PRESSEMITTEILUNG zur Berufung von Phumzile Mlambo-Ngcuka in die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission

[Wiesbaden, 6.10.2026 2026] WUS gratuliert Phumzile Mlambo-Ngcuka zur Berufung in die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission 

Der World University Service (WUS) gratuliert Phumzile Mlambo-Ngcuka herzlich zu ihrer Berufung in die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission der Bundesregierung. Ihre Berufung ist für WUS auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil sie selbst viele Jahre in der internationalen Bildungs- und Entwicklungsarbeit des WUS in Südafrika tätig war.

Die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission wurde am 5. Oktober 2026 in Berlin von ihren Ko-Vorsitzenden Olaf Scholz und Laura Chinchilla vorgestellt. Dem Gremium gehören 20 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, internationalen Organisationen und Zivilgesellschaft aus dem Globalen Süden und Norden an. Die Kommission soll Vorschläge für eine Weiterentwicklung der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in einer zunehmend multipolaren Welt erarbeiten.

Phumzile Mlambo-Ngcuka war während der Apartheid in Südafrika für den World University Service tätig. In dieser Zeit engagierte sie sich für Bildungs- und Entwicklungsprogramme und für die Verbesserung der Lebens- und Bildungschancen benachteiligter Bevölkerungsgruppen.

Der WUS hatte während der Apartheid gemeinsam mit internationalen Partnern, insbesondere mit Unterstützung aus den skandinavischen Ländern, alternative Bildungsstrukturen und Programme gefördert. Ziel war es, einen Beitrag zu einem demokratischen und rassenfreien Südafrika zu leisten und Menschen durch Bildung und Qualifizierung neue Perspektiven zu eröffnen.

Damit steht die persönliche Geschichte von Phumzile Mlambo-Ngcuka zugleich für eine zentrale Erfahrung der internationalen Entwicklungszusammenarbeit: Bildung schafft Teilhabe, stärkt gesellschaftliche Selbstbestimmung und kann langfristig politische und gesellschaftliche Veränderungen unterstützen.

Nach ihrer Tätigkeit beim WUS setzte Phumzile Mlambo-Ngcuka ihr Engagement auf höchster nationaler und internationaler Ebene fort. Sie war unter anderem Ministerin und von 2005 bis 2008 Vizepräsidentin Südafrikas. Von 2013 bis 2021 war sie Exekutivdirektorin von UN Women im Rang einer Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen. Zudem war und ist sie in leitenden Funktionen im Hochschulbereich tätig.

„Wir freuen uns sehr über die Berufung von Phumzile Mlambo-Ngcuka in die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission. Für WUS schließt sich damit in besonderer Weise ein Kreis: Eine ehemalige Mitarbeiterin des WUS, die während der Apartheid in Südafrika Bildungsarbeit für gesellschaftliche Teilhabe und Veränderung geleistet hat, bringt heute ihre jahrzehntelange nationale und internationale Erfahrung in die Gestaltung der zukünftigen Entwicklungspolitik ein. Ihre Biografie steht für die Bedeutung von Bildung, internationaler Solidarität und gleichberechtigten Partnerschaften zwischen dem Globalen Süden und Norden“, erklärt Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des World University Service (WUS).

„Wir sind überzeugt, dass Phumzile Mlambo-Ngcuka die Perspektiven des Globalen Südens und die Erfahrungen aus ihrer langjährigen internationalen Arbeit wirkungsvoll in die Kommission einbringen wird. Der WUS gratuliert ihr zu dieser verantwortungsvollen Aufgabe und wünscht ihr für ihre Arbeit viel Erfolg“, so Ghawami weiter.