Globales Lernen methodisch gestalten: Grenzenlos Methodentag in Mainz

Methodentag in Mainz zu Globalem Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung für berufliche Schulen im WUS-Projekt „Grenzenlos- Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ mit Studierenden aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.

Mainz/ Wiesbaden, 15.09.2026. Wie lassen sich Nachhaltigkeit und Globales Lernen abwechslungsreich und praxisnah in die berufliche Bildung integrieren? Mit dieser Frage beschäftigten sich am 12. September 2026 internationale Studierende beim Methodentag des WUS-Projekts „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ in Mainz.

Die Teilnehmenden aus Afrika, Asien und Lateinamerika erhielten dabei praktische Einblicke in verschiedene Methoden des Globalen Lernens. Ziel des Methodentages war es, ihre didaktischen und multiplikatorischen Kompetenzen zu stärken und sie bei der Entwicklung und Weiterentwicklung eigener Unterrichtskonzepte für Lehrkooperationen an beruflichen Schulen zu unterstützen.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie komplexe Themen rund um Nachhaltigkeit, Globalisierung und die Sustainable Development Goals (SDGs) für Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen anschaulich und interaktiv vermittelt werden können. Die Studierenden lernten verschiedene Methoden kennen, probierten diese selbst aus und reflektierten gemeinsam deren Einsatzmöglichkeiten im Unterricht.

So wurden beispielsweise die SDGs mithilfe der Methode des „Vernetzten Denkens“ miteinander in Beziehung gesetzt. Dabei diskutierten die Teilnehmenden, wie verschiedene Nachhaltigkeitsziele zusammenhängen und welche Wechselwirkungen zwischen ihnen bestehen. Anschließend wurde das SDG 14 „Leben unter Wasser“ mithilfe von Standbildern näher betrachtet. Die Methode ermöglichte es den Studierenden, sich kreativ mit unterschiedlichen Aspekten des Themas auseinanderzusetzen und diese anschließend gemeinsam zu reflektieren.

Eine besondere Perspektive brachte auch Wairimu Kambora-Marks aus Kenia, eine erfahrene Grenzenlos-Aktive, ein. Sie stellte den anwesenden Studierenden ihr Thema SDG #13: "Die Baumrevolution der Wangari Maathai und Gleichberechtigung mit Fokus auf Frauen und Klima" vor und berichtete aus ihren eigenen Erfahrungen im Projekt. Zusätzlich gab sie den Teilnehmenden praktische Tipps für ihre zukünftigen Lehrkooperationen und tauschte sich mit ihnen über ihre Erfahrungen und Ideen aus.

Zum Abschluss des Methodentages ging es an die praktische Umsetzung: In Einzel- und Gruppenarbeit entwickelten und überarbeiteten die Studierenden eigene Ideen für Unterrichtskonzepte. Dabei konnten sie die kennengelernten Methoden direkt auf ihre Themen übertragen und überlegen, wie sie Globales Lernen mit ihren persönlichen Perspektiven und Erfahrungen verbinden können.

Mit vielen neuen methodischen Impulsen, konkreten Ideen für ihre Unterrichtskonzepte und Vorfreude auf ihre zukünftigen Einsätze an beruflichen Schulen ging der Methodentag in Mainz zu Ende.

Das WUS-Projekt wird durch Mittel der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland gefördert, ebenso wie von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).