Global Education Week
Vom 16. bis 22. November 2026 findet die europaweite Global Education Week statt.
Das diesjährige Motto lautet:
My voice, our action, a common future!
Ziel ist es, durch globale Bildung, individuelle und kollektive Antworten auf soziale, ökologische und gesellschaftliche Fragen zu finden. Außerdem soll das Engagement für die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) gefördert werden, die den Grundbaustein für eine nachhaltige Entwicklung bilden. Gerade in Zeiten von Unsicherheit, Klimakrise, Kriegen und gesellschaftlicher Spaltung soll Bildung in konkretes Handeln übersetzt werden. Denn Globale Bildung wird als Schlüssel gesehen, um kritisches Denken, Verantwortungsbewusstsein und weltweite Solidarität zu fördern.
Das Jahresthema 2026 bezieht sich auf die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und umfasst deren fünf Kernbereiche:
- Menschen (People): Würde, Gleichheit, Teilhabe und Menschenrechte sichern.
- Planet: Klimakrise bewältigen, Umwelt schützen, nachhaltige Lebensweisen stärken.
- Wohlstand (Prosperity): Chancen durch Bildung, Innovation und digitale Teilhabe nutzen.
- Frieden (Peace): Konflikte überwinden, demokratische Beteiligung stärken, Polarisierung abbauen.
- Partnerschaften (Partnership): Zusammenarbeit und kulturellen Austausch fördern, um globale Lösungen gemeinsam voranzubringen.
In einer Zeit wachsender Ängste – etwa durch Kriege, den Klimawandel oder Desinformation – will die Global Education Week 2026 zeigen, dass Bildung ein Motor für Hoffnung, Resilienz und gesellschaftliche Erneuerung ist. Sie schafft Räume für Reflexion, Dialog und globales Engagement und ermutigt insbesondere junge Menschen, sich als Gestaltende einer gerechten, friedlichen und nachhaltigen Zukunft zu sehen.
Akteurinnen und Akteure des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung greifen die Themen der SDGs vielfältig in ihren Bildungsangeboten auf und bieten Handlungsmöglichkeiten an. Die Global Education Week in Deutschland bündelt diese Angebote.
Machen Sie mit:
Sie können sich mit Aktivitäten rund um die Themen der 17 SDGs beteiligen. Das Format ist frei wählbar: ein Video, eine Vortragsreihe, eine Ausstellung, eine Social Media-Aktion etc. Bitte senden Sie Ihren Beitrag mit einem begleitenden Text und einer Infozeile (max. 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) bis zum 9. November 2026 an globaleducationweek[at]wusgermany.de. Ihr Angebot wird auf unserer Website hochgeladen. Wir bewerben die Aktionswoche über unsere Medien, die Interessierte im schulischen und außerschulischen Bildungsbereich sowie in der staatlichen und zivilgesellschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit und darüber hinaus erreichen.
Unsere Unterstützung für Sie:
Anregungen, Hintergrundinformationen sowie Materialien für Ihre Aktivitäten finden Sie auf dem Portal Globales Lernen. Berufliche Schulen können sich auch an das WUS-Projekt Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung wenden. Das kostenfreie Themenangebot von Grenzenlos mit Referentinnen und Referenten aus Afrika, Asien oder Lateinamerika wird mit interaktiven Methoden vermittelt.
Die Global Education Week ist eine europaweite Kampagne, die vom Nord-Süd-Zentrum des Europarats im Rahmen von iLEGEND III durchgeführt und finanziert wird. Ziel der Aktionswoche ist es, das Bewusstsein für Globales Lernen als Instrument für Solidarität und Wandel zu schärfen und einen Beitrag zu einer nachhaltigeren, friedlicheren und gerechteren Welt zu leisten. In Deutschland koordiniert die Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd des World University Service die Global Education Week, die seit über 20 Jahren stattfindet.
Die im Rahmen der Global Education Week organisierten Aktivitäten liegen in der alleinigen Verantwortung der Organisatorinnen und Organisatoren. Die dargestellten Positionen geben nicht die Ansichten der Europäischen Union oder des Europarates sowie des World University Service und der Zuschussgeber und Zuschussgeberinnen wieder.

Nord-Süd-Zentrum in Lissabon
Das Europäische Zentrum für globale Interdependenz und Solidarität, besser bekannt als Nord-Süd-Zentrum, wurde 1989 vom Europarat gegründet, um die globale Zusammenarbeit und Solidarität zu fördern. Das Nord-Süd-Zentrum hat es sich zur Aufgabe gemacht die öffentliche Wahrnehmung der Interdependenzen, die die Weltbevölkerung miteinander verbinden, zu verbessern. Das Nord-Süd Zentrum kann als das Fenster zur Welt des Europarates verstanden werden, denn es macht Werte wie Respekt der Menschenrechte, Demokratie und sozialern Zusammenhalt auch über den europäischen Kontinent hinaus geltend.
Das Nord-Süd-Zentrum bietet auf seiner Website zum Themenbereich Global Education zahlreiche Aktivitäten, Informationen und Publikationen an, u.a.:
- zur Maastrichter Deklaration
- zu GENE -European network of national agencies for the support, co-ordination and/or funding of global education in Europe
- zur Global Education Week
- Publikationen
- Kalender
Finanzierungsmöglichkeiten
Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik
Die 16 deutschen Länder sind entwicklungspolitisch aktiv. Dazu gehört auch die Projektförderung im Bereich Globales Lernen. Welche Förderung es in den einzelnen Ländern gibt, erfahren Sie auf der jeweiligen Länderunterseite auf dem Portal "Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik": www.entwicklungspolitik-deutsche-laender.de
Engagement Global – Engagiert die Welt gestalten
Über das Programm Engagiert die Welt gestalten fördert Engagement Global kleine Projekte der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit bis zu einem Betrag von 10.000 Euro. Schulen, Kitas, Aktionsgruppen und ehrenamtliche Initiativen können Anträge für die Finanzierung von Informationsveranstaltungen, Workshops, Seminaren etc. stellen. Weitere Informationen unter www.engagement-global.de/de/engagiert-die-welt-gestalten.
Servicestelle Kommunen in der Einen Welt
Auf der Website der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt findet sich ein Finanzierungsratgeber mit Projektbeispielen und einer Datenbank mit Förderquellen: https://skew.engagement-global.de/finanzierungsratgeber.html
Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt
Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) existiert seit Juli 2020 und ist eine bundesweite Anlaufstelle zur Förderung ehrenamtlichen Engagements. Die Stiftung legt einen Fokus auf strukturschwache und ländliche Räume. Geplant sind Angebote vor allem in den Themenfeldern Digitalisierung, Organisationsentwicklung und der Struktur- und Innovationsstärkung. www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de
Für die Unterstützung von Bildungsarbeit bietet die Stiftung das Förderprogramm „Bildungsturbo“, bei dem bis zu 20 Organisationen mit jeweils bis zu 75.000 Euro in der Weiterentwicklung ihrer Bildungsangebote unterstützt werden: www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de/foerderung/bildungsturbo/
Die Stiftung betreut außerdem eine Datenbank, die über Förderprogramme für Vereine und andere gemeinnützige Organisationen informiert: https://foerderdatenbank.d-s-e-e.de/
Bundesverband deutscher Stiftungen
Unter www.stiftungen.org/index.php stellt der Bundesverband deutscher Stiftungen alle Stiftungen in Deutschland mit einem Internetauftritt vor. Eine Stichwort- oder Regionensuche ist möglich.
Broschüre: Fördertöpfe für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische Initiativen (2017)
Diese vom Netzwerk Selbsthilfe e. V. publizierte Broschüre umfasst kurze allgemeine Informationen zum Stiftungswesen in Deutschland, zu Kategorien von Förderfonds und Hilfestellungen zur Antragsstellung. Darüber hinaus sind eine umfangreiche alphabetisch organisierte Adressliste und ein Schlagwortverzeichnis enthalten. Die Broschüre kostet 15 Euro zzgl. Versandkosten. Weitere Informationen unter www.netzwerk-selbsthilfe.de/beratung/foerdertopfbroschuere.
Broschüre: Mehr möglich machen. Finanzierungsinstrumente der Entwicklungspolitischen Inlandsarbeit (2008)
Die speziell auf entwicklungspolitische Arbeit ausgerichtete Broschüre beschreibt beispielhaft wie ein Antrag aussehen sollte und bietet ein Adressverzeichnis von sowohl bundesweiten als auch auf Landesebene tätigen Förderinstitutionen. Die Broschüre ist von der Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Landesnetzwerke herausgegeben. Sie kann als Druckversion für 5 Euro (inkl. Versand) bestellt werden unter www.agl-einewelt.de/publikationen/praxishilfe.
Pädagogischer Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz
Die Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" ermöglicht es dem PAD, Partnerschaften zwischen deutschen und ausländischen Schulen aus Mitteln des Auswärtigen Amtes zu fördern. Im Rahmen der Initiative: "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) können Zuschüsse zu Kosten in unmittelbarem Zusammenhang mit einem gemeinsam durchgeführten Projekt beantragt werden: https://www.kmk-pad.org/programme/schulpartnerschaften-der-pasch-initiative.html Außerdem gibt es ein Partnersuchforum für Schulen in Deutschland und im Ausland (www.partnerschulnetz.de)
Auch das EU-Programm eTwinning verbindet Schulen sowie vorschulische Einrichtungen aus 36 Ländern Europas sowie Ländern der europäischen Nachbarschaft (Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Jordanien, Moldawien, Ukraine und Tunesien). Lehrkräfte finden mit eTwinning unkompliziert Partnerschulen für gemeinsame Projekte. Auch deutsche Einrichtungen können miteinander kooperieren. Das umfangreiche kostenlose Fortbildungsangebot umfasst Seminare im In- und Ausland sowie Onlinekurse. https://www.kmk-pad.org/programme/etwinning.html