Sanktionen und ihre Auswirkungen auf die Zivilgesellschaft

Sanktionen und ihre Auswirkungen auf die Zivilgesellschaft

**mit Kinderbetreuung

Internationale Sanktionen sind ein zentrales außenpolitisches Instrument – sie sollen Völkerrechtsverstöße, Menschenrechtsverletzungen
oder die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen verhindern. Doch sie haben auch unbeabsichtigte Folgen: Wie wirken sich Sanktionen gegen Länder wie Iran, Kuba oder Russland auf deren Bevölkerung, Wissenschaft und Kultur aus? Im Seminar beleuchten wir, wann Sanktionen als politische Druckmittel legitim sind – und wann sie selbst zur Belastung für Zivilgesellschaften werden. Ebenso diskutieren wir die Rolle von Nichtregierungsorganisationen: Wie handeln Greenpeace, Amnesty oder andere NGOs zwischen politischem Einfluss, fehlender demokratischer Legitimation und punktuellen Lösungen? Neben außenpolitischem Druck betrachten wir auch staatliche Repressionen nach innen – etwa im Fall der Rohingya in Myanmar oder der Uiguren in China. Ziel ist es, die Ambivalenz politischer Sanktionen, ihre Wirkmechanismen und ihre ethischen Grenzen kritisch zu hinterfragen.

Green Beauty? Unmasking the Dark Side of the Cosmetic Industry

Green Beauty? Unmasking the Dark Side of the Cosmetic Industry

*event will be held in English

According to Euromonitor, sales of premium beauty products were expected to reach 151 billion US dollars in 2023, compared to 100 billion in 2021. The beauty industry is booming like never before. While awareness of the precarious production conditions in the textile sector seems to be steadily increasing, there are hardly any reports on the working conditions and production processes in the cosmetics and beauty sector. Yet cosmetic products are constant companions in our daily lives, often packaged in plastics. However, plastic frequently ends up in the wrong bin, which means it is not recycled and can take up to 500 years to decompose. It finds its way into forests, rivers, agricultural land, and even into food as microplastics – and ultimately into the human body. According to Zero Waste Europe, 120 billion packaging units are produced annually for the global cosmetics industry.
In this seminar, we want to explore the opportunities that Fairtrade-certified raw materials in cosmetics and personal care products can offer – for example, helping producers to increase their Fairtrade sales and access new markets. Many of the Fairtrade raw materials already available could also be used in beauty products, such as shea butter, honey, or sugar. Working conditions, particularly regarding health protection, are significantly better on Fairtrade-certified plantations than on non-certified ones.
 

Religion & Kultur: (un)geschriebene Gesetze

Religion & Kultur: (un)geschriebene Gesetze

**mit Kinderbetreuung

Ziel des Seminars ist es, zu erörtern, wie Kultur und Religion zusammenhängen und wie diese Begriffe genutzt werden können, um soziale Identitäten zu beschreiben – ohne sie zu verurteilen. Wir fragen, wie kulturelle und soziale Prägungen unsere Wahrnehmung, unser Denken und Handeln beeinflussen und welche Rolle Religion und Kultur im gesellschaftlichen Zusammenleben sowie in politischen Systemen weltweit spielen. Anhand globaler Beispiele diskutieren wir, wie kulturelle Zuschreibungen zu Stigmatisierung führen können und welche Maßnahmen notwendig sind, um Gewalt gegen Mädchen und Frauen, etwa in Form von Kinder- und Zwangsheirat zu bekämpfen.

Schutz der Ökosysteme und Sandbanken - wer trägt die Verantwortung?

Schutz der Ökosysteme und Sandbanken - wer trägt die Verantwortung?

Im Jahr 2010 wurden im japanischen Nagoya die so genannten Aichi-Ziele zum weltweiten Schutz der Artenvielfalt formuliert. Diese Kernziele zum Schutz der Biodiversität sollten bis 2020 erreicht werden. Dazu zählen u.a. Ressourcenverbrauch beschränken; Regenwaldrodungen stoppen, Flächenfraß eindämmen; Überfischung vermeiden, marine Ökosysteme schützen; Korallenriffe schützen; mehr wirksame Schutzgebiete an Land und im Meer; Artensterben stoppen, Biodiversität erhalten; Wüstenbildung bekämpfen und die Bedürfnisse indigener Gruppen schützen. Mindestens ein Viertel der gesamten Landfläche der Erde ist durch Nutzungs- oder Eigentumsrechte Land indigener Menschen. Doch der Raub dieser Landflächen, das sog. Landgrabbing, ist zu einer immensen globalen Land- und Menschenrechtsproblematik geworden. Dabei spielen in der EU ansässige Akteurinnen und Akteure bei Landgrabbing und den damit verbundenen Menschenrechtsverstößen außerhalb Europas eine wichtige Rolle. Am Fallbeispiel der Palmölproduktion (Palmen-Monokulturen) in Malaysia, Nigeria oder Honduras können in diesem Akademie die Zusammenhänge und Folgen von Landraub, Menschenrechtsverletzungen und die Abholzung von Regenwäldern beleuchtet werden. Denn anstelle einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt wächst eintönig Palme neben Palme. Die Folgen von Rodungen sind auch auf lange Sicht fatal. Auf abgeholzten und landwirtschaftlich übernutzten Flächen kommt es häufig zu Bodendegradation. Hierbei verliert der Boden seine Nährstoffe, die Vegetationsschicht geht verloren und das vorher fruchtbare Land wird entweder durch starke Regenfälle und Wind abgetragen oder versalzt und wird zur Steppe und Wüste bei einem Mangel an Regen. 

Ferner beleuchten wir auch das Konfliktpotenzial der unkontrollierten Nutzung des Rohstoffes Sand. In Vietnam wird Sand bereits knapp. Flusseinzugsgebiete werden genutzt, um Sand aus den Flüssen zu fördern, es bilden sich keine Flussdelten mehr. Außerdem wird der Sand von Stränden gewonnen, ganze Inseln werden dafür abgebaggert. Inzwischen verbieten Staaten wie Malaysia, Vietnam und Kambodscha den Sandexport, was zu illegalem Handeln führt. Sand findet sich in Beton ebenso wie in Handys, Kosmetik und Chips. In vielen Teilen der Welt ist ein regelrechter Krieg um Sand entbrannt

Dabei steht die Frage im Fokus der Akademie: Wie sehr müssen nationale und internationale Prozesse zum Schutz der Ökosysteme miteinander verschränkt und kohärent gestaltet sein? Am Beispiel der internationalen Meerespolitik könnten die Akteure und die Bedeutung der internationalen Konferenzen der Kleinen Inselentwicklungsländer (SIDS4) der Vereinten Nationen beleuchtet sowie auf die Gutachten des Internationalen Seegrichtshofs zu den Verpflichtungen in Zeiten der Klimakrise und zur kritischen Situation der Big Ocean States eingegangen werden. Und weiter: Welche Regeln zum Tiefseebergbau bei der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) im Kontext weltweit wachsender Offshore-Aktivitäten gibt es? Was sind die Folgen solcher Offshore-Aktivitäten?

Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik

[Wiesbaden, 17.04.2025] Globales Lernen, faire Beschaffung und Partnerschaften in aller Welt: Die Deutschen Länder stellen vom 24. bis 27. April 2025 ihr entwicklungspolitisches Engagement auf der Messe FAIR Handeln in Stuttgart vor.  

Die Deutschen Länder  sind mit ihrem entwicklungspolitischen Engagement zu Gast am Stand 1C60 des Staatsministeriums Baden-Württemberg in Halle 1. Der Messeauftritt der Deutschen Länder gibt Einblicke in die vielfältige entwicklungspolitische Arbeit der Deutschen Länder. Die Länder werden seitens des World University Service – Deutsches Komitee e. V. (WUS) unterstützt, der u. a. das Portal www.ez-der-laender.de verantwortet.

Die Messe FAIR HANDELN wird von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) und der Landesmesse Stuttgart veranstaltet. Sie präsentiert umfangreiche  Angebote, Organisationen und Produkte des Fairen Handels, der Entwicklungszusammenarbeit, des nachhaltigen Tourismus sowie des nachhaltigen Finanzwesens und der verantwortlichen Unternehmensführung (CSR). Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm bietet Fachveranstaltungen und wichtige Informationen für die gesamte Familie. 

So findet während der Messe am 26. April 2025 auch die Entwicklungspolitische Landeskonferenz Baden-Württembergs „Weltbürger: gefragt!“ im Kongress-West des Messegeländes statt. Die Landeskonferenz berät jährlich über die Umsetzung der entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes. 

Weitere Informationen finden Sie auf dem Portal Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik: www.ez-der-laender.de. 

Rückfragen an: World University Service e. V., Portal Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik, Ansprechpartner: Bastian Ivens, Tel. 0611 944 6170, E-Mail: portal[at]wusgermany.de

Vernetzung, Austausch, Zukunft: Der erste Fachtag der Lehrkräftebildung für nachhaltige Entwicklung am 02.04.2025

Wiesbaden, 15.04.25. Am 02.04.25 hat das Grenzenlos-Team, vertreten von Helen Danso und Solveig Velten, an der Universität Koblenz auf dem ersten Fachtag der Lehrkräfte für nachhaltige Entwicklung (LBNE) das Projekt Grenzenlos sowie das Portal Globales Lernen vorgestellt. Eingeladen wurden sie von der Landeskoordinatorin für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Rheinland Pfalz Frau Anna Bauer. Der Schwerpunkt des Fachtages lag vor allem auf der Vernetzung und dem Austausch der unterschiedlichen anwesenden Akteure aus diversen Institutionen der Lehrkräftebildung. Es gab vor Ort ein Angebot an zahlreichen Begegnungsmöglichkeiten wie dem Markt der Möglichkeiten, auf dem die Besucherinnen und Besucher informiert wurden und ins Gespräch kommen konnten. 

Im Rahmen des Marktes der Möglichkeiten konnte auch das Grenzenlos-Team an einem Stand über  Grenzenlos und das Portal Globales Lernen informieren. Unterstützt wurde das Team dabei von der langjährigen Grenzenlos-Aktiven Amy Ndiaye, die von ihren persönlichen Erfahrungen als außerschulische Lehrpartnerin in berufsbildenden Schulen berichtete. Ein weiteres Highlight des Tages stellten die Vorträge der eingeladenen Referentinnen  und Referenten dar. Hauptrednerin war die renommierte Bildungswissenschaftlerin Prof. Dr. Mandy Singer-Brodowski von der Universität Regensburg. Inhaltlich befasst sie sich mit Transformativem Lernen, der Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltigen Transformationsprozessen im Wissenschaftssystem. Dr. Marion Plien, Leiterin der Fachgruppe Didaktik der Geographie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, bezog sich in ihrem Vortrag auf die transformative Nachhaltigkeitsbildung durch Spiel- und Dokumentarfilme. Jan Wischmann (Studienseminar Weingarten) sprach in seinem Vortrag über den Whole-Institution-Approach als integraler Bestandteil des Vorbereitungsdienstes für angehende Lehrkräfte. Als Leiter des Studienseminares Weingarten stellt er eine wichtige Schlüsselfigur für die Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte in Baden-Württemberg dar und setzt sich für die Verankerung und Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) ein. Er stellt im Rahmen seines Vortrages auch das Grenzenlos-Projekt exemplarisch vor. Das Studienseminar Weingarten ist das erste zertifizierte „Grenzenlos-Studienseminar“.

Der erste Fachtag der Lehrkräfte für nachhaltige Entwicklung war als Tag der Begegnung und Vernetzung ein voller Erfolg. 

Das WUS Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird von den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland gemeinsam mit ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

 

 

Deutsche KlimaStiftung

Deutsche KlimaStiftung

Arnold-Böcklin-Straße 14
28209 Bremen
Bremen
Deutschland

Telefon
+49 421 276568-00
E-Mail
info[at]deutsche-klimastiftung.de
Beschreibung der Organisation

Die Deutsche KlimaStiftung setzt sich seit 2009 für Klimabildung und Dialog im In- und Ausland ein. Wir stellen Handlungsoptionen für eine nachhaltige Entwicklung insbesondere für den Klimaschutz anschaulich dar und animieren Menschen jeden Alters zu einer zukunftsfähigen Lebensweise. Um diese Ziele zu erreichen, initiieren wir Bildungsprogramme, organisieren Veranstaltungen und setzen unsere eigene Wanderausstellung KLIMAFLUCHT sowie weitere Bildungsmaterialien ein. Zudem arbeiten wir an gesellschaftspolitischen Themen der nationalen und internationalen Klimadebatte mit.

Organisationstyp

Entwicklungspolitische Länderperspektivkonferenz in Hessen - Entwicklung und Zusammenarbeit

[Wiesbaden, 02.04.2025]* - Am 12. März 2018 wurden von der Landesregierung die „Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit der Hessischen Landesregierung“ beschlossen. In ihnen sind die siebzehn Sustainable Development Goals (SDG´s), die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen niedergelegt, so wie beispielsweise der Wille für die Verbesserung menschlicher Lebensverhältnisse, die kooperative Lösung globaler Herausforderungen sowie die internationale Verpflichtung zur Solidarität.

Hessen versteht Entwicklungszusammenarbeit (EZ) als Partnerschaft auf Augenhöhe und stellt sich seiner Verantwortung, die Welt im Interesse heutiger und künftiger Generationen zukunftsfähiger und gerechter gestalten zu wollen. Hierzu gehört insbesondere die nachhaltige Verbesserung menschlicher Lebensverhältnisse und kooperative Lösungen globaler Herausforderungen, damit die weltweiten sozioökonomischen Ungleichheiten ausgeglichen werden können.

Aus diesen Gründen engagiert sich Hessen seit vielen Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit mit Unterstützung eines langjährigen und breiten bürgerschaftlichen Engagements mit einer Vielzahl von Handelnden. Sie und entwicklungsspezifische Organisationen wie z.B. Nichtregierungsorganisationen (NGO´s), die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen e.V. (EPN Hessen) oder der World University Service e.V. (WUS) sind weitere wichtige Akteure, um die Arbeit der Landesregierung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit weiter voranzubringen.

Um alle gesellschaftlichen Bereiche, Institutionen, Organisationen und Personen für die Entwicklungszusammenarbeit weiter zu vernetzen, hat sich am 05. Dezember 2019 der Beirat Entwicklungszusammenarbeit der Hessischen Landesregierung konstituiert. Mit seiner Hilfe wird die Entwicklungszusammenarbeit Hessens auch in Zukunft nachhaltige Erfolge für eine bessere und fairere Welt erzielen.

Das Hessische Wirtschaftsministerium hat der HA Hessen Agentur GmbH die operative Durchführung von Fördermaßnahmen zur EntwicklungsZusammenarbeit (Förderung der nachhaltigen Entwicklung im Rahmen der SDGs) übertragen. 

Länderperspektivkonferenz

Unter dem Titel „Kommunikation und Wandel der Entwicklungszusammenarbeit“ fand am 27. und 28 März 2025 die Länderperspektivkonferenz im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum statt. Expertinnen und Experten aus Bund, Ländern, Wissenschaft und internationalen Organisationen diskutieren dabei zentrale Herausforderungen und Strategien für eine zeitgemäße und wirksame Entwicklungszusammenarbeit.

Gerade in Zeiten, in denen internationale Kooperationen und Entwicklungspolitik in Frage gestellt werden, ist eine starke europäische und deutsche Stimme für internationale Solidarität und Nachhaltigkeit notwendig. Hessen setzt ein Zeichen für eine global-nachhaltige Entwicklung und eine Umsetzung der SDGs. Auch der neu konstituierte entwicklungspolitische Beirat der Hessischen Landesregierung unterstreicht dieses Engagement.

Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz lag auf der Kommunikation von Entwicklungszusammenarbeit. Gerade in Zeiten zunehmender Desinformation und populistischer Vereinfachungen ist es wichtig, transparent und überzeugend über die Ziele und Erfolge der Entwicklungszusammenarbeit zu informieren. Nur so gewinnen wir die breite Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger für eine Politik der globalen Verantwortung und Solidarität zurück. Mit Beiträgen renommierter Institutionen wie dem German Institute of Development and Sustainability (IDOS), DEval - German Institute for Development Evaluation und dem OECD – OECD Development Communication Network (DevCom) bietet Hessen eine Plattform für den Austausch über konkrete Handlungsansätze und innovative Strategien.

*Originaltext erschienen unter Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum unter dem Link https://wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/entwicklung-zusammenarbeit 

Herausragendes Engagement im Bereich Globales Lernen Willi Graf Schule BBZ St. Ingbert ist „Grenzenlos Schule“

Die Willi-Graf-Schule BBZ St. Ingbert wird von World University Service (WUS) als 70. „Grenzenlos-Schule“ zertifiziert. Die Berufsschule setzt sich für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen im Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ ein. 

Wiesbaden/St. Ingbert, 01.04.2025. 

„Das Projekt ‚Grenzenlos in der beruflichen Schule‘ gibt die einzigartige Gelegenheit im grenzübergreifenden Austausch neue Erfahrungen, neue Eindrücke, andere Lebenswirklichkeiten und Perspektiven kennenzulernen. Die Willi-Graf-Schule beweist mit dieser Auszeichnung, dass sie sich für Vielfalt, Demokratie und ein gleichberechtigtes Miteinander einsetzt. Bereits seit vielen Jahren ist sie als Fairtrade-Schule zertifiziert, seit 2024 auch als ‚Schule der Nachhaltigkeit‘ - sichtbare Ergebnisse des außerordentlichen Engagements im Bereich Nachhaltige Entwicklung. Dafür danke ich der gesamten Schulgemeinschaft und der Initiative des World University Service (WUS)“, so Staatssekretärin für Bildung und Kultur Jessica Heide, in ihrem Grußwort bei der feierlichen Zertifikatsübergabe an der Willi-Graf-Schule BBZ St. Ingbert. Ausgezeichnet wurde das besondere Engagement für Globales Lernen im Unterricht und das damit einhergehende Bewusstsein für globale Zusammenhänge und die Verantwortung für eine gerechte und nachhaltige Zukunft, am 31. März 2025. 

Herr Esra Limbacher, Mitglied des Deutschen Bundestages, gratulierte der Schule ebenfalls mit den Worten: „Ihre Schule leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Schülerinnen und Schüler nicht mit Furcht und Abschottung auf die Welt blicken, sondern mit Offenheit und einer Bereitschaft zum Zusammenarbeiten.“

„Die Willi-Graf-Schule wird mit der Zertifizierung als dritte Schule im Saarland Mitglied des bundesweiten Grenzenlos-Netzwerk, das sich für Nachhaltigkeit und Globales Lernen einsetzt und sich somit für die Ziele der Agenda 2030 einsetzt“, waren die Worte des Landrats des Saarpfalz-Kreises Dr. Theophil Gallo zur Zertifizierung der Willi-Graf-Schule BBZ St. Ingbert, welche ebenfalls in einer Urkunde zur Anerkennung der Auszeichnung festgehalten wurden. 

Pascal Conigliaro, Mitglied des Landtages im Saarland gratulierte mit den Worten: „Gerade heute im Jahr 2025, wo andernorts die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit drastisch zurückgefahren werden, ist die Förderung von interkulturellem Lernen und einer weltoffenen und zukunftsorientierten Berufsbildung besonders wichtig und ich freue mich, dass im Saarland bereits die dritte Schule diese Auszeichnung erhält.“

Ebenfalls als Mitglied des Landtages im Saarland richtete sich Jutta Schmitt-Lang an die Willi-Graf-Schule BBZ St. Ingbert: „Die Willi-Graf-Schule BBZ St. Ingbert hat mit der Auszeichnung als 'Grenzenlos-Schule' ein starkes Zeichen für internationale Zusammenarbeit und nachhaltige Bildung gesetzt. Diese Zertifizierung ist eine Bestätigung für das Engagement der Schule, junge Menschen auf eine globale Zukunft vorzubereiten und sie für die Herausforderungen der Welt von morgen zu rüsten.“

Schulleiterin Nicole Luckas nahm die Auszeichnung des WUS, eine Urkunde und eine Schulplakette, durch Dr. Kambiz Ghawami  (WUS) entgegen. „Die Agenda 2030 begleitet unsere Schulgemeinschaft durch das gesamte Schuljahr, mit vielfältigen Projekten, festen Programmpunkten und natürlich auch im Unterricht. Ein wichtiger Bestandteil unserer BNE-Aktivitäten ist das „Grenzenlos“-Projekt. Der direkte Austausch mit internationalen Studierenden ist eine große Bereicherung. Die Lehrkooperationen ermöglichen unseren Schülerinnen und Schülern, neue Perspektiven einzunehmen und globale Zusammenhänge besser zu verstehen. Was hier für das Verständnis anderer Kulturen geleistet wird, schafft kein Lehrbuch.“ so Luckas in ihrer Rede. Die Schulleiterin und Lehrkräfte hatten eine Selbstverpflichtung unterzeichnet, laut der sich die berufsbildende Schule für die Themen der Agenda 2030 in allen Bereichen der Schule einsetzt.

Dass die Willi-Graf-Schule BBZ St. Ingbert mit der Zertifizierung die bundesweit 70. Grenzenlos-Schule und dritte im Saarland wird, würdigt auch das herausragende Engagement im Bereich Globales Lernen durch die engagierten Lehrkräfte Frau Krieger, Frau Klein, Frau Kühn und Herr Krüger die bereits sechs Lehrkooperationen mit Studierenden aus Burundi, dem Senegal, Kolumbien und Guinea durchgeführt hatten.

Am Tag der Auszeichnung waren seitens der Studierenden Ferebory Camara Student der Universität des Saarlandes aus Guinea und Maria Grethel Martinez Sierra Studentin an der Hochschule Fulda aus Kolumbien in Lehrkooperationen vertreten. In der Klasse der Fachoberschule Wirtschaft sprach Herr Ferebory Camara mit den Schülerinnen und Schülern über nachhaltige Lieferketten am Beispiel Bauxitminen und Frau Maria Grethel Martinez Sierra mit der Klasse der Fachoberschule Gesundheit und Soziales über Migration. Mit der Auszeichnung zur „Grenzenlos-Schule“ wird die Willi-Graf-Schule BBZ St. Ingbert Teil des bundesweiten Grenzenlos-Netzwerks, das sich für Nachhaltigkeit und Globales Lernen einsetzt und den Empfehlungen des „Orientierungsrahmens für den  Lernbereich Globale Entwicklung“ folgt. Dies ist eine Gemeinschaftspublikation der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Durchgeführt wird das Projekt vom World University Service (WUS), einer internationalen und unabhängigen Organisation von Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden im Bildungssektor. Das Projekt „Grenzenlos—Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird vom Land Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.