Bildung braucht verlässliche Rahmenbedingungen: Schulernährung stärken, Bildungszugänge sichern

[Wiesbaden, 23.01.2026] Anlässlich des Internationalen Tags der Bildung am 24. Januar 2026 betont der World University Service (WUS) die Bedeutung ganzheitlicher Ansätze, die Schulbildung, ausreichende Ernährung und soziale Teilhabe verbinden. Internationale Initiativen wie die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützte Partnerschaft für Schulessen und Bildung zeigen, dass gute Lernbedingungen den Bildungszugang nachhaltig stärken.
Weltweit besuchen laut dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) 278 Millionen Kinder keine Schule oder brechen ihre Ausbildung frühzeitig ab. Armut, Hunger, Flucht, politische Instabilität gehören zu den zentralen Ursachen. Mangelnde Ernährung wirkt sich unmittelbar auf Lernfähigkeit und Bildungserfolg aus. Schulmahlzeiten leisten daher einen wichtigen Beitrag, um den Schulbesuch zu fördern, Bildungsabbrüche zu verhindern und soziale Ungleichheiten abzubauen.

Damit Schulmahlzeiten ihre bildungsfördernde Wirkung entfalten können, müssen sie dauerhaft finanziert und fest in Bildungsstrukturen verankert sein. Kurzfristige Projektansätze reichen nicht aus, um nachhaltige Bildungszugänge zu schaffen und das Ziel 4 der Nachhaltigen Entwicklungsziele der UN für eine hochwertige Bildung zu erreichen – insbesondere in Krisen- und Konfliktregionen.

Gleichzeitig bleibt der Zugang zu Bildung für viele Menschen versperrt. Besonders betroffen sind geflüchtete Kinder, Jugendliche und Studierende sowie Menschen in autoritär regierten Staaten, wie z.B. in Afghanistan, Iran, Myanmar, Nordkorea oder im Sudan. Ihnen fehlt häufig nicht nur der Zugang zu Schulen und Hochschulen, sondern auch zu anerkannten Abschlüssen und weiterführenden Bildungsangeboten.

„Bildung kann nur dann ihre gesellschaftliche und transformative Kraft entfalten, wenn sie dauerhaft, inklusiv und krisenfest organisiert ist“, erklärt Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des WUS. „Dazu gehören verlässliche Rahmenbedingungen wie Schulernährungsprogramme ebenso wie der konsequente Schutz des Rechts auf Bildung für Geflüchtete und für Menschen, die aufgrund politischer Repression vom Bildungssystem ausgeschlossen werden.“

Anlässlich des Internationalen Tags der Bildung fordert der World University Service (WUS):
•    die dauerhafte Absicherung von Bildungsprogrammen, die Unterricht, Ernährung und soziale Unterstützung miteinander verbinden,
•    den Ausbau der Globalen Koalition zum Schutz von Bildung vor Angriffen (GCPEA), der Deutschland 2018 beigetreten ist,
•    den weltweiten, diskriminierungsfreien Zugang zu Bildung für Geflüchtete sowie
•    den Schutz von Lernenden und Lehrenden, die Opfer politischer Verfolgung sind.
Weltweit haben sich Organisationen, wie zum Beispiel die Globale Bildungskampagne (GBK) und deren Mitgliedsorganisationen in über 90 Staaten zur Absicherung und Förderung von Bildung zusammengeschlossen, zu denen auch der WUS zählt. Die GBK ruft anlässlich des Internationalen Bildungstags zu einer gemeinsamen Social-Media-Aktion auf, unter #tagderbildung. Unter diesem Hashtag können sich Organisationen und einzelne Akteure für das Recht auf Bildung aller Menschen einsetzen und so ihren Teil zur Förderung des Menschenrechts auf Bildung  beitragen.

Der World University Service (WUS) setzt sich seit über 100 Jahren für das Menschenrecht auf Bildung ein. Er beruft sich dabei auf Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie auf das vierte Nachhaltigkeitsziel „Hochwertige Bildung“ der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.
 

Auf Praktikumssuche in Deutschland und weltweit

Auf Praktikumssuche in Deutschland und weltweit

in Kooperation mit der TH Mittelhessen (THM)

In dieser Veranstaltung werden internationale Studierende auf die Praktikumssuche in Deutschland, Europa und weltweit vorbereitet. Zudem erhalten Sie authentische Erfahrungsberichte anderer internationaler Studierender und Informationen zu Fördermöglichkeiten von Auslandsaufenthalten. Insbesondere wird die BPSA-Förderung von STUBE Hessen vorgestellt – ein Förderprogramm für berufsvorbereitende Studienaufenthalte, Praktika oder Berufsinformationsreisen in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Mikrofinanzierung: Money Makes the World Go Round

Mikrofinanzierung: Money Makes the World Go Round 

Armut ist eins der gravierendsten Probleme weltweit. Genau deswegen setzen wir uns in diesem Seminar zusammen mit Expert:innen damit auseinander, wie diese bekämpft werden kann. Eine zentrale Möglichkeit ist Mikrofinanzierung: Mikrokredite, Sparangebote, Versicherungen und Zahlungssysteme im Minimalformat. Wir setzen uns damit auseinander, wie diese funktionieren, durch wen sie finanziert werden und ob dadurch wirklich ein Weg aus der Armut möglich ist. Dabei wird folgendes diskutiert: Wie realistisch sind die Chancen auf solche Finanzierungen und welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in diesem System? Wo sind die Grenzen und welche Nachteile ergeben sich dadurch?

Ein Jahr voller Begegnungen: Grenzenlos blickt auf ein bewegtes und erfolgreiches Jahr 2025 zurück

Wiesbaden, 18.12.2025. Auch in diesem Jahr zog das WUS-Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ ein ausgesprochen positives Resümee. Lehrkräfte beruflicher Schulen und Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika engagierten sich gemeinsam dafür, die Ziele der Agenda 2030 und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Schulalltag zu bringen. Für ihr unermüdliches Engagement und ihre Begeisterung gilt allen Beteiligten unser besonderer Dank.

Mit der Auszeichnung von drei weiteren Schulen im Jahr 2025 wächst das Netzwerk von Grenzenlos stetig weiter. Als erste Schule im Jahr 2025 erhielt die Willi-Graf-Schule BBZ St. Ingbert die Anerkennung als 70. Grenzenlos-Schule. Es folgten die Paul-Weber-Schule des BBZ Homburg (Saar) sowie das Staatliche Berufliche Schulzentrum für Gesundheitsberufe Erlangen am Universitätsklinikum Erlangen (BSZG Erlangen). Mit der Auszeichnung würdigt Grenzenlos das Engagement der Schulen, Globales Lernen und Nachhaltigkeit fest im Schulalltag zu verankern.

Insgesamt fanden 182 Lehrkooperationen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland statt. Möglich wurde dies durch die engagierte Arbeit der vielen Grenzenlos-Aktiven, die als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren agierten und Schülerinnen und Schülern die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) auf lebendige und praxisnahe Weise näherbrachten. Wir freuen uns, dass unsere Seminare auch 2025 bei den internationalen Studierenden und Lehrkräften großen Anklang fanden. Insgesamt nahmen 126 Studierende und 49 Lehrkräfte an den Veranstaltungen teil. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmenden für ihre wertvollen Beiträge und den bereichernden Austausch. Ihr Engagement macht unsere Seminare erst lebendig und wirkungsvoll. Genau dieser Austausch ist es, der Grenzenlos ausmacht und uns am Herzen liegt.

Ein besonderes Highlight 2025 war die neue Möglichkeit für bereits zertifizierte Grenzenlos-Schulen, sich re-zertifizieren zu lassen. Seit September 2025 würdigte das Programm mit dem Siegel der Re-Zertifizierung Schulen, die sich über Jahre hinweg kontinuierlich für Globales Lernen und Nachhaltigkeit engagierten. Die Re-Zertifizierung wird im Zuge einer Lehrkooperation durchgeführt. Grundlage hierfür bilden eine Selbstverpflichtung und ein Bericht zu den schulischen Maßnahmen, die ihr Engagement im Bereich Globales Lernen und BNE darstellten. Durch die erfolgreichen Kooperationen zwischen Lehrkräften und den Grenzenlos-Aktiven erhielten Schülerinnen und Schüler regelmäßig die Gelegenheit, globale Zusammenhänge zu reflektieren, Perspektiven zu wechseln und ihre eigene Verantwortung in einer vernetzten Welt zu erkennen.

Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung der Nationalen Auszeichnung für Bildung für nachhaltige Entwicklung 2025/2026, die gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Deutschen UNESCO-Kommission verliehen wurde. Grenzenlos gehört damit zu den 27 ausgewählten BNE-Labels, die aufgrund ihrer hohen Qualität als Grundlage für einen neuen Indikator der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie dienen. Dieser Indikator bewertet erstmals, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schulen verankert ist. Maßgeblich dafür ist der Whole-Institution-Approach (WIA), der eine ganzheitliche Implementierung von BNE voraussetzt.

Mit diesen Erfolgen konnte Grenzenlos auch 2025 wichtige Impulse für eine zukunftsorientierte, globale und nachhaltige berufliche Bildung setzen. Lehrkräfte, Grenzenlos-Aktive und Schulen haben erneut gezeigt, dass Bildung nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Perspektiven öffnet und junge Menschen befähigt, Verantwortung für eine nachhaltige Welt zu übernehmen.

Unser Dank gilt besonders den Unterstützerinnen und Unterstützern des Projekts in den Ministerien, Institutionen und in den Verwaltungen der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, ENGAGEMENT GLOBAL sowie dem Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Erfolgreich re-zertifiziert: Grenzenlos würdigt Schulen in Rheinland-Pfalz

Die ersten Schulen in Rheinland-Pfalz erhalten ihre Grenzenlos Re-Zertifizierung und zeigen damit, wie kontinuierliches Engagement für Globales Lernen und Nachhaltigkeit funktionieren kann.

Germersheim/Wörth/Trier/Wiesbaden, 12.12.2025. Seit diesem Jahr können bereits bestehende Grenzenlos-Schulen eine Re-Zertifizierung erhalten. Mit diesem Verfahren würdigt das Programm das anhaltende Engagement von Schulen, die sich über Jahre hinweg konsequent für Globales Lernen und Nachhaltigkeit einsetzen. Dank der weiterhin erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Grenzenlos-Aktiven haben Schülerinnen und Schüler regelmäßig die Möglichkeit, sich intensiv mit Themen des Globalen Lernens auseinanderzusetzen. Dabei lernen sie, Perspektiven zu wechseln, globale Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen, Verantwortung zu übernehmen und ihre eigene Rolle im weltweiten Geschehen bewusst zu reflektieren.

Die Berufsbildende Schule (BBS) Germersheim/Wörth in Rheinland-Pfalz erhielt nach außerordentlichem Engagement feierlich die Re-Zertifizierung für weitere drei Jahre als Grenzenlos-Schule. Einen ganz besonderen Stellenwert stellt das betriebliche Nachhaltigkeitsprojekt über die Übungsfirma Vulto Escuro GmbH dar. Im Rahmen der Lehrkooperationen werden die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase für Fair-Trade-Themen und Nachhaltigkeit sensibilisiert und lernen anschließend, wie virtueller Handel über die Plattform des Deutschen Übungsfirmenrings mit Fair-Trade-Kaffee erfolgt.
Die Schule möchte ihr gewonnen Erfahrungen teilen, denn „die aus den Lehrkooperationen gewonnen Erkenntnisse über unser Konsumverhalten und unseren Ressourcenverbrauch im Allgemeinen und unseren Strom- und Wasserverbrauch, z.B. bei der Produktion von Handys und Bekleidung führen dazu, dass wir Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler (SuS) unser Verhalten überdenken und unsere Angewohnheiten ändern wollen, beispielsweise indem wir bewusster einkaufen und unsere Sachen länger nutzen“. Darüber hinaus setzen die Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler zahlreiche weitere Projekte um: Dazu zählen das Einsammeln von Plastikflaschen, Anti-Rassismus-Kampagnen, der Handel mit fair gehandelten Produkten, Bienenhaltung und Honigproduktion, der Garten „Trialog der Kulturen“ sowie das Wörth BBS Bistro mit regionalen Produkten. Ein zentrales Projekt im Berufsvorbereitungsjahr ist die „Werkstatt am Weißenburger Tor“, in der Materialien wie Holz und Metall nachhaltig verarbeitet und für einen guten Zweck verkauft werden. Die BBS Germersheim engagiert sich zudem aktiv im Naturschutzgroßprojekt Bienwald.
Mit diesen vielfältigen Maßnahmen setzt die BBS Germersheim/Wörth ein deutliches Zeichen und wird als erste re-zertifizierte Grenzenlos-Schule in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Als zweite re-zertifizierte Grenzenlos-Schule wurde die Berufsbildende Schule Wirtschaft Trier ausgezeichnet. An der Schule hat Grenzenlos einen besonderen Stellenwert, da „alle Beteiligten am Schulleben die Lehrkooperationen schätzen. Durch die Zusammenarbeit erhalten wir wertvolle Einblicke in das Leben vor Ort, die Lebensweise und den Lebensstandard. Durch Lehrkooperationen werden uns neue Einblicke ermöglicht, die für alle greifbarer werden […]“. Im Rahmen der Re-Zertifizierung entstanden zahlreiche neue Aktivitäten: Dazu zählen Sammelaktionen von Elektrogeräten, Nachhaltigkeits- und Upcyclingprojekte wie das Befüllen von Vogelfuttertassen aus alten Tassen, die Herstellung von Bienennisthilfen und viele weitere Aktionen.

Weitere Schulen in Rheinland-Pfalz und anderen Bundesländern bereiten derzeit ihre Re-Zertifizierung vor. Darin liegt ein starkes Zeichen für langfristiges Engagement und Verantwortung im Sinne einer nachhaltigen Bildungskultur.

Das Projekt „Grenzenlos-Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird vom Land Rheinland-Pfalz sowie den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Bestanden mit Auszeichnung: Schule in Baden-Württemberg holt sich ihre Grenzenlos Re-Zertifizierung

Die erste Schule in Baden-Württemberg erhält ihre Grenzenlos Re-Zertifizierung und zeigt damit, wie kontinuierliches Engagement für Globales Lernen und Nachhaltigkeit funktionieren kann.

Reutlingen/Wiesbaden, 12.12.2025. Seit diesem Jahr können sich bereits bestehende Grenzenlos-Schulen erneut zertifizieren lassen. Mit der sogenannten Re-Zertifizierung würdigt das Programm das anhaltende Engagement der Schulen, die sich auch über Jahre hinweg für Globales Lernen und Nachhaltigkeit einsetzen. Dank der weiterhin erfolgreichen Kooperationen zwischen Lehrkräften und Grenzenlos-Aktiven erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich regelmäßig mit Themen des Globalen Lernens auseinanderzusetzen. Sie lernen dabei, Perspektiven zu wechseln, globale Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen, Verantwortung zu übernehmen und ihre eigene Rolle im weltweiten Geschehen zu reflektieren.

Als erste baden-württembergische Grenzenlos-Schule, wurde die IB- Beruflichen Schulen Reutlingen re-zertifiziert. Damit würdigt das Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ das nachhaltige und globale Engagement der Schule sowie ihren besonderen Einsatz für interkulturelle Kompetenzen. Die erneute Auszeichnung unterstreicht die erfolgreiche und langjährige Kooperation zwischen der Schule und dem Grenzenlos-Programm. Die Schulleitung betont: „Für das Berufskolleg des IB in Reutlingen ist diese Zusammenarbeit seit Jahren ein großer Gewinn. Die Lernenden profitieren besonders von der direkten Begegnung mit den internationalen Studierenden: Sie erhalten authentische Einblicke in andere Kulturen und Lebensrealitäten, lernen, über den eigenen Tellerrand zu schauen, und beschäftigen sich intensiv mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der UNESCO. Die Workshops fördern nicht nur Fachwissen, sondern auch interkulturelle Kompetenzen, kritisches Denken und Verantwortungsbewusstsein – Kompetenzen, die in einer globalisierten Arbeitswelt zunehmend wichtiger werden. [Die Kooperation mit Grenzenlos] stärkt die Qualität des Unterrichts, erweitert den Horizont der Schülerinnen und Schüler und trägt dazu bei, junge Menschen zu weltoffenen, verantwortungsbewussten Fachkräften zu entwickeln.“

Neben den regelmäßig stattfindenden Lehrkooperationen werden zudem Projektwochen zu Klima und Konsum durchgeführt. Auch der größtmögliche Verzicht auf Plastik, digitale und ausleihbare Bücher und Ausflüge zu Fuß sind fest im Schulalltag verankert und stärken verantwortungsbewusstes Handeln.

Weitere Schulen in Baden-Württemberg bereiten derzeit ihre Re-Zertifizierung vor. Ein starkes Zeichen für langfristiges Engagement und Verantwortung im Sinne einer nachhaltigen Bildungskultur.

Das Projekt „Grenzenlos-Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird von den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Außerordentlich engagiert: Weitere Schule in Hessen holt sich ihre Grenzenlos Re-Zertifizierung

Die ersten Schulen in Hessen erhalten ihre Grenzenlos Re-Zertifizierung und zeigen damit, wie kontinuierliches Engagement für Globales Lernen und Nachhaltigkeit funktionieren kann.

Hünfeld/Wiesbaden, 12.12.2025. Seit diesem Jahr können sich bereits bestehende Grenzenlos-Schulen erneut zertifizieren lassen. Mit der sogenannten Re-Zertifizierung würdigt das Programm das anhaltende Engagement der Schulen, die sich auch über Jahre hinweg für Globales Lernen und Nachhaltigkeit einsetzen. Dank der weiterhin erfolgreichen Kooperationen zwischen Lehrkräften und Grenzenlos-Aktiven erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich regelmäßig mit Themen des Globalen Lernens auseinanderzusetzen. Sie lernen dabei, Perspektiven zu wechseln, globale Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen, Verantwortung zu übernehmen und ihre eigene Rolle im weltweiten Geschehen zu reflektieren. 

Die Konrad-Zuse-Schule Hünfeld erhält ihre Re-Zertifizierung als Grenzenlos-Schule. Als Umwelt- und Erasmus + Schule arbeitet sie seit einigen Jahren daran, ihr Engagement und die Schwerpunkte im Bereich Nachhaltigkeit sowohl inhaltlich als auch personell weiterzuentwickeln und stärker zu vernetzten. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit Grenzenlos eine wichtige Rolle. Die Schule verdeutlicht „Grenzenlos-Aktive als Expertinnen und Experten sind sehr wertvoll für die Schule im ländlichen Raum, weil sie interkulturelle Kompetenzen schärft und Vorurteile abbaut. […] Die ausländischen Studierenden haben für viele unserer Lernenden Vorbildcharakter“. Unter anderem verankert die Konrad-Zuse-Schule Hünfeld Nachhaltigkeit sichtbar und dauerhaft im Schulalltag. Damit setzt sie Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sinne des „Whole-School-Approachs“ erfolgreich um und erfüllt die Kriterien der Re-Zertifizierung.

Weitere Schulen in Hessen und anderen Bundesländern bereiten derzeit ihre Re-Zertifizierung vor. Ein starkes Zeichen für langfristiges Engagement und Verantwortung im Sinne einer nachhaltigen Bildungskultur.

Das Projekt „Grenzenlos-Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird vom Land Hessen und den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Erfolgreiche Wiederholungstäter: Drei Schulen in Bayern erhalten ihre Grenzenlos Re-Zertifizierung

Die ersten Schulen in Bayern erhalten ihre Grenzenlos Re-Zertifizierung und zeigen damit, wie kontinuierliches Engagement für Globales Lernen und Nachhaltigkeit funktionieren kann.

München/Regensburg/Wiesbaden, 12.12.2025. Seit diesem Jahr können sich ausgezeichnete Grenzenlos-Schulen re-zertifizieren lassen. Damit würdigt das Programm das anhaltende Engagement der Schulen, die sich auch über Jahre hinweg für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung einsetzen. Dank der weiterhin erfolgreichen Kooperationen zwischen Lehrkräften und Grenzenlos-Aktiven erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich regelmäßig mit Themen des Globalen Lernens auseinanderzusetzen. Sie lernen dabei, Perspektiven zu wechseln, globale Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen, Verantwortung zu übernehmen und ihre eigene Rolle im weltweiten Geschehen zu reflektieren.

Bayern geht mit gutem Beispiel voran:

Die Städtische Berufsschule für Versicherungs- und Personalwesen in München, erhielt nach langer Zusammenarbeit im Rahmen von drei neuen erfolgreichen Lehrkooperationen als erste bayerische Schule die Re-Zertifizierung als Grenzenlos-Schule. Die Schülerinnen und Schüler konnten hierbei aktiv über Fair-Trade und mangelnde Gerechtigkeit in globalen Lieferketten diskutieren. Mit zahlreichen Projekten zwischen Schule und Grenzenlos-Aktiven, sowie ihrem gelebten „Whole-School-Approach“, setzen sie Teilaspekte der Lehrkooperationen bereits in die Tat um: So wurden in der Ausschreibung ihres Schul-Kiosk regionale Produkte und Nachhaltigkeit verlangt und ein dauerhaftes Pfandflaschensammelprojekt an der Schule installiert.

Auch die Städtische Berufsschule für Rechts- und Verwaltungsberufe erlangte ihre Re-Zertifizierung. Die Schule hat deutlich gemacht: Nachhaltigkeit und Globales Lernen ist fest im Schulgeschehen verankert. Neben den regelmäßig stattfindenden Grenzenlos-Lehrkooperationen, zum Beispiel durch gemeinsame Müllsammelaktionen, Spendenprojekte, Quizformate zu den Nachhaltigkeitszielen/SDGs und die regelmäßig stattfindende Ehren-amtsmesse. „Ganz im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung wurden die Schülerinnen und Schüler ermutigt, sich einzubringen – heute und in Zukunft“, verdeutlicht die Schule.

Die FOSBOS Regensburg - Staatliche Fachoberschule und Berufsschule Regensburg erhielt ihre Re-Zertifizierung als Grenzenlos-Schule. Die Schule betont „die Lehrkooperationen und die Zusammenarbeit mit Grenzenlos sind für unsere Schule sehr gewinnbringend und werden von der Schülerschaft mit großem Interesse angenommen. Für Lehrkräfte stellt Grenzenlos eine Bereicherung des Unterrichts dar“. Anhand zahlreicher Aktivitäten zeigt die Schule eindrucksvoll, wie fest Nachhaltigkeit im Schulalltag verankert ist. Neben der Teilnahme an Projekten wie Green Team, Schule ohne Rassismus und Verbraucherbildung setzt die FOSBOS dabei auf eine umfassende BNE im Sinne des „Whole-School-Approach“: papierarmes Arbeiten, ein breites Angebot an vegetarischen und veganen Speisen, schuleigene Honigproduktion, Müllsammelaktionen, Kleidertauschpartys, Büchertauschregale sowie vielfältige Pflanzaktionen gehören zum festen Repertoire.
Mit diesem Engagement, der aktiven Beteiligung zahlreicher Lehrkräfte sowie der hohen Motivation der Schülerinnen und Schüler erfüllt die FOSBOS Regensburg die Kriterien der Re-Zertifizierung in besonderem Maße.

Weitere Schulen in Bayern und anderen Bundesländern bereiten derzeit ihre Re-Zertifizierung vor. Ein starkes Zeichen für langfristiges Engagement und Verantwortung im Sinne einer nachhaltigen Bildungskultur.

Das Projekt „Grenzenlos-Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird von Bayern und den Ländern Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie von ENGA-GEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Solidarität ist unser Eigennutz

[Wiesbaden, 10.12.2025] Anlässlich des Tags der Menschenrechte fordert der World University Service (WUS), das Globale Lernen zu fördern. Die über 300 Kriege und Konflikte weltweit zeigen, dass es wichtiger denn je ist, sich kritisch mit globalen Problemen auseinanderzusetzen und verantwortungsbewusst zu handeln.

Genau vor 78 Jahren, am 10. Dezember 1948, hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Unter anderem aufgrund von über 300 Konflikten und Kriegen sind aktuell Millionen von Menschen auf der Flucht. Sie fliehen vor Gewalt, Tod, politischer Verfolgung oder anderen Menschenrechtsverletzungen. Dabei lassen sie geliebte Menschen, ihr Zuhause und ihr bisheriges Leben zurück. Mehr als 220 Millionen Kinder und Jugendliche müssen darüber hinaus ihre Chance auf Bildung zurücklassen. Laut UN werden zudem über 239 Millionen Menschen weltweit im Jahr 2026 auf humanitäre Hilfe angewiesen sein, um überleben zu können. Artikel 3 der Menschenrechtscharta der UN lautet: „Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“

Krieg ist der gefährlichste Gegner der Bildung. Deshalb unterstützen wir die Arbeit der Globalen Koalition zum Schutz von Bildung vor Angriffen (GCPEA), der Deutschland 2018 beigetreten ist. Das Abkommen soll dazu verpflichten, den Zugang zu Bildung auch in Zeiten bewaffneter Konflikte zu schützen. Gleichzeitig müssen wir die Ursachen und globalen Zusammenhänge von Konflikten verstehen, um sie irgendwann gänzlich ohne Gewalt lösen zu können.

„Stellvertretend für die vielen tausend zerstörten Bildungseinrichtungen weltweit möchte ich am Tag der Menschenrechte die zerstörten Schulen und Universitäten in den palästinensischen Gebieten, in der Ukraine, in der Demokratischen Republik Kongo, im Sudan und in Myanmar nennen. In diesen Ländern wird der jungen Generation ihr Menschenrecht auf Bildung buchstäblich zerschossen und zerbombt. Wir müssen das Recht auf Bildung schützen, damit Bildung uns zukünftig vor den Fehlern der Vergangenheit bewahrt. In Zeiten, in denen sich immer mehr Staaten aus der internationalen Verantwortung und Entwicklungszusammenarbeit zurückziehen und dabei ihre Eigeninteressen in den Vordergrund rücken, müssen wir vermitteln, dass Solidarität unser Eigennutz ist und nicht Ausgrenzung und Ignoranz“, so Dr. Kambiz Ghawami abschließend.

Der World University Service setzt sich seit über 100 Jahren für das Menschenrecht auf Bildung ein. Er beruft sich dabei auf Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie auf das vierte Nachhaltigkeitsziel „Hochwertige Bildung“ der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.

Für Interviewanfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Bastian Ivens unter infostelle@wusgermany.de, Tel. 0611 9446170.

Religion & Kultur: (un)geschriebene Gesetze

Religion & Kultur: (un)geschriebene Gesetze

**Kinderbetreuung wird angeboten

Ziel des Seminars ist es, zu erörtern, wie Kultur und Religion zusammenhängen und wie diese Begriffe genutzt werden können, um soziale Identitäten zu beschreiben – ohne sie zu verurteilen. Wir fragen, wie kulturelle und soziale Prägungen unsere Wahrnehmung, unser Denken und Handeln beeinflussen und welche Rolle Religion und Kultur im gesellschaftlichen Zusammenleben sowie in politischen Systemen weltweit spielen. Anhand globaler Beispiele diskutieren wir, wie kulturelle Zuschreibungen zu Stigmatisierung führen können und welche Maßnahmen notwendig sind, um Gewalt gegen Mädchen und Frauen, etwa in Form von Kinder- und Zwangsheirat zu bekämpfen.