Vielfältige Perspektiven für nachhaltige Bildung in „the Länd“: Kooperationstag Baden-Württemberg für internationale Studierende und Lehrkräfte

Wiesbaden/Stuttgart, 19.03.2026: Wie Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) möglichst praxisnah und mit Berücksichtigung vielfältiger, internationaler Perspektiven aus Ländern des Globalen Südens in den Unterricht gebracht werden kann, stellte die Kernfrage des Kooperationstags Baden-Württembergs dar. Dieser fand in Stuttgart mit 21 internationalen Studierenden aus 11 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas und 10 Lehrkräften beruflicher Schulen Baden-Württembergs statt.

Durch die interaktive Übung „Vernetztes Denken“, gelang es den Teilnehmenden sich thematisch dem inhaltlichen Rahmen, nämlich der Agenda 2030 mit den Sustainable Development Goals (SDGs), anzunähern und Verbindungen, Synergien aber auch Widersprüchlichkeiten innerhalb der 17 Nachhaltigkeitsziele sichtbar zu machen und zu diskutieren. 

Eine inhaltliche Einbettung der Veranstaltung in die Empfehlungen des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gelang durch einen kurzweiligen Impuls von Ingo Noack vom baden-württembergischen Ministerium für Kultus, Jugend und Sport. Noack betonte nicht nur die Notwendigkeit BNE und Globales Lernen in den Lehrplänen zu verankern, sondern gab auch Einblicke in Best-Practice-Beispiele baden-württembergischen Schulen sowie Unterstützungsmöglichkeiten durch das Ministerium. 

So bietet das Projekt „Grenzenlos“ beruflichen Schulen die Möglichkeit BNE im Sinne des Whole-School-Approach praxisnah und kostenfrei durch Lehrkooperationen mit internationalen Studierenden im Unterricht umzusetzen. Am Kooperationstag konnten Lehrkooperationen geplant und konkret vereinbart werden, indem beim Programmpunkt „Themenkosmos“ die Studierenden ihre Themen zunächst präsentierten und anschließend bei „Make a Match“ mit den anwesenden Lehrkräften ihre Unterrichtskonzepte diskutierten. Diese einzigartige Möglichkeit der grenzenlosen Vernetzung, des Austauschs von Fachwissen und der internationalen Begegnung wurde von allen Teilnehmenden sehr geschätzt und stellt ein unverwechselbares Alleinstellungsmerkmal des Projekts „Grenzenlos“ dar.

Das Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird vom Land Baden-Württemberg, den Ländern Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. 

Auf Jobjagd! Berufseinstieg in Deutschland für internationale Studierende

Auf Jobjagd! Berufseinstieg in Deutschland für internationale Studierende 

*Eine Kooperationsveranstaltung von STUBE Hessen und dem International Office der Philipps-Universität Marburg 

Wie bewerbe ich mich? Wie und wo suche ich nach passenden Stellen? Wie lange habe ich Zeit, um eine geeignete Stelle zu finden? Wie kann ich mich währenddessen finanzieren? Diese und andere Fragen werden in diesem Seminar von professionellen Beratenden vermittelt. Die Veranstaltung gibt grundlegende Informationen, die für den Berufseinstieg in Deutschland relevant sind. Internationale Alumni und ehemalige STUBE-Teilnehmende, die den Berufseinstieg gemeistert haben, stellen ihren Werdegang vor und geben Ratschläge. Die Referent*innen informieren über den Bewerbungsprozess, aufenthaltsrechtliche Regelungen und erläutern, wie eine ideale Bewerbungsmappe aufgebaut ist.

MAKE WOMEN GREAT AGAIN - EDUCATION FIRST

WUS fordert zum Internationalen Frauentag: Bildung ist Schlüssel für Geschlechtergerechtigkeit

[Wiesbaden, 6. März 2026]  Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2026 macht der World University Service (WUS) auf die wachsenden globalen Ungleichheiten aufmerksam.

Weltweit verschärfen sich soziale, wirtschaftliche und politische Ungleichheiten. Kriege und gewaltsame Konflikte, zunehmende Armut, Einschränkungen von Frauenrechten sowie Kürzungen in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit treffen Frauen und Mädchen besonders hart. In vielen Regionen werden Fortschritte bei der Gleichstellung zurückgedrängt, geschlechterbasierte Gewalt nimmt zu, und der Zugang zur kostenfreier Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe bleibt ungleich verteilt.


„Ungleichheit ist kein Randphänomen, sondern eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit“, erklärt Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des World University Service (WUS). „Wer Geschlechtergerechtigkeit stärkt, bekämpft strukturelle Ungleichheit. Kostenfreie Bildung eröffnet Chancen, stärkt Selbstbestimmung und fördert demokratische Teilhabe.“


Globale Krisen wie Kriege, Flucht und Klimafolgen verschärfen bestehende Ungleichheiten. Besonders deutlich wird dies in Regionen, in denen Mädchen und Frauen weiterhin vom Zugang zur kostenfreier Bildung, Arbeit und politischer Mitgestaltung ausgeschlossen werden. Gleichzeitig geraten Gleichstellungsprogramme weltweit unter politischen Druck.


Mit seiner Kampagne 2026 rückt der WUS die Verbindung von SDG 4 (hochwertige Bildung), SDG 5 (Geschlechtergleichheit), SDG 10 (weniger Ungleichheiten) und SDG 17 (Partnerschaften) in den Mittelpunkt. Ziel ist es, globale Zusammenhänge von Ungleichheit sichtbar zu machen und Bildungsinstitutionen, Kommunen, Hochschulen und zivilgesellschaftliche Organisationen für eine gerechtere Welt zu sensibilisieren.


„Internationale Solidarität ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit und eine zivilisatorische Errungenschaft“, so Dr. Ghawami. „Weniger Ungleichheiten bedeuten mehr Stabilität, mehr Frieden und mehr Zukunftsperspektiven – für Frauen und Mädchen weltweit und damit für ganze Gesellschaften.“


Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter infostelle3@wusgermany.de zur Verfügung.

 

 

Am besten zu den Besten: Andreas-Schneider-Schule Heilbronn erhält Auszeichnung als „Grenzenlos-Schule“

Die Andreas-Schneider-Schule Heilbronn wurde vom WUS-Projekt „Grenzenlos“ ausgezeichnet, da sie Globales Lernen im Unterricht praktizieren und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als berufsbildende Schule stärken.


Wiesbaden/Heilbronn, 12.02.2026. „Ich gratuliere der Andreas-Schneider-Schule herzlich zur Auszeichnung als „Grenzenlos-Schule“. So sieht zukunftsgerichtete berufliche Bildung aus: Studierende aus aller Welt bringen globale Perspektiven direkt ins Klassenzimmer und eröffnen somit einen vielschichtigen Blick auf die Welt. Früh das Verständnis dafür zu entwickeln, dass es eben nicht nur den einen Blick oder die eine Lösung gibt, ist die beste denkbare Vorbereitung“, so Theresa Schopper, baden-württembergische Ministerin für Kultus, Jugend und Sport anlässlich der Zertifizierung der Andreas-Schneider-Schule. 

Auch Gudula Achterberg (MdL Die GRÜNE, Wahlkreis Heilbronn), gratulierte zur Zertifizierung und betonte in ihrem Grußwort, dass das Engagement für die Nachhaltigkeitsziele nicht mit dem Tag der Zertifizierung endet: „Sehen Sie diese wertvolle Erfahrung als Beginn einer Reise an, auf die Sie sich begeben. Behalten Sie diese Erfahrungen immer in guter Erinnerung: Grenzen auflösen, Sprachbarrieren überwinden, sich dafür interessieren, wie die Menschen in anderen Weltregionen leben und dies in einen nachhaltigen Zusammenhang bringen: Das kann Ihnen als gute Vorbereitung dienen für die Herausforderungen, denen Sie sich morgen stellen werden.“ 

Landrat Norbert Heuser gratulierte ebenfalls in seinem Videogrußwort: „Die Zertifizierung der Andreas-Schneider-Schule erfüllt uns als Schulträger mit großem Stolz. Denn damit setzen Sie sich aktiv für die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen im Rahmen der beruflichen Bildung ein. Als 15. Schule in Baden-Württemberg und bisher einzige im Landkreis Heilbronn trägt die Andreas-Schneider-Schule nun das  Grenzenlos-Label. Damit sind Sie ein wichtiges Aushängeschild für unseren Kreis. Herzlichen Dank für Ihr Engagement.“ Auch Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel, der ehemals selbst an der Andreas-Schneider-Schule als Lehrer tätig war, gratulierte und betonte vor allem hinsichtlich nationaler Abschottungstendenzen die hohe Bedeutung dieser Auszeichnung: „Zugegeben, wir erleben gerade in vielen Ländern eine Tendenz zur Abschottung, der Blick reicht häufig gerade bis zum eigenen Gartenzaun. Es wird schnell geschimpft, vereinfacht und abgegrenzt. Aber ich glaube, das können wir besser. Und genau hier setzt die Andreas-Schneider-Schule ein starkes Zeichen: Grenzenlos-Schule, das ist mehr als ein Titel. Es ist der klare Wille junge Menschen fit zu machen für eine Welt die komplex ist und in der es auf differenziertes Denken, Verantwortungsbewusstsein und vor allem auf Teamgeist ankommt.“


Die Zertifizierung nahm Schulleiter Dieter Arweiler in Form einer Urkunde und einer Plakette durch Dr. Kambiz Ghawami (WUS) entgegen: „Heilbronn ist nicht nur Lidl, sondern durch seine strategische Lage am Neckar von einem mittelalterlichen Handelszentrum zu einem Kraftzentrum der Industrialisierung geworden und wird in Kürze mit dem Innovation Park Artificial Intelligence der führende KI Standort Deutschlands sein. All dies bedeutet, dass auch die Andreas-Schneider-Schule sich den Herausforderung stellt und die Schülerinnen und Schüler mit Grenzenlos über den Tellerrand blicken lässt. Ob Handelszentrum oder KI Standort, Globales Lernen ist die Grundlage des internationalen Erfolgs.“ Auch Schulleiter Dieter Arweiler, der die Zertifizierungsveranstaltung feierlich eröffnete, betonte den Mehrwert des Grenzenlos-Projekts: „Durch das Kennenlernen und das Auseinandersetzen mit diesen fremden, nicht vertrauten Lebenswelten, entstehen interkulturelle Kompetenzen und die Fähigkeit, einander mit Aufgeschlossenheit, Respekt und Toleranz zu begegnen bei gleichzeitiger Bewusstmachung globaler ökonomischer, ökologischer und sozialer Herausforderungen“. 


Seit 2021 nimmt die Andreas-Schneider-Schule aktiv am Projekt Grenzenlos-Globales Lernen teil. So hatten Lehrkräfte Lehrkräftefortbildungen von Grenzenlos besucht und bereits 12 Lehrkooperationen mit internationalen Studierenden aus Afrika, Asien und Lateinamerika durchgeführt. Am Morgen vor der Zertifizierung fanden zwei weitere Lehrkooperationen in den Klassen BKFR1A und W1C, begleitet durch die engagierten Grenzenlos-Lehrkräfte Denise Egner und Johannes Lindacker-Moderer statt: Die durchführenden Grenzenlos-Aktiven Credo Kasemiire und Aryan Kumar präsentierten die gemeinsame Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern. Die beiden Studierenden kommen aus Uganda und Indien und studieren an Hochschulen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Am Tag der Zertifizierung arbeiteten sie mit den Klassen BKFR1A und W1C zu ihren spannenden Themen SDG #09: "Simple Green Tech: Bridging the Gap Between Technology and Sustainability" und SDG #09: "Nachhaltige Mobilität". Die beiden Studierenden engagieren sich ehrenamtlich im Projekt, gemeinsam mit über  100 Grenzenlos-Aktiven aus Afrika, Asien und Lateinamerika.


Das Projekt wird vom World University Service (WUS) durchgeführt, einer internationalen und unabhängigen Organisation von Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden im Bildungssektor. Das Projekt wird vom Land Baden-Württemberg, den Ländern Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.  Das „Grenzenlos-Label“ ist Teil der von der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung anerkannten BNE-Label. Sie sollen ein besonderes Engagement der Schulen für die Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Unterricht und in der Schulentwicklung kennzeichnen. Die BNE-Label sind zudem Teil der Nationalen Nachhaltigkeitsberichterstattung der Bundesregierung.
 

 

Bildung braucht verlässliche Rahmenbedingungen: Schulernährung stärken, Bildungszugänge sichern

[Wiesbaden, 23.01.2026] Anlässlich des Internationalen Tags der Bildung am 24. Januar 2026 betont der World University Service (WUS) die Bedeutung ganzheitlicher Ansätze, die Schulbildung, ausreichende Ernährung und soziale Teilhabe verbinden. Internationale Initiativen wie die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützte Partnerschaft für Schulessen und Bildung zeigen, dass gute Lernbedingungen den Bildungszugang nachhaltig stärken.
Weltweit besuchen laut dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) 278 Millionen Kinder keine Schule oder brechen ihre Ausbildung frühzeitig ab. Armut, Hunger, Flucht, politische Instabilität gehören zu den zentralen Ursachen. Mangelnde Ernährung wirkt sich unmittelbar auf Lernfähigkeit und Bildungserfolg aus. Schulmahlzeiten leisten daher einen wichtigen Beitrag, um den Schulbesuch zu fördern, Bildungsabbrüche zu verhindern und soziale Ungleichheiten abzubauen.

Damit Schulmahlzeiten ihre bildungsfördernde Wirkung entfalten können, müssen sie dauerhaft finanziert und fest in Bildungsstrukturen verankert sein. Kurzfristige Projektansätze reichen nicht aus, um nachhaltige Bildungszugänge zu schaffen und das Ziel 4 der Nachhaltigen Entwicklungsziele der UN für eine hochwertige Bildung zu erreichen – insbesondere in Krisen- und Konfliktregionen.

Gleichzeitig bleibt der Zugang zu Bildung für viele Menschen versperrt. Besonders betroffen sind geflüchtete Kinder, Jugendliche und Studierende sowie Menschen in autoritär regierten Staaten, wie z.B. in Afghanistan, Iran, Myanmar, Nordkorea oder im Sudan. Ihnen fehlt häufig nicht nur der Zugang zu Schulen und Hochschulen, sondern auch zu anerkannten Abschlüssen und weiterführenden Bildungsangeboten.

„Bildung kann nur dann ihre gesellschaftliche und transformative Kraft entfalten, wenn sie dauerhaft, inklusiv und krisenfest organisiert ist“, erklärt Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des WUS. „Dazu gehören verlässliche Rahmenbedingungen wie Schulernährungsprogramme ebenso wie der konsequente Schutz des Rechts auf Bildung für Geflüchtete und für Menschen, die aufgrund politischer Repression vom Bildungssystem ausgeschlossen werden.“

Anlässlich des Internationalen Tags der Bildung fordert der World University Service (WUS):
•    die dauerhafte Absicherung von Bildungsprogrammen, die Unterricht, Ernährung und soziale Unterstützung miteinander verbinden,
•    den Ausbau der Globalen Koalition zum Schutz von Bildung vor Angriffen (GCPEA), der Deutschland 2018 beigetreten ist,
•    den weltweiten, diskriminierungsfreien Zugang zu Bildung für Geflüchtete sowie
•    den Schutz von Lernenden und Lehrenden, die Opfer politischer Verfolgung sind.
Weltweit haben sich Organisationen, wie zum Beispiel die Globale Bildungskampagne (GBK) und deren Mitgliedsorganisationen in über 90 Staaten zur Absicherung und Förderung von Bildung zusammengeschlossen, zu denen auch der WUS zählt. Die GBK ruft anlässlich des Internationalen Bildungstags zu einer gemeinsamen Social-Media-Aktion auf, unter #tagderbildung. Unter diesem Hashtag können sich Organisationen und einzelne Akteure für das Recht auf Bildung aller Menschen einsetzen und so ihren Teil zur Förderung des Menschenrechts auf Bildung  beitragen.

Der World University Service (WUS) setzt sich seit über 100 Jahren für das Menschenrecht auf Bildung ein. Er beruft sich dabei auf Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie auf das vierte Nachhaltigkeitsziel „Hochwertige Bildung“ der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.
 

Auf Praktikumssuche in Deutschland und weltweit

Auf Praktikumssuche in Deutschland und weltweit

in Kooperation mit der TH Mittelhessen (THM)

In dieser Veranstaltung werden internationale Studierende auf die Praktikumssuche in Deutschland, Europa und weltweit vorbereitet. Zudem erhalten Sie authentische Erfahrungsberichte anderer internationaler Studierender und Informationen zu Fördermöglichkeiten von Auslandsaufenthalten. Insbesondere wird die BPSA-Förderung von STUBE Hessen vorgestellt – ein Förderprogramm für berufsvorbereitende Studienaufenthalte, Praktika oder Berufsinformationsreisen in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Mikrofinanzierung: Money Makes the World Go Round

Mikrofinanzierung: Money Makes the World Go Round 

Armut ist eins der gravierendsten Probleme weltweit. Genau deswegen setzen wir uns in diesem Seminar zusammen mit Expert:innen damit auseinander, wie diese bekämpft werden kann. Eine zentrale Möglichkeit ist Mikrofinanzierung: Mikrokredite, Sparangebote, Versicherungen und Zahlungssysteme im Minimalformat. Wir setzen uns damit auseinander, wie diese funktionieren, durch wen sie finanziert werden und ob dadurch wirklich ein Weg aus der Armut möglich ist. Dabei wird folgendes diskutiert: Wie realistisch sind die Chancen auf solche Finanzierungen und welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in diesem System? Wo sind die Grenzen und welche Nachteile ergeben sich dadurch?

Ein Jahr voller Begegnungen: Grenzenlos blickt auf ein bewegtes und erfolgreiches Jahr 2025 zurück

Wiesbaden, 18.12.2025. Auch in diesem Jahr zog das WUS-Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ ein ausgesprochen positives Resümee. Lehrkräfte beruflicher Schulen und Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika engagierten sich gemeinsam dafür, die Ziele der Agenda 2030 und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Schulalltag zu bringen. Für ihr unermüdliches Engagement und ihre Begeisterung gilt allen Beteiligten unser besonderer Dank.

Mit der Auszeichnung von drei weiteren Schulen im Jahr 2025 wächst das Netzwerk von Grenzenlos stetig weiter. Als erste Schule im Jahr 2025 erhielt die Willi-Graf-Schule BBZ St. Ingbert die Anerkennung als 70. Grenzenlos-Schule. Es folgten die Paul-Weber-Schule des BBZ Homburg (Saar) sowie das Staatliche Berufliche Schulzentrum für Gesundheitsberufe Erlangen am Universitätsklinikum Erlangen (BSZG Erlangen). Mit der Auszeichnung würdigt Grenzenlos das Engagement der Schulen, Globales Lernen und Nachhaltigkeit fest im Schulalltag zu verankern.

Insgesamt fanden 182 Lehrkooperationen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland statt. Möglich wurde dies durch die engagierte Arbeit der vielen Grenzenlos-Aktiven, die als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren agierten und Schülerinnen und Schülern die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) auf lebendige und praxisnahe Weise näherbrachten. Wir freuen uns, dass unsere Seminare auch 2025 bei den internationalen Studierenden und Lehrkräften großen Anklang fanden. Insgesamt nahmen 126 Studierende und 49 Lehrkräfte an den Veranstaltungen teil. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmenden für ihre wertvollen Beiträge und den bereichernden Austausch. Ihr Engagement macht unsere Seminare erst lebendig und wirkungsvoll. Genau dieser Austausch ist es, der Grenzenlos ausmacht und uns am Herzen liegt.

Ein besonderes Highlight 2025 war die neue Möglichkeit für bereits zertifizierte Grenzenlos-Schulen, sich re-zertifizieren zu lassen. Seit September 2025 würdigte das Programm mit dem Siegel der Re-Zertifizierung Schulen, die sich über Jahre hinweg kontinuierlich für Globales Lernen und Nachhaltigkeit engagierten. Die Re-Zertifizierung wird im Zuge einer Lehrkooperation durchgeführt. Grundlage hierfür bilden eine Selbstverpflichtung und ein Bericht zu den schulischen Maßnahmen, die ihr Engagement im Bereich Globales Lernen und BNE darstellten. Durch die erfolgreichen Kooperationen zwischen Lehrkräften und den Grenzenlos-Aktiven erhielten Schülerinnen und Schüler regelmäßig die Gelegenheit, globale Zusammenhänge zu reflektieren, Perspektiven zu wechseln und ihre eigene Verantwortung in einer vernetzten Welt zu erkennen.

Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung der Nationalen Auszeichnung für Bildung für nachhaltige Entwicklung 2025/2026, die gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Deutschen UNESCO-Kommission verliehen wurde. Grenzenlos gehört damit zu den 27 ausgewählten BNE-Labels, die aufgrund ihrer hohen Qualität als Grundlage für einen neuen Indikator der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie dienen. Dieser Indikator bewertet erstmals, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schulen verankert ist. Maßgeblich dafür ist der Whole-Institution-Approach (WIA), der eine ganzheitliche Implementierung von BNE voraussetzt.

Mit diesen Erfolgen konnte Grenzenlos auch 2025 wichtige Impulse für eine zukunftsorientierte, globale und nachhaltige berufliche Bildung setzen. Lehrkräfte, Grenzenlos-Aktive und Schulen haben erneut gezeigt, dass Bildung nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Perspektiven öffnet und junge Menschen befähigt, Verantwortung für eine nachhaltige Welt zu übernehmen.

Unser Dank gilt besonders den Unterstützerinnen und Unterstützern des Projekts in den Ministerien, Institutionen und in den Verwaltungen der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, ENGAGEMENT GLOBAL sowie dem Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Erfolgreich re-zertifiziert: Grenzenlos würdigt Schulen in Rheinland-Pfalz

Die ersten Schulen in Rheinland-Pfalz erhalten ihre Grenzenlos Re-Zertifizierung und zeigen damit, wie kontinuierliches Engagement für Globales Lernen und Nachhaltigkeit funktionieren kann.

Germersheim/Wörth/Trier/Wiesbaden, 12.12.2025. Seit diesem Jahr können bereits bestehende Grenzenlos-Schulen eine Re-Zertifizierung erhalten. Mit diesem Verfahren würdigt das Programm das anhaltende Engagement von Schulen, die sich über Jahre hinweg konsequent für Globales Lernen und Nachhaltigkeit einsetzen. Dank der weiterhin erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Grenzenlos-Aktiven haben Schülerinnen und Schüler regelmäßig die Möglichkeit, sich intensiv mit Themen des Globalen Lernens auseinanderzusetzen. Dabei lernen sie, Perspektiven zu wechseln, globale Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen, Verantwortung zu übernehmen und ihre eigene Rolle im weltweiten Geschehen bewusst zu reflektieren.

Die Berufsbildende Schule (BBS) Germersheim/Wörth in Rheinland-Pfalz erhielt nach außerordentlichem Engagement feierlich die Re-Zertifizierung für weitere drei Jahre als Grenzenlos-Schule. Einen ganz besonderen Stellenwert stellt das betriebliche Nachhaltigkeitsprojekt über die Übungsfirma Vulto Escuro GmbH dar. Im Rahmen der Lehrkooperationen werden die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase für Fair-Trade-Themen und Nachhaltigkeit sensibilisiert und lernen anschließend, wie virtueller Handel über die Plattform des Deutschen Übungsfirmenrings mit Fair-Trade-Kaffee erfolgt.
Die Schule möchte ihr gewonnen Erfahrungen teilen, denn „die aus den Lehrkooperationen gewonnen Erkenntnisse über unser Konsumverhalten und unseren Ressourcenverbrauch im Allgemeinen und unseren Strom- und Wasserverbrauch, z.B. bei der Produktion von Handys und Bekleidung führen dazu, dass wir Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler (SuS) unser Verhalten überdenken und unsere Angewohnheiten ändern wollen, beispielsweise indem wir bewusster einkaufen und unsere Sachen länger nutzen“. Darüber hinaus setzen die Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler zahlreiche weitere Projekte um: Dazu zählen das Einsammeln von Plastikflaschen, Anti-Rassismus-Kampagnen, der Handel mit fair gehandelten Produkten, Bienenhaltung und Honigproduktion, der Garten „Trialog der Kulturen“ sowie das Wörth BBS Bistro mit regionalen Produkten. Ein zentrales Projekt im Berufsvorbereitungsjahr ist die „Werkstatt am Weißenburger Tor“, in der Materialien wie Holz und Metall nachhaltig verarbeitet und für einen guten Zweck verkauft werden. Die BBS Germersheim engagiert sich zudem aktiv im Naturschutzgroßprojekt Bienwald.
Mit diesen vielfältigen Maßnahmen setzt die BBS Germersheim/Wörth ein deutliches Zeichen und wird als erste re-zertifizierte Grenzenlos-Schule in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Als zweite re-zertifizierte Grenzenlos-Schule wurde die Berufsbildende Schule Wirtschaft Trier ausgezeichnet. An der Schule hat Grenzenlos einen besonderen Stellenwert, da „alle Beteiligten am Schulleben die Lehrkooperationen schätzen. Durch die Zusammenarbeit erhalten wir wertvolle Einblicke in das Leben vor Ort, die Lebensweise und den Lebensstandard. Durch Lehrkooperationen werden uns neue Einblicke ermöglicht, die für alle greifbarer werden […]“. Im Rahmen der Re-Zertifizierung entstanden zahlreiche neue Aktivitäten: Dazu zählen Sammelaktionen von Elektrogeräten, Nachhaltigkeits- und Upcyclingprojekte wie das Befüllen von Vogelfuttertassen aus alten Tassen, die Herstellung von Bienennisthilfen und viele weitere Aktionen.

Weitere Schulen in Rheinland-Pfalz und anderen Bundesländern bereiten derzeit ihre Re-Zertifizierung vor. Darin liegt ein starkes Zeichen für langfristiges Engagement und Verantwortung im Sinne einer nachhaltigen Bildungskultur.

Das Projekt „Grenzenlos-Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird vom Land Rheinland-Pfalz sowie den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Bestanden mit Auszeichnung: Schule in Baden-Württemberg holt sich ihre Grenzenlos Re-Zertifizierung

Die erste Schule in Baden-Württemberg erhält ihre Grenzenlos Re-Zertifizierung und zeigt damit, wie kontinuierliches Engagement für Globales Lernen und Nachhaltigkeit funktionieren kann.

Reutlingen/Wiesbaden, 12.12.2025. Seit diesem Jahr können sich bereits bestehende Grenzenlos-Schulen erneut zertifizieren lassen. Mit der sogenannten Re-Zertifizierung würdigt das Programm das anhaltende Engagement der Schulen, die sich auch über Jahre hinweg für Globales Lernen und Nachhaltigkeit einsetzen. Dank der weiterhin erfolgreichen Kooperationen zwischen Lehrkräften und Grenzenlos-Aktiven erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich regelmäßig mit Themen des Globalen Lernens auseinanderzusetzen. Sie lernen dabei, Perspektiven zu wechseln, globale Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen, Verantwortung zu übernehmen und ihre eigene Rolle im weltweiten Geschehen zu reflektieren.

Als erste baden-württembergische Grenzenlos-Schule, wurde die IB- Beruflichen Schulen Reutlingen re-zertifiziert. Damit würdigt das Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ das nachhaltige und globale Engagement der Schule sowie ihren besonderen Einsatz für interkulturelle Kompetenzen. Die erneute Auszeichnung unterstreicht die erfolgreiche und langjährige Kooperation zwischen der Schule und dem Grenzenlos-Programm. Die Schulleitung betont: „Für das Berufskolleg des IB in Reutlingen ist diese Zusammenarbeit seit Jahren ein großer Gewinn. Die Lernenden profitieren besonders von der direkten Begegnung mit den internationalen Studierenden: Sie erhalten authentische Einblicke in andere Kulturen und Lebensrealitäten, lernen, über den eigenen Tellerrand zu schauen, und beschäftigen sich intensiv mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der UNESCO. Die Workshops fördern nicht nur Fachwissen, sondern auch interkulturelle Kompetenzen, kritisches Denken und Verantwortungsbewusstsein – Kompetenzen, die in einer globalisierten Arbeitswelt zunehmend wichtiger werden. [Die Kooperation mit Grenzenlos] stärkt die Qualität des Unterrichts, erweitert den Horizont der Schülerinnen und Schüler und trägt dazu bei, junge Menschen zu weltoffenen, verantwortungsbewussten Fachkräften zu entwickeln.“

Neben den regelmäßig stattfindenden Lehrkooperationen werden zudem Projektwochen zu Klima und Konsum durchgeführt. Auch der größtmögliche Verzicht auf Plastik, digitale und ausleihbare Bücher und Ausflüge zu Fuß sind fest im Schulalltag verankert und stärken verantwortungsbewusstes Handeln.

Weitere Schulen in Baden-Württemberg bereiten derzeit ihre Re-Zertifizierung vor. Ein starkes Zeichen für langfristiges Engagement und Verantwortung im Sinne einer nachhaltigen Bildungskultur.

Das Projekt „Grenzenlos-Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird von den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.