Barbara Beltran Torres und Diego Jarrin am ZSL Esslingen (c) WUS 2026

Bildung für nachhaltige Entwicklung erlebbar machen: Grenzenlos-Aktive inspirieren Lehrkräfte am Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Esslingen

Esslingen/Wiesbaden, 28.04.2026: „Wir haben selbst das Angebot von „Grenzenlos“ genutzt und waren sehr zufrieden, wie einfach die Kooperation abläuft und wie vielfältig die Themen der Lehrkooperationen sind“, äußerte sich eine Lehrkraft nach der Vorstellung des WUS-Projekts „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ bei der BNE-Multiplikatorenschulung am Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) in Esslingen. Die Veranstaltung bot Lehrkräften beruflicher Schulen in Baden-Württemberg einen praxisnahen Einblick in Globales Lernen und die Arbeit des Projekts „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“.

Dabei waren zwei Grenzenlos-Aktive Diego Jarrín und Barbara Beltrán Torres, die ihre Themen und Methoden für den Einsatz im Unterricht an beruflichen Schulen vorstellten.

Diego Jarrín, der aus Ecuador kommt und an der Universität Stuttgart studiert, präsentierte sein Thema SDG #12: "Elektromüll: Was hat mein Handy mit dem globalen Süden zu tun?" sowie die dazugehörigen didaktischen Methoden und erläuterte, warum er diese Ansätze gezielt im Unterricht anwendet. Die Lehrkräfte konnten zwei seiner Methoden direkt selbst erleben und zeigten sich von deren Aktivierungscharakter und Praxisnähe sehr beeindruckt. Im Anschluss tauschten sich die Teilnehmenden über ihre eigenen Erfahrungen mit Handy-Sammelaktionen aus und diskutierten, wie solche Projekte zur Förderung nachhaltiger Ressourcennutzung beitragen können.

Barbara Beltrán Torres, peruanische Promovendin an der Hochschule Landshut, stellte ihr Thema SDG #12: "Bitterer Kolonialismus: Palmöl und Schokolade" sowie ihren persönlichen Bildungs- und Lebensweg vor. Ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit ist es, Schülerinnen und Schüler zu motivieren, selbst aktiv zu werden. Daher setzt sie bewusst auf praxisorientierte Methoden, die den Lernenden konkrete Handlungsoptionen vermitteln. Ihr Ziel ist es, jungen Menschen ein „Werkzeug“ zu vermitteln, mit dem sie globale Herausforderungen verstehen und eigene Beiträge zu nachhaltiger Entwicklung leisten können. Ihre authentische Herangehensweise fand bei den Lehrkräften große Zustimmung.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv. Besonders geschätzt wurden die Authentizität der Beiträge, der hohe Praxisbezug sowie die Möglichkeit, die „Grenzenlos“-Lehrkooperationen direkt anzufragen. Wir danken Manfried Dürr und seinen Kolleginnen und Kollegen vom ZSL für diese Möglichkeit und die hervorragende Organisation.

Das WUS-Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird mit Mitteln des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg und darüber hinaus sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.