Hessen

Geld regiert die Welt – von Wirtschaftswachstum und Good Governance

Wochenendseminar "Geld regiert die Welt – von Wirtschaftswachstum und Good Governance"

In diesem Seminar beschäftigen sich die Studierenden kritisch mit der weltweiten Vermögensverteilung. Kritisch hinterfragt wird in dem Seminar der Umgang mit Spendengeldern. Wie werden die Finanzen genutzt und wie werden die Gelder verteilt? Warum ist nach so vielen Jahrzehnten spendenfinanzierter Arbeit weiterhin Entwicklungszusammenarbeit nötig? 
Das Seminar wird sich weiterhin mit dem Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum & Lebensqualität und der Frage, ob eine Postwachstumsgesellschaft (degrowth) überhaupt möglich ist, beschäftigen. Inwiefern lässt sich Lebensqualität messen? Als Beispiel dient Buthan, welches das Wohlbefinden der Menschen als Hauptindikator anstelle des BIP zur Berechnung nutzt. Degrowth oder Postwachstum ist ein dynamisches Forschungsfeld und Bezugspunkt vielfältiger sozial-ökologischer Bewegungen. Postwachstum ist nicht nur eine grundlegende Kritik an der Hegemonie des Wirtschaftswachstums. Es ist auch eine Vision für eine andere Gesellschaft, die angesichts von Klimawandel und globaler Ungleichheit Pfade für grundlegende Gesellschaftsveränderung skizziert.

Politische Herangehensweisen um Armut und Hunger zu bekämpfen

Wochenendseminar "Politische Herangehensweisen um Armut und Hunger zu bekämpfen"

Im Jahr 2022 waren 258 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen – ein Anstieg von fast 65 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Zu den Haupttreibern gehören gewaltsame Konflikte, Extremwetterereignisse und schwere Finanz- und Wirtschaftskrisen. Am schlimmsten betroffen sind gewaltgeplagte Krisenherde, wie Afghanistan, Demokratische Republik Kongo, Nigeria, Sudan, Südsudan, Syrien und Jemen. Die andauernde Gewalt und Hunger haben hier gravierende Auswirkungen auf die Bevölkerung. Im gleichen Zuge verschlechtert sich die globale humanitäre Lage. Das spiegelt sich in einem erhöhten Risiko für gewaltsame Konflikte, einer weltweit wachsenden Zahl hungernder Menschen, den zutage tretenden Folgen des Klimawandels und den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie wider. Der Klimawandel und Extremwetterereignisse verschlechtert vielerorts die Lage, da Dürren und Überschwemmungen die Ernte zerstören und die Ernährungsunsicherheit verschärfen. Die wiederum kann zu gewaltsamen Konflikten beitragen, denn ohne Ernährungssicherheit ist eine nachhaltige Friedenssicherung kaum möglich, und ohne Frieden ist es unwahrscheinlich, den weltweiten Hunger zu beenden. Die derzeitige Situation erfordert dringende, entschlossene und nachhaltige Maßnahmen. In diesem Zusammenhang wird im Rahmen der Veranstaltung die Rolle der Politik betrachtet. In der global vernetzten Welt gilt es destruktive Wirkmechanismen zu durchbrechen und Resilienz zu stärken. Dabei wird die Rolle unterschiedlicher Akteure, wie kommunale Gruppen, lokale und internationale Nichtregierungsorganisationen, Nationalstaaten und die UN-Organisationen zur Erreichung von Ernährungssicherheit und nachhaltigen Frieden betrachtet.

Ethische Aspekte der Digitalisierung

Wochenendseminar "Ethische Aspekte der Digitalisierung"

In diesem Seminar werden wir uns mit der Leitfrage beschäftigen, wie die Digitalisierung Entwicklungszusammenarbeit und –Politik beeinflusst und welche ethischen Aspekte diese Prozesse mit sich bringen. Denn die Präsenz digitaler Technologie und der künstlichen Intelligenz (KI) in allen Aspekten der menschlichen Gesellschaft verändert die Art, wie Individuen, Organisationen, Unternehmen, Regierungen und Kulturen miteinander umgehen, in hoher Geschwindigkeit. Dabei geht die „digitale Revolution“ weit über Computer oder die Nutzung des Internets hinaus und umfasst viele weitere Lebensbereiche wie z.B. Arbeitsbedingungen, Ressourcenverbrauch oder die Gestaltung und Organisation unserer Freizeit, Wirtschaft und Politik. Das jüngste Beispiel aus dem Bereich der KI ist der Chat GPT (Generative Pretrained Transformer), ein Sprachmodell, das in der Lage ist, Texte zu generieren, die menschlichen Schreibstilen ähneln. Mit der Entwicklung und Nutzung digitaler Produkte, insbesondere von KI sind politische und ethische Fragen eng verbunden. Wer trägt z.B. die Verantwortung für die Entscheidungen der KI? Auch kann im Rahmen des Seminars diskutiert und erarbeitet werden wie wir die Digitalisierung im Sinne der Nachhaltigkeit global gerecht gestalten und, inwiefern KI zur Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung beitragen und eingesetzt werden kann.

RAISE YOUR VOICE: politische Teilhabe und Vielfalt erlernen und erleben

RAISE YOUR VOICE: politische Teilhabe und Vielfalt erlernen und erleben

Die Diversifizierung der Gesellschaft birgt viele Chancen und Herausforderungen. Menschen mit Migrationshintergrund sind in der Politik unterrepräsentiert und ihre Bedürfnisse werden weniger berücksichtigt. Verschiedener Bevölkerungsgruppen und vielfältige Perspektiven in gesellschaftlichen Transformationsprozessen müssen adäquat repräsentiert und regiert werden. Viele Vereine setzen sich in Hessen für mehr politische Teilhabe ein. Sie unterstützen Migrantinnen und Migranten auf dem Weg in politische Ämter oder fordern ein Wahlrecht für alle. Einen wichtigen Faktor für die erfolgreiche Teilhabe stellt politische Bildung dar. Sie bietet die Chance durch verschiedene konfessionell/religiöse, politisch und humanistisch-weltanschauliche Werte- und Interessensorientierungen das plurale Grundverständnis unserer Demokratie zu repräsentieren.

Dynamics and Politics of War and Peace

Weekendseminar on "Dynamics and Politics of War and Peace" 

7.6.2024, 17:00 Uhr - 9.6.2024, 14:00 Uhr

*event will be held in English

**childcare will be offered

Nowadays, the number of interstate wars – wars between states or alliances of states – is decreasing. In return, the number of domestic conflicts between hostile social, political, religious or ethnic groups is increasing. The seminar deals with the causes and backgrounds of conflicts and peace processes. Why do wars emerge? How can parties of a violent dispute build trust, learn to live cooperatively, and create a stable peace? Along different case studies, the topic of trust and social reconciliation will be discussed. 

Program

Exkursion „Kultur und Natur des südlichen Afrikas“

Exkursion „Kultur und Natur des südlichen Afrikas“ 

*Besuch des Hessischen Landesmuseums für Kunst und Natur

Die Exkursion führt die Teilnehmenden in das Hessische Landesmuseum für Kunst und Natur zur Sonderausstellung „Kultur und Natur des südlichen Afrikas“. Der südliche Teil Afrikas rückt wieder verstärkt in den Fokus Deutschlands. Das reicht von wirtschaftlichen Bestrebungen über den zunehmenden Tourismus bis zur deutschen Kolonialzeit mit dem Genozid an Herero und Nama. Der kritische Blick aus aktueller Perspektive zeigt, dass sich in der Region das seit Jahrtausenden bestehende Wechselspiel zwischen Mensch und Natur verändert. Der Schutz der biologischen Vielfalt und die Anerkennung kultureller Diversität sind die Kernthemen der Ausstellung, die nach einer Antwort auf die Frage nach einer gemeinsamen, gleichberechtigten Zukunft sucht.

Programm Exkursion „Kultur und Natur des südlichen Afrikas“