(September 2026) Die kenianische Ernährungsexpertin und Sozialunternehmerin Wawira Njiru gewinnt den Deutschen Afrika-Preis 2026. Mit ihrem gemeinnützigen Sozialunternehmen Food4Education (F4E) hilft sie, Schulernährung neu zu denken und als Teil wirtschaftlichen Handelns zu betrachten. „Lange Zeit wurde Schulernährung als Wohltätigkeit betrachtet. Wir haben bewiesen, dass sie wirtschaftliche Infrastruktur ist. Was wir in Kenia aufgebaut haben, zeigt, was möglich ist, wenn afrikanische Lösungen an unseren eigenen Realitäten ausgerichtet sind und so entwickelt werden, dass sie in großem Maßstab funktionieren“, beschreibt Njiru die Auswirkungen ihres Projekts.
Mit F4E hat Njiru ein System entwickelt, das von mehreren Seiten gemeinsam getragen wird und eine nahrhafte Mahlzeit für Schulkinder für 30 Cent ermöglicht. Besonders aufgrund von Konflikten wie dem Iran-Krieg und dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie klimabedingter Unsicherheiten und instabiler Lieferketten ist Ernährungssicherheit aktuell ein besonders wichtiges Thema. Mit ihrer Arbeit hat Njuri ein lokal verankertes System geschaffen, das lokale Wirtschaftskreisläufe fördert und durch Beiträge verschiedener Akteure langfristig finanziell tragfähig ist.
Der Deutsche Afrika-Preis 2026 wird am 4. November von Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, im Allianz Forum in Berlin an Wawira Njiru verliehen.
Info: Deutsche Afrika Stiftung e. V., Ziegelstraße 30, 10117 Berlin, Tel. 030 28094727, info[at]deutsche-afrika-stiftung.de, https://www.deutsche-afrika-stiftung.de/deutscher-afrika-preis/wawira-njiru-kenia/