TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt
Maarweg 165
50825 Köln
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
Maarweg 165
50825 Köln
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
Hermannstraße 15
20095 Hamburg
Hamburg
Deutschland
Hamburg leistet seit langem einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im globalen Kontext. Projekte und Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit im Ausland sowie entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Hamburg bilden die Komponenten Hamburger Entwicklungspolitik.
Sachlicher Schwerpunkt bei der Förderung von Auslandsprojekten sind zum einen Maßnahmen zur Beseitigung der Ursachen von Armut, zur Förderung der Gleichstellung der Frauen, zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung sowie des Umwelt- und Ressourcenschutzes und zum anderen die Verbesserung der kommunalen Infrastruktur in Großstädten.
Von besonderer Bedeutung sind Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen in León/Nicaragua, Hamburgs Partnerstadt seit 1989, und Dar es Salaam/Tansania (seit 2010 offiziell Partnerstadt, seit 2011 Entwicklung einer kommunalen Klimapartnerschaft). Mit der 2005 errichteten Hamburger Stiftung Asien-Brücke hat der Senat ein eigenständiges Förderinstrument für Projekte nachhaltiger Entwicklung in Süd- und Südostasien geschaffen. Auch direkt fördert die Stadt Projekte nichtstaatlicher Gruppen und Initiativen. Damit wird das bürgergesellschaftliche Engagement angeregt und entwicklungspolitisches Bewusstsein in Hamburg gestärkt.
Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung stellen eine wichtige Ergänzung der Projektförderung dar. Im Rahmen eines Stipendienprogramms werden hauptsächlich Fachkräfte aus Nicaragua, Tansania und Indien zu Qualifizierungsaufenthalten nach Hamburg eingeladen.
Hamburg begrüßt das entwicklungspolitische Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger und kooperiert in Vorhaben mit den zahlreichen nichtstaatlichen Organisationen, Initiativen und Netzwerken. Um für das Anliegen des Fairen Handels zu werben, beteiligt sich der Senat seit 2006 an dem Aktionsbündnis „Hamburg mal fair“ mit den lokalen Trägern der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit. Seit 2008 verlangen die Hamburger öffentlichen Beschaffungsstellen zudem bei Ausschreibungen Erklärungen zur Einhaltung der Kernarbeitsnormen der ILO im Produktionsprozess der gelieferten Waren, seit 2017 gilt eine landesgesetzliche Sollvorschrift zum bevorzugten Einkauf fair gehandelter Produkte. Schon seit 2011 trägt Hamburg die Auszeichnung als „Fairtrade-Stadt“.
Hamburg ist mit bislang zwei Stellen – für Fairen Handel und für Globales Lernen – am Fachpromotorenprogramm beteiligt.
Bei der Ausrichtung seiner entwicklungspolitischen Aktivitäten konsultiert der Senat den von ihm eingesetzten Hamburger Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik.
Hamburgs Entwicklungspolitik umfasst noch weitere Bereiche, in denen die Stadt über spezielle Ressourcen oder besonderes Fachwissen verfügt. Beispiele hierfür sind die Nord-Süd-Forschung im German Institute for Global and Area Studies (GIGA), der kulturelle Dialog mit den Ländern im globalen Süden, die Förderung des Süd-Nord-Handels sowie die tropenmedizinische Forschung und Ausbildung.
Hasselbachstraße 4
39104 Magdeburg
Sachsen-Anhalt
Deutschland
In Sachsen-Anhalt erfolgt die landesweite Koordinierung der Entwicklungszusammenarbeit im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten (MWL).
Entwicklungspolitische Leitlinien
Die im Jahr 2000 erarbeiteten Entwicklungspolitischen Leitlinien wurden ab 2018 unter Mitwirkung entwicklungsbezogen tätiger Organisationen und Gruppen, Kirchen, Gewerkschaften sowie Wirtschaft und Wissenschaft überarbeitet und mit Beschluss der Landesregierung vom 12. März 2019 verabschiedet. Die Leitlinien dienen als Orientierung und Richtschnur für das entwicklungsbezogene Engagement des Landes insgesamt. Gemäß der entsprechenden MPK-Beschlüsse der letzten Jahre waren die Leitlinien weiterzuentwickeln, insbesondere unter Berücksichtigung der in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen festgelegten nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals – SDGs). Neben den Grundprinzipien heben die Leitlinien acht Schwerpunkte hervor, nach denen sich die Entwicklungszusammenarbeit (EZ) des Landes ausrichtet bzw. ausrichten soll:
Die entwicklungsbezogene Informations-, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, die Förderung entwicklungsbezogen tätiger Nichtregierungsorganisationen (NRO) einschließlich entsprechender Netzwerkstrukturen, die Nutzung des Potentials von Wissenschaft und Forschung, die Verknüpfung von Migration und Entwicklung, die Stärkung von Fairem Handel und nachhaltigem Konsum, die Sensibilisierung von Unternehmen für die EZ bei gleichzeitiger Integration der Kompetenzen der Wirtschaft, die Stärkung von Partnerschaften und Nutzung vorhandener Kompetenzen, die praxisorientierte Ausund Fortbildung ausländischer Fach- und Führungskräfte sowie humanitäre Hilfe. Gemäß den Leitlinien versteht die Landesregierung Entwicklungszusammenarbeit entsprechend ihrem umfassenden und mehrdimensionalen Charakter dabei ausdrücklich als Querschnittsaufgabe, die über alle Ressorts umzusetzen ist. Um die ressortübergreifende Zusammenarbeit zu verbessern und Anregungen und Impulse von Akteurinnen und Akteuren außerhalb der Landesverwaltung aufzunehmen, wurde ein fachlicher Arbeitskreis „Entwicklungszusammenarbeit“ etabliert. Dieser setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern aller Ressorts, der Fraktionen
des Landtages sowie Fachleuten aus verschiedenen Bereichen der EZ.
Entwicklungsbezogene Informations-, Bildungs-und Öffentlichkeitsarbeit
Für die entwicklungsbezogene Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung bzw. zur Steigerung des Verständnisses und Engagements für die Probleme der Einen Welt sind entwicklungsbezogen tätige NRO von zentraler Bedeutung. Diese NRO werden daher sowohl als Träger von Maßnahmen der entwicklungsbezogenen Informations-, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Inland (einschließlich der Themenbereiche Nachhaltiger Konsum/Fair-Handelsberatung sowie Angeboten zur Fairen Beschaffung) gefördert, als auch als Träger von EZ-Projekten in Entwicklungs- und Übergangsländern. Adressatinnen und Adressaten bzw. Orte der entwicklungspolitischen Bildung sind die Ausbildung der Lehrenden sowie alle Schulformen einschließlich der Berufsschulen und Kindergärten. Im Hinblick auf die faire Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen werden u. a. Unternehmen und Verwaltungen beraten und entsprechende Foren für Mitarbeitende durchgeführt. Als zentrales Instrument fungiert dabei das Eine-Welt-Promotor*innenprogramm. Seit 2014 beteiligt sich das Land Sachsen-Anhalt an der Ko-Finanzierung dieses BundLänder-Programms und ermöglicht somit den Einsatz von aktuell vier Fach- und zwei Regionalpromotorinnen und -promotoren sowie einer Netzwerkkoordinatorin. Nachdem bisher mit Unterstützung durch die Fairtrade-Town-Kampagne des Eine Welt Netzwerks Sachsen-Anhalt die Städte Halle (Saale), Magdeburg, Sangerhausen, Wernigerode und Lutherstadt Wittenberg den Titel einer Fairtrade-Town errungen haben, werden weitere Bewerbungen angestrebt.
Kommunale Partnerschaft mit EZ-Bezug
Die seit 2013 bestehende Städtepartnerschaft zwischen Hoi An (Vietnam) und Wernigerode - seinerzeit die erste offizielle deutsch-vietnamesische Kommunalpartnerschaft überhaupt - wurde 2016 zu einer Klimapartnerschaft erweitert mit den entwicklungsbezogen relevanten Kernthemen Energieeffizienz/Umstellung auf erneuerbare Energien, Möglichkeiten und Methoden zur Abfallverringerung/-beseitigung einschließlich entsprechender Bewusstseinsbildung sowie nachhaltiger Tourismus. Als eine von breiten Bevölkerungsteilen getragene „Bottom-up Partnership“ (an die 2019 der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für die Kategorie Städtepartnerschaften verliehen wurde) wird die Partnerschaft mit jährlich stattfindenden Bürgerreisen nach Hoi An sowie fachlichen Austauschen und Beteiligungen weit über die Stadtverwaltungen und das Wernigeröder Interkulturelle Netzwerk hinaus fortgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss eines mehrjährigen gemeinsamen Projekts zur Fachkräfteausbildung für Hotellerie/Gastronomie sowie für Pflegeberufe im Juni 2022 mit insgesamt 26 vietnamesischen
Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird diese projektgebundene Zusammenarbeit in Wernigerode seit September 2023 mit 50 vietnamesischen Auszubildenden fortgeführt. Die Finanzierung erfolgt durch die ausbildenden Unternehmen.
Landesprogramm „Partner von morgen“
Das erstmals 2001 als Kontakt- und Qualifizierungsprogramm mit den damaligen Schwerpunktpartnerländern China und Vietnam aufgelegte Programm „Partner von morgen“ richtet sich mittlerweile branchen- und länderoffen allgemein an ausländische Studierende bzw. Absolventinnen und Absolventen der Hochschulen sowie an kleine und mittlere Unternehmen des Landes (KMU). Durch die in den teilnehmenden KMU absolvierten Praktika erlangen die Teilnehmenden wichtige Berufserfahrungen und berufspraktische Qualifikationen, die nach Rückkehr in ihre Heimatländer diesen nachhaltig entwicklungsbezogen zu gute kommen und gleichzeitig die außenwirtschaftlichen Aktivitäten der teilnehmenden Unternehmen stärken.
2. Ringstraße 203
17033 Neubrandenburg
Mecklenburg-Vorpommern
Deutschland
Durchführung von Projekttagen für Schulen zum Globalen Lernen, insbesondere im Grundschulbereich, u.a. zum Themenfeld Fairer Handel
Töpferstraße 13
17235 Neustrelitz
Mecklenburg-Vorpommern
Deutschland
Marienstraße 19-20
10117 Berlin
Berlin
Deutschland
Vogelsangstraße 62
70197 Stuttgart
Baden-Württemberg
Deutschland
Der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e. V. (DEAB) setzt sich aus über 100 Weltläden, Eine-Welt-Gruppen und anderen Organisationen aus dem Bereich der Entwicklungspolitik in Baden-Württemberg zusammen. Er ist der Dachverband für entwicklungspolitische Aktionsgruppen und setzt seinen Fokus auf Themen wie Schuldenerlass, Fairen Handel und Entwicklungszusammenarbeit. Die vielen DEAB-Vertreter/-innen, die in diversen Komitees tätig sind, arbeiten kontinuierlich daran, die grundlegenden Menschenrechte in Entwicklungsländern zu unterstützen. Der DEAB ist das älteste und größte deutsche entwicklungspolitische Netzwerk. Jede Organisation oder Gruppe in Baden-Württemberg, die in dem Bereich engagiert ist und sich für Gerechtigkeit weltweit einsetzt, kann Mitglied des DEAB werden.
Die SüdZeit ist ein Magazin des DEAB, das neue Trends im Bereich der Entwicklungspolitik innerhalb und außerhalb von Baden-Württemberg setzt. Das Magazin wird vierteljährlich veröffentlich und beinhaltet Berichte, Porträts und einen detaillierten Überblick über entwicklungspolitische Aktivitäten in Baden-Württemberg. Ein Ausschnitt aus dem Serviceteil der SüdZeit ist unter der Website des DEAB erhältlich.
Die DEAB Fachpromotor/-innen für Fairen Handel in Mannheim, Bodensee-Oberschwaben und Stuttgart unterstützen Freiwillige, die in Weltläden arbeiten oder sich in unseren Aktionsgruppen engagieren. Jede dieser Gruppen kann unseren Beratungsservice im Problemfall oder bei Fragen zu Themen wie dem Umzug an einen neuen Ort, das Umsatzniveau, Gruppenaktivitäten oder mögliche Zusammenarbeit mit anderen Gruppen aus der Region kontaktieren.
Desweiteren kann der DEAB einen „Fair Trade“-Stand für den professionellen Gebrauch auf Konsument/-innenmessen zur Verfügung stellen. Er ist außerdem in internationalen Schuldenerlasskampagnen involviert (www.erlassjahr.de). Der DEAB ist ein Gründungsmitglied des deutschlandweiten „attac“-Netzwerkes. Er kämpft für die Vision einer weltweiten Gerechtigkeit, die jeden dazu anregt, im wirtschaftlichen und politischen Umfeld so zu leben und zu handeln, dass Menschen überall ein Leben in Würde führen können.
Ludwigsstraße 11
55116 Mainz
Rheinland-Pfalz
Deutschland
Alle Weltläden in Deutschland sind Mitglieder des Weltladen Dachverbandes. Es koordiniert gemeinsame Bemühungen und stellt Weiterbildung für Angestellte und aktuelle Informationen der Weltläden zur Verfügung.
Ziele
Entsprechend liegt ein Hauptfokus der Organisation auf politischen Tätigkeiten, wie unsere „Weltladen Tage", die traditionell im Mai stattfinden. Ein anderer Schwerpunkt der Arbeit ist den Bekanntheitsgrad in einer breiteren Öffentlichkeit zu verbessern. Zurzeit arbeitet der Weltladen Dachverband eng mit Jugendlichen zum Thema des Globalen Lernens zusammen.
Kaiser-Friedrich-Straße 1
55116 Mainz
Rheinland-Pfalz
Deutschland
Die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz ist eine Einrichtung des Landes Rheinland-Pfalz. Sie untersteht unmittelbar der Umweltministerin und hat ihren Sitz beim Ministerium für Umwelt und Forsten in Mainz. Am 1. Februar 1990 wurde die Landeszentrale per Kabinettsbeschluss gegründet. Ihr Anliegen und ihre Aufgabe ist es, die Bevölkerung über Belange der Umwelt zu informieren und sie für einen nachhaltigen und umweltverträglichen Lebensstil zu motivieren.
Denn: Wir leben längst über unsere Verhältnisse. Wir leben auf Kosten nachfolgender Generationen. Dass Begriffe wie "Klimakatastrophe" und "Ozonloch" reale Bedrohungen bedeuten, wird immer noch allzu leicht verdrängt. Wir leben weiter so, als seien die Vorräte der Erde an Rohstoffen und Energieträgern unerschöpflich, als sei die Fähigkeit von Wasser, Boden und Atmosphäre, Schadstoffe zu verkraften, unbegrenzt. Dabei ist eine Beschleunigung dieser Entwicklung vorgezeichnet. Rund 20 % der Weltbevölkerung nehmen etwa 80 % der Ressourcen für sich in Anspruch und verursachen den entsprechenden Anteil an Umweltbelastung. Wenn die übrigen 4/5 der Weltbevölkerung nachziehen (mit welchem Recht sollte ihnen das verwehrt werden?), ist der Kollaps des Systems Erde nicht mehr weit. Wir kommen nicht umhin, eine zukunftsfähige Entwicklung einzuleiten, die die ökologischen, ökonomischen und sozialen Belange weltweit miteinander in Einklang bringt. Dabei hilft es wenig, auf "die anderen", auf die Industrie oder die Regierung zu verweisen. Jeder ist gefordert. Um(welt)denken - wie es das Logo der LZU fordert - ist der erste Schritt zu Veränderungen. Daran müssen alle sich beteiligen.
Pasteurstraße 6-7
14482 Potsdam
Brandenburg
Deutschland