Hessen

Armut und Gesundheit

Armut und Gesundheit hängen eng zusammen: Menschen in prekären Lebenslagen sind häufiger gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt, haben oft schlechteren Zugang zu medizinischer Versorgung und stehen vor strukturellen Hürden. Das Seminar beleuchtet, wie soziale Ungleichheit, politische Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Interessen die Gesundheit beeinflussen und welche Maßnahmen zu mehr Chancengleichheit beitragen können. Neben theoretischen Inputs gibt es praktische Elemente, z. B. einen Kochworkshop, in dem gezeigt wird, wie sich gesunde Mahlzeiten mit kleinem Budget zubereiten lassen. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge von Armut und Gesundheit zu entwickeln und Wege zu erkunden, gesundheitliche Teilhabe für alle zu stärken.

Sanktionen und ihre Auswirkungen auf die Zivilgesellschaft

Sanktionen und ihre Auswirkungen auf die Zivilgesellschaft

**mit Kinderbetreuung

Internationale Sanktionen sind ein zentrales außenpolitisches Instrument – sie sollen Völkerrechtsverstöße, Menschenrechtsverletzungen
oder die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen verhindern. Doch sie haben auch unbeabsichtigte Folgen: Wie wirken sich Sanktionen gegen Länder wie Iran, Kuba oder Russland auf deren Bevölkerung, Wissenschaft und Kultur aus? Im Seminar beleuchten wir, wann Sanktionen als politische Druckmittel legitim sind – und wann sie selbst zur Belastung für Zivilgesellschaften werden. Ebenso diskutieren wir die Rolle von Nichtregierungsorganisationen: Wie handeln Greenpeace, Amnesty oder andere NGOs zwischen politischem Einfluss, fehlender demokratischer Legitimation und punktuellen Lösungen? Neben außenpolitischem Druck betrachten wir auch staatliche Repressionen nach innen – etwa im Fall der Rohingya in Myanmar oder der Uiguren in China. Ziel ist es, die Ambivalenz politischer Sanktionen, ihre Wirkmechanismen und ihre ethischen Grenzen kritisch zu hinterfragen.

Green Beauty? Unmasking the Dark Side of the Cosmetic Industry

Green Beauty? Unmasking the Dark Side of the Cosmetic Industry

*event will be held in English

According to Euromonitor, sales of premium beauty products were expected to reach 151 billion US dollars in 2023, compared to 100 billion in 2021. The beauty industry is booming like never before. While awareness of the precarious production conditions in the textile sector seems to be steadily increasing, there are hardly any reports on the working conditions and production processes in the cosmetics and beauty sector. Yet cosmetic products are constant companions in our daily lives, often packaged in plastics. However, plastic frequently ends up in the wrong bin, which means it is not recycled and can take up to 500 years to decompose. It finds its way into forests, rivers, agricultural land, and even into food as microplastics – and ultimately into the human body. According to Zero Waste Europe, 120 billion packaging units are produced annually for the global cosmetics industry.
In this seminar, we want to explore the opportunities that Fairtrade-certified raw materials in cosmetics and personal care products can offer – for example, helping producers to increase their Fairtrade sales and access new markets. Many of the Fairtrade raw materials already available could also be used in beauty products, such as shea butter, honey, or sugar. Working conditions, particularly regarding health protection, are significantly better on Fairtrade-certified plantations than on non-certified ones.