Stilisierte Feder mit danebenstehendem Schriftzug "Welt"

UN: Faire Weltkarte ohne Größenverzerrungen

(September 2026) Mit 164 Stimmen hat die UN-Generalversammlung  im September eine Reform der bisher bekannten Weltkarte beschlossen. Auf der aktuell mehrheitlich genutzten Mercator-Karte aus dem 16. Jahrhundert erscheinen verschiedene Kontinente unterschiedlich groß. Zurückzuführen ist das u.a. auf die schwierige Darstellung der Rundung der Weltkugel auf einer flachen Karte. Das führt dazu, dass beispielsweise Grönland auf diesen Karten so groß erscheint wie der afrikanische Kontinent, obwohl dieser tatsächlich 14-mal größer ist. 

Die Überlegungen, die Größe der Landmassen auf Karten an ihre tatsächliche Größe anzupassen, wurden besonders von Togo angestoßen. Eine solche faire Karte soll eine andere Wahrnehmung der Erde ermöglichen. So werden auf der neuen Karte beispielsweise auch Nordamerika und Europa kleiner dargestellt werden als auf den Mercator-Projektionen.

Die Mercator-Karte wird in Zukunft dennoch nicht vollständig ersetzt werden, besonders da sie in den letzten Jahrhunderten ihren Nutzen bewiesen hat. Trotz des angenommenen Vorschlags für eine neue Weltkarte, die nicht diese Größenverzerrungen der Landmassen enthält, werden nicht alle Bereiche realitätsgetreu abgebildet werden können, da die Abbildung einer Kugel auf einer flachen Karte immer Verzerrungen irgendeiner Art mit sich bringen wird.

Die einzige Stimme gegen die neue Karte kam von den USA. Frankreich dagegen möchte die Mercator-Karte möglichst vermeiden und die neue Karte verwenden. Sechs Länder haben sich enthalten.

Info: United Nations (UN), UN News, UN Campus, Platz der Vereinten Nationen 1, 53113 Bonn, info[at]unric.org, https://news.un.org/en/story/2026/09/1168284