas nahmen teil, um Konzepte und Methoden des Globalen Lernens kennenzulernen und sich auf Lehrkooperationen an beruflichen Schulen rund um die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen vorzubereiten. Das Qualifikationsseminar I stellt das erste der insgesamt 4 Module für das Zertifikat als „Facilitator for Global and Intercultural Education“ dar, welches internationale Studierende aus Ländern des Globalen Südens im Projekt „Grenzenlos“ benötigen, um an berufsbildende Schulen eingesetzt werden können.
Der Freitag begann mit einer ausführlichen Projektvorstellung durch die Seminarleitung Helen Danso (WUS). Durch Kennenlernübungen, Soziometrien und der gemeinsamen Arbeit an Erwartungen, Wünsche und Anforderungen an das Seminar wurde nicht nur ein positiver Einstieg in das Seminar, sondern auch eine gute Arbeitsgrundlage für die anstehenden Tage geschaffen. Nach einem gemeinsamen Abendessen berichtete die erfahrene indonesische Grenzenlos-Aktive Rivana Amelia, von ihren Erfahrungen mit Lehrkooperationen zu ihrem Thema „SDG #13: Climatechange: We are drowning in Plastic". Sie motivierte die angehenden Grenzenlos-Aktiven für ihre zukünftigen Einsätze an berufsbildenden Schulen.
Am Samstag arbeiteten Silvana Kröhn und Mauricio Pereyra Morales vom EPIZ-Berlin mit den Studierenden zu Methoden und Techniken des Globalen Lernens. Dabei fokussierten sie die Zielgruppe „Auszubildende“. Zunächst setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit Konzepten und Zielen des Globalen Lernens auseinander, bevor sie vielfältige Methoden ausprobieren durften um diese zukünftig selbst in ihre Unterrichtskonzepte zu integrieren. Die Methoden reichten von unterschiedlichen Diskussions-und Reflexionsformen, über Soziometrien, Gegendstandsassoziationen, der Arbeit mit Bildern, bis hin zu klassischen Übungen des Globalen Lernens wie das „Weltspiel“ (Refugee Chair), „Fisheries“ und einem Mysterie zu Sandabbau auf Sansibar. Durch diese Methoden gelang es den Teilnehmenden die zentralen Prinzipien des Globalen Lernens wie Perspektivwechsel, Empathie, Solidarität und Reflexionsfähigkeit erfahrbar zu machen. Der Samstag endete mit einem freiwilligen „Kulturabend“, organisiert durch den WUS Praktikanten Omer Hamid, bei dem die Teilnehmenden sich auf abwechslungsreiche und humorvolle Weise gegenseitig Besonderheiten ihrer Herkunftsländer vorstellten.
Der letzte Seminartag stand ganz im Zeichen der Erarbeitung eines eigenen Themas, mit welchen die Studierenden zukünftig an beruflichen Schulen Unterricht in Form von Lehrkooperationen mitgestalten können. Den inhaltlichen Rahmen der Themen stellen die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) dar und sie folgen den Empfehlungen des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Das Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird von den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.