Außerordentlich engagiert: Weitere Schule in Hessen holt sich ihre Grenzenlos Re-Zertifizierung

Die ersten Schulen in Hessen erhalten ihre Grenzenlos Re-Zertifizierung und zeigen damit, wie kontinuierliches Engagement für Globales Lernen und Nachhaltigkeit funktionieren kann.

Hünfeld/Wiesbaden, 12.12.2025. Seit diesem Jahr können sich bereits bestehende Grenzenlos-Schulen erneut zertifizieren lassen. Mit der sogenannten Re-Zertifizierung würdigt das Programm das anhaltende Engagement der Schulen, die sich auch über Jahre hinweg für Globales Lernen und Nachhaltigkeit einsetzen. Dank der weiterhin erfolgreichen Kooperationen zwischen Lehrkräften und Grenzenlos-Aktiven erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich regelmäßig mit Themen des Globalen Lernens auseinanderzusetzen. Sie lernen dabei, Perspektiven zu wechseln, globale Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen, Verantwortung zu übernehmen und ihre eigene Rolle im weltweiten Geschehen zu reflektieren. 

Die Konrad-Zuse-Schule Hünfeld erhält ihre Re-Zertifizierung als Grenzenlos-Schule. Als Umwelt- und Erasmus + Schule arbeitet sie seit einigen Jahren daran, ihr Engagement und die Schwerpunkte im Bereich Nachhaltigkeit sowohl inhaltlich als auch personell weiterzuentwickeln und stärker zu vernetzten. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit Grenzenlos eine wichtige Rolle. Die Schule verdeutlicht „Grenzenlos-Aktive als Expertinnen und Experten sind sehr wertvoll für die Schule im ländlichen Raum, weil sie interkulturelle Kompetenzen schärft und Vorurteile abbaut. […] Die ausländischen Studierenden haben für viele unserer Lernenden Vorbildcharakter“. Unter anderem verankert die Konrad-Zuse-Schule Hünfeld Nachhaltigkeit sichtbar und dauerhaft im Schulalltag. Damit setzt sie Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sinne des „Whole-School-Approachs“ erfolgreich um und erfüllt die Kriterien der Re-Zertifizierung.

Weitere Schulen in Hessen und anderen Bundesländern bereiten derzeit ihre Re-Zertifizierung vor. Ein starkes Zeichen für langfristiges Engagement und Verantwortung im Sinne einer nachhaltigen Bildungskultur.

Das Projekt „Grenzenlos-Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird vom Land Hessen und den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Erfolgreiche Wiederholungstäter: Drei Schulen in Bayern erhalten ihre Grenzenlos Re-Zertifizierung

Die ersten Schulen in Bayern erhalten ihre Grenzenlos Re-Zertifizierung und zeigen damit, wie kontinuierliches Engagement für Globales Lernen und Nachhaltigkeit funktionieren kann.

München/Regensburg/Wiesbaden, 12.12.2025. Seit diesem Jahr können sich ausgezeichnete Grenzenlos-Schulen re-zertifizieren lassen. Damit würdigt das Programm das anhaltende Engagement der Schulen, die sich auch über Jahre hinweg für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung einsetzen. Dank der weiterhin erfolgreichen Kooperationen zwischen Lehrkräften und Grenzenlos-Aktiven erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich regelmäßig mit Themen des Globalen Lernens auseinanderzusetzen. Sie lernen dabei, Perspektiven zu wechseln, globale Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen, Verantwortung zu übernehmen und ihre eigene Rolle im weltweiten Geschehen zu reflektieren.

Bayern geht mit gutem Beispiel voran:

Die Städtische Berufsschule für Versicherungs- und Personalwesen in München, erhielt nach langer Zusammenarbeit im Rahmen von drei neuen erfolgreichen Lehrkooperationen als erste bayerische Schule die Re-Zertifizierung als Grenzenlos-Schule. Die Schülerinnen und Schüler konnten hierbei aktiv über Fair-Trade und mangelnde Gerechtigkeit in globalen Lieferketten diskutieren. Mit zahlreichen Projekten zwischen Schule und Grenzenlos-Aktiven, sowie ihrem gelebten „Whole-School-Approach“, setzen sie Teilaspekte der Lehrkooperationen bereits in die Tat um: So wurden in der Ausschreibung ihres Schul-Kiosk regionale Produkte und Nachhaltigkeit verlangt und ein dauerhaftes Pfandflaschensammelprojekt an der Schule installiert.

Auch die Städtische Berufsschule für Rechts- und Verwaltungsberufe erlangte ihre Re-Zertifizierung. Die Schule hat deutlich gemacht: Nachhaltigkeit und Globales Lernen ist fest im Schulgeschehen verankert. Neben den regelmäßig stattfindenden Grenzenlos-Lehrkooperationen, zum Beispiel durch gemeinsame Müllsammelaktionen, Spendenprojekte, Quizformate zu den Nachhaltigkeitszielen/SDGs und die regelmäßig stattfindende Ehren-amtsmesse. „Ganz im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung wurden die Schülerinnen und Schüler ermutigt, sich einzubringen – heute und in Zukunft“, verdeutlicht die Schule.

Die FOSBOS Regensburg - Staatliche Fachoberschule und Berufsschule Regensburg erhielt ihre Re-Zertifizierung als Grenzenlos-Schule. Die Schule betont „die Lehrkooperationen und die Zusammenarbeit mit Grenzenlos sind für unsere Schule sehr gewinnbringend und werden von der Schülerschaft mit großem Interesse angenommen. Für Lehrkräfte stellt Grenzenlos eine Bereicherung des Unterrichts dar“. Anhand zahlreicher Aktivitäten zeigt die Schule eindrucksvoll, wie fest Nachhaltigkeit im Schulalltag verankert ist. Neben der Teilnahme an Projekten wie Green Team, Schule ohne Rassismus und Verbraucherbildung setzt die FOSBOS dabei auf eine umfassende BNE im Sinne des „Whole-School-Approach“: papierarmes Arbeiten, ein breites Angebot an vegetarischen und veganen Speisen, schuleigene Honigproduktion, Müllsammelaktionen, Kleidertauschpartys, Büchertauschregale sowie vielfältige Pflanzaktionen gehören zum festen Repertoire.
Mit diesem Engagement, der aktiven Beteiligung zahlreicher Lehrkräfte sowie der hohen Motivation der Schülerinnen und Schüler erfüllt die FOSBOS Regensburg die Kriterien der Re-Zertifizierung in besonderem Maße.

Weitere Schulen in Bayern und anderen Bundesländern bereiten derzeit ihre Re-Zertifizierung vor. Ein starkes Zeichen für langfristiges Engagement und Verantwortung im Sinne einer nachhaltigen Bildungskultur.

Das Projekt „Grenzenlos-Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird von Bayern und den Ländern Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie von ENGA-GEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Solidarität ist unser Eigennutz

[Wiesbaden, 10.12.2025] Anlässlich des Tags der Menschenrechte fordert der World University Service (WUS), das Globale Lernen zu fördern. Die über 300 Kriege und Konflikte weltweit zeigen, dass es wichtiger denn je ist, sich kritisch mit globalen Problemen auseinanderzusetzen und verantwortungsbewusst zu handeln.

Genau vor 78 Jahren, am 10. Dezember 1948, hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Unter anderem aufgrund von über 300 Konflikten und Kriegen sind aktuell Millionen von Menschen auf der Flucht. Sie fliehen vor Gewalt, Tod, politischer Verfolgung oder anderen Menschenrechtsverletzungen. Dabei lassen sie geliebte Menschen, ihr Zuhause und ihr bisheriges Leben zurück. Mehr als 220 Millionen Kinder und Jugendliche müssen darüber hinaus ihre Chance auf Bildung zurücklassen. Laut UN werden zudem über 239 Millionen Menschen weltweit im Jahr 2026 auf humanitäre Hilfe angewiesen sein, um überleben zu können. Artikel 3 der Menschenrechtscharta der UN lautet: „Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“

Krieg ist der gefährlichste Gegner der Bildung. Deshalb unterstützen wir die Arbeit der Globalen Koalition zum Schutz von Bildung vor Angriffen (GCPEA), der Deutschland 2018 beigetreten ist. Das Abkommen soll dazu verpflichten, den Zugang zu Bildung auch in Zeiten bewaffneter Konflikte zu schützen. Gleichzeitig müssen wir die Ursachen und globalen Zusammenhänge von Konflikten verstehen, um sie irgendwann gänzlich ohne Gewalt lösen zu können.

„Stellvertretend für die vielen tausend zerstörten Bildungseinrichtungen weltweit möchte ich am Tag der Menschenrechte die zerstörten Schulen und Universitäten in den palästinensischen Gebieten, in der Ukraine, in der Demokratischen Republik Kongo, im Sudan und in Myanmar nennen. In diesen Ländern wird der jungen Generation ihr Menschenrecht auf Bildung buchstäblich zerschossen und zerbombt. Wir müssen das Recht auf Bildung schützen, damit Bildung uns zukünftig vor den Fehlern der Vergangenheit bewahrt. In Zeiten, in denen sich immer mehr Staaten aus der internationalen Verantwortung und Entwicklungszusammenarbeit zurückziehen und dabei ihre Eigeninteressen in den Vordergrund rücken, müssen wir vermitteln, dass Solidarität unser Eigennutz ist und nicht Ausgrenzung und Ignoranz“, so Dr. Kambiz Ghawami abschließend.

Der World University Service setzt sich seit über 100 Jahren für das Menschenrecht auf Bildung ein. Er beruft sich dabei auf Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie auf das vierte Nachhaltigkeitsziel „Hochwertige Bildung“ der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.

Für Interviewanfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Bastian Ivens unter infostelle@wusgermany.de, Tel. 0611 9446170.

Religion & Kultur: (un)geschriebene Gesetze

Religion & Kultur: (un)geschriebene Gesetze

**Kinderbetreuung wird angeboten

Ziel des Seminars ist es, zu erörtern, wie Kultur und Religion zusammenhängen und wie diese Begriffe genutzt werden können, um soziale Identitäten zu beschreiben – ohne sie zu verurteilen. Wir fragen, wie kulturelle und soziale Prägungen unsere Wahrnehmung, unser Denken und Handeln beeinflussen und welche Rolle Religion und Kultur im gesellschaftlichen Zusammenleben sowie in politischen Systemen weltweit spielen. Anhand globaler Beispiele diskutieren wir, wie kulturelle Zuschreibungen zu Stigmatisierung führen können und welche Maßnahmen notwendig sind, um Gewalt gegen Mädchen und Frauen, etwa in Form von Kinder- und Zwangsheirat zu bekämpfen.

STUBE mitgestalten! Planungstag für 2027

STUBE mitgestalten! Planungstag für 2027

Studierende und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Hessen sind herzlich eingeladen, Themen für unsere Seminare und Akademien im Jahr 2027 vorzuschlagen. Alle Teilnehmenden können Themen empfehlen, entwickeln und für ihre Favoriten abstimmen. Auch Ideen für Veranstaltungen, die selbständig an den Hochschulen durchgeführt werden können, möchten wir an diesem Tag sammeln.

Aller Anfang fällt schwer? Vom Studienkolleg in den Hochschulalltag

Aller Anfang fällt schwer? Vom Studienkolleg in den Hochschulalltag

Für Studienkollegiatinnen und -kollegiaten

Vor Studienbeginn stellen sich viele Fragen: Was erwartet mich im Hochschulalltag? Wie kann ich mein Studium finanzieren? Wie gehe ich mit kulturellen Unterschieden um? In diesem Seminar tauschen sich Studienkollegiatinnen und –kollegiaten aus Hessen untereinander aus und erfahren, wie an einer hessischen Hochschule studiert wird, wie man sich erfolgreich auf ein Stipendium bewirbt und wie sie sich engagieren können.

Eine Brücke in Deine Zukunft!

Eine Brücke in Deine Zukunft! 

Die BPSA-Förderung unterstützt Studierende dabei, schon frühzeitig eine Brücke in ihre Herkunftsländer und in den Berufseinstieg allgemein zu schlagen. Dabei geht es um Bewerbungsstrategien für Praktika, Forschungsaufenthalte und den ersten Job. Das Seminar bietet Raum für Austausch und Vernetzung mit anderen internationalen Studierenden. Außerdem erhältst du im Seminar einen Überblick über das BPSA-Programm. 

Winterakademie: Tradition? Transformation! Geschlecht, Familie und queere Perspektiven

Tradition? Transformation! Geschlecht, Familie und queere Perspektiven

Wie definieren wir Familie und wer darf dazugehören? Welche Rollenbilder prägen unser Verständnis von Geschlecht, Partnerschaft und Elternschaft? Und wie lässt sich zwischen kultureller Tradition, religiösen Normen und individueller Selbstbestimmung navigieren?
In dieser Akademie werfen wir einen intersektionalen und globalhistorischen Blick auf Geschlechterrollen und Familienbilder mit einem besonderen Fokus auf den Globalen Süden. Dabei hinterfragen wir, welche Konzepte von Geschlecht und Familie tatsächlich „traditionell“ sind und welche erst im Zuge kolonialer, religiöser oder politischer Einflüsse verfestigt wurden. Wir erkunden, wie vielfältig und fluide Geschlechtsidentitäten in vorkolonialen Gesellschaften gedacht wurden und wie queere Perspektiven heute weltweit wieder sichtbar gemacht, erkämpft und gelebt werden.
Wir diskutieren aktuelle Entwicklungen in verschiedenen Ländern: Queeres Aufwachsen in Vietnam, Bildungsinitiativen zu Gender in der Ukraine oder die politische Auseinandersetzung mit Geschlechtergerechtigkeit in afrikanischen und lateinamerikanischen Kontexten. Gleichzeitig beleuchten wir, welche sozialen, religiösen und politischen Barrieren queeren Menschen in verschiedenen Regionen begegnen und wie Aktivismus, zivilgesellschaftliches Engagement und solidarische Communities wie z. B. vielbunt (Darmstadt) dazu beitragen, Räume für Vielfalt und Selbstbestimmung zu schaffen.
Die Akademie verknüpft Fragen von Geschlechtergerechtigkeit (SDG 5), Bildung (SDG 4) und sozialen Rechten (SDG 10) und lädt die Teilnehmenden ein, eigene Perspektiven einzubringen, gemeinsam kritisch zu reflektieren und Visionen für eine inklusive Gesellschaft zu entwickeln, in der niemand aufgrund ihrer:seiner Identität ausgeschlossen wird.
 

Fairventures Worldwide gGmbH

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Climate Stories

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Beschreibung der Organisation

Climate Stories macht die Klimakrise greifbar, indem junge Menschen aus dem globalen Süden ihre persönlichen Geschichten mit Schüler:innen in Deutschland teilen. In interkulturellen Begegnungen und Workshops entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam Lösungen und reflektieren ihre Verantwortung im globalen Klimasystem. Das Projekt fördert transformative Bildung, indem es die Schüler:innen dazu anregt, eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und aktiv zu einer nachhaltigeren Zukunft beizutragen.

Organisationstyp