„Grenzenlos“ weiterdenken: PPC Limburg ist erste re-zertifizierte Grenzenlos-Schule

Limburg/Wiesbaden 22.10.2025: Die Peter-Paul-Cahensly-Schule (PPC) in Limburg erhält als erste Grenzenlos-Schule überhaupt die Re-Zertifizierung als Grenzenlos-Schule. Damit würdigt das Programm „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ das kontinuierliche Engagement der Schule für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Seit Kurzem haben Grenzenlos-Schulen die Möglichkeit, sich re-zertifizieren zu lassen. Mit der Re-Zertifizierung wird das kontinuierliche Engagement der Schulen für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sichtbar gemacht und gewürdigt. Sie zeigt, dass die jeweilige Schule im Sinne des Whole-School-Approachs ihren Schülerinnen und Schülern auch über die Erstzertifizierung hinaus die Gelegenheit gibt, regelmäßig an Themen des Globalen Lernens herangeführt zu werden, Perspektiven zu wechseln, globale Zusammenhänge kritisch zu reflektieren, Verantwortung zu übernehmen und interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln. Die Re-Zertifizierung steht allen Grenzenlos-Schulen offen, die nachweisen können, dass sie die Zusammenarbeit mit „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ fortsetzen und Bildung für nachhaltige Entwicklung als Teil ihres Schulprofils weiter stärken.

Die Kooperation mit „Grenzenlos“ hat an der Peter-Paul-Cahensly-Schule Tradition: Bereits 2019 wurde die Schule als erste berufliche Schule im Landkreis Limburg-Weilburg als „Grenzenlos-Schule“ ausgezeichnet. Seitdem binden jährlich ein Team engagierter Lehrkräfte Grenzenlos-Aktive in Unterrichtsprojekte und Lehrkooperationen ein. Auch größere Veranstaltungen wie der Europatag bzw. Tag der Sprachen wurden mitgestaltet, etwa durch Infostände, an denen Grenzenlos-Aktive über die Nachhaltigkeitsziele informierten.

Schulleitung und Lehrkräfte betonen den hohen Stellenwert des Projekts: „Insbesondere die Thematisierung globaler Unterrichtsinhalte im Rahmen von Unterrichtsprojekten sowie im Rahmen der Woche der Nachhaltigkeit wurde immer wieder durch Grenzenlos-Aktive unterstützt. Somit werden globale Nachhaltigkeitsziele durch die Lernenden authentisch erlebbar, teils auch in der Zielsprache des jeweiligen Fremdsprachenunterrichts.“

Im Sinne des Whole-School-Approachs, richtet die PPC Limburg ihre Schulentwicklung an ausgewählten Sustainable Development Goals (SDGs) aus. Als „Digitale Schule“ verzichtet sie auf Papier, als Erasmus+-Schule setzt sie auf „Green Travel“ und klimafreundliche Mobilität. Nachhaltigkeit wird ganzheitlich gelebt: von der Verwaltung über die Verpflegung bis hin zu erlebnispädagogischen Angeboten wie der Waldwoche, Baumpflanzungen und einem Grünen Klassenzimmer. Für die Zukunft plant die Schule weitere Maßnahmen, darunter eine klimaresiliente Gestaltung des Außengeländes sowie eine verbesserte Umweltbilanz bei Auslandsfahrten. Zudem sollen Inklusion und Teilhabe von Lernenden mit geringeren Chancen verstärkt gefördert und Themen globaler Ungleichheit noch stärker in den Unterricht integriert werden – auch durch zusätzliche Kooperationen mit Grenzenlos.

Mit der Re-Zertifizierung bestätigt die PPC Limburg ihr kontinuierliches Engagement: Sie verbindet regionale Verwurzelung mit globaler Verantwortung.

Herzlichen Glückwunsch an die Peter-Paul-Cahensly-Schule zur ersten Re-Zertifizierung als Grenzenlos-Schule!

Brücken bauen in die Welt: BSZG Erlangen als „Grenzenlos-Schule“ ausgezeichnet

Erlangen/Wiesbaden, 01.10.2025 - Das Staatliche Berufliche Schulzentrum für Gesundheits-berufe Erlangen am Universitätsklinikum Erlangen (BSZG Erlangen) wurde am 30.09.2025 feierlich als „Grenzenlos-Schule“ ausgezeichnet. Mit der Zertifizierung würdigt der World University Service (WUS) das langjährige Engagement der Schule für Globales Lernen, Bil-dung für nachhaltige Entwicklung und interkulturelles Lernen im Unterricht.

Die Bedeutung der Auszeichnung wurde in Grußworten hervorgehoben. Die bayerische Kultusministerin Anna Stolz, die leider verhindert war, schickte im Vorfeld einen Gruß an die ausgezeichnete Schule und betonte die Bedeutung der Zertifizierung: „Mit der Auszeichnung als ‚Grenzenlos-Schule‘ zeigt das BSZG Erlangen eindrucksvoll, wie junge Menschen auf eine zunehmend vernetzte Welt vorbereitet werden können. Die Schülerinnen und Schüler erleben hier unmittelbar, wie wichtig interkulturelles Miteinander, Nachhaltigkeit und gegenseitiger Respekt im Berufsalltag sind. Das bereitet unsere Fachkräfte von morgen bestens auf ihre Zukunft in Gesundheitsberufen vor.“ 

Im Anschluss folgte das Grußwort per Videobotschaft von Dr. Konrad Körner, MdBHerzlichen Dank, dass Ihr euch den Aufwand gemacht habt und dass Ihr über den Tellerrand hinaus geblickt habt zum Beispiel mit Anderen aus anderen Kontinenten ins Gespräch kommt, Kooperation lebt, die zeigen, wie wirkt sich mein Beruf, die Bildung, unser Leben auch auf andere Länder aus. […] Herzlichen Glückwunsch!“. 

Der bei der Zertifizierung anwesende Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, Dr. Florian Janik, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung junge Menschen auf die globalisierte Arbeitswelt vorzubereiten. Um die Auswirkungen ihrer Entscheidungen als Konsumenten und Konsumentinnen auf die Welt und die Gesellschaft verstehen zu können, betonte er die Relevanz von Lehrkooperationen mit „Grenzenlos“, dem Globalen Lernen und der interkulturellen Bildung im Unterricht.

Die Schulleiterin Susanne Krapp, welche die Gäste am BSZG Erlangen begrüßte, beschrieb die Auszeichnung als Grenzenlos-Schule durch die Bedeutung der Lehrkooperationen: „Das Wissen erhalten wir z.B. durch die Lehrkooperationen mit Grenzenlos. Von diesen Kooperationen hatten wir schon einige in unserem Schulhaus erleben können. Dies ist dem Engagement von Graef (Lehrkraft am BSZG Erlangen) zu verdanken. Durch die Besuche und Darstellungen der Studentinnen und Studenten erfahren wir, welche Auswirkungen unser Tun hat, auch am anderen Ende der Welt. Und wir können auch lernen, wie wir selbst hier in unserem Leben die Welt ein wenig gerechter machen können, wenn wir bewusst handeln. Ich weiß, dass man erst dann ins Tun kommt, wenn man Dinge versteht, dahinter schaut.“

Im Zentrum der Feierlichkeiten stand die offizielle Übergabe des Zertifikats durch den World University Service. 
Abschließend präsentierten die Grenzenlos-Aktiven Mafouais Roxane Kouassi und Ebrottié Vincent N´ZO aus der Côte d’Ivoire gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der BSZG Erlangen und Lehrerin Daniela Graef die Ergebnisse ihrer Lehrkooperationen. 
Mit der Ernennung zur „Grenzenlos-Schule“ ist das BSZG Erlangen nun Teil eines stetig wachsenden Netzwerks von berufsbildenden Schulen in Deutschland, die sich aktiv für die Ziele der Agenda 2030 und die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele einsetzen.

Das Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird von den Ländern Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie von ENGA-GEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.
 

Grenzenlos vernetzt: Methodentag zu Globalem Lernen in Frankfurt

Methodentag in Frankfurt am Main zu Globalem Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung für berufliche Schulen im WUS-Projekt „Grenzenlos“ mit Studierenden aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.

Wiesbaden/Frankfurt, 25.09.2025. Wie können Nachhaltigkeit und Globales Lernen methodisch vielfältig in die berufliche Bildung integriert werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich am 21. September 2025 internationale Studierende beim Methodentag des WUS-Projekts „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ in Frankfurt.

Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika, die im Rahmen des WUS-Projekts „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ zu Methoden des Globalen Lernens qualifiziert wurden, entwickelten beim Methodentag in Frankfurt Ideen für den Unterricht an berufsbildenden Schulen zu Fragen von Nachhaltigkeit und Globalisierung.

Das Seminar verfolgte das Ziel, die multiplikatorischen Kompetenzen von Studierenden aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas im Bereich Globales Lernen zu stärken und sie für künftige Einsätze an berufsbildenden Schulen vorzubereiten. Im Mittelpunkt stand dabei die Arbeit an konkreten Themenideen, mit denen Globales Lernen und Nachhaltigkeit praxisnah und methodisch vielfältig in die berufliche Bildung integriert werden können.

Die Teilnehmenden setzten sich mit verschiedenen Methoden des Globalen Lernens auseinander und erprobten diese in gemeinsamer Arbeit. Um die Sustainable Development Goals (SDGs), die den thematischen Rahmen der Unterrichtskonzepte bilden, besser zu verstehen, wurden diese mithilfe der Methode des „Vernetzten Denkens“ in Beziehung zueinander gesetzt und diskutiert. Zudem berichtete Rivana Amelia, eine Grenzenlos- Aktive, von ihren Erfahrungen bei Grenzenlos.  Nach einem gemeinsamen Mittagessen arbeiteten die Studierenden einzeln und in Gruppen an eigenen Unterrichtskonzepten. Mit viel Motivation und Vorfreude auf ihre künftige Rolle als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Globales Lernen endete der Methodentag.

Das WUS-Projekt wird durch Mittel der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland gefördert, ebenso wie von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

SPENDENAUFRUF: Hoang Trung Hieu braucht weiterhin unsere Solidarität!

[Wiesbaden, 18.09.2025] Die am 6. Juli 2025 in der Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofs von einem rücksichtslosen Fahrer, der unter erheblichem Lachgas-Einfluss stand, getöteten Zwillingsbrüder Duy Quang Nguyen und Quang Minh Nguyen sind nun in Vietnam im Kreis ihrer Familienangehörigen beerdigt worden. Dank der großzügigen Unterstützung von Vietnam Airlines konnten die beiden Urnen in Begleitung der Tante der Zwillinge kostenfrei nach Hanoi geflogen werden.

Ihr Freund Hoang Trung Hieu wurde ebenfalls vom Fahrzeug erfasst, auf die Windschutzscheibe geschleudert, auf der Motorhaube liegend weitere 150 Meter mitgeschleift und schließlich auf die Straße geschleudert. Er erlitt ein offenes Schädel-Hirn-Trauma. Außerdem wurde sein Bein so schwer verletzt, dass es amputiert werden musste.

Nach der Notfalloperation im Universitätsklinikum der Goethe-Universität wurde er in eine Spezialklinik verlegt und wird täglich von seiner aus Vietnam angereisten Mutter besucht. Glücklicherweise macht er täglich gesundheitliche Fortschritte und die Ärzte sind zuversichtlich, dass er sein volles Bewusstsein bald wiedererlangen wird.

Zur Unterstützung von Hoang Trung Hieu und seiner Mutter wurde ein Spendenaufruf gestartet: https://www.gofundme.com/f/reviving-dreams-overcoming-with-hieu 

„Ich bin allen Spenderinnen und Spendern sehr dankbar, dass sie sich so zahlreich an der Spendenaktion beteiligt haben. Über 8.800 Einzelspenden sind bisher eingegangen, überwiegend Kleinstspenden von unter 50 Euro. Somit konnten bisher über 205.000 Euro an Spenden gesammelt werden. Mein besonderer Dank gilt nicht nur Vietnam Airlines, sondern auch der in Frankfurt ansässigen VietinBank, die auf ihrer Portalseite https://www.vietinbank.de/ auf die Spendenkampagne aufmerksam macht“, so Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des World University Service (WUS). „Ich bitte um weitere Spenden, damit die immensen Kosten für spezielle Therapien, Rehabilitation, psychologische Betreuung und medizinische Geräte sowie möglicherweise lebenslange Pflege finanziert werden können“, so Dr. Ghawami abschließend.