Fairer Handel

Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes

Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes
Referat B5 - Entwicklungszusammenarbeit, Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Demokratiepädagogik

Trierer Straße 33
66111 Saarbrücken
Saarland
Deutschland

Telefon
+49 681 5018-6654
E-Mail
entwicklungszusammenarbeit[at]bildung.saarland.de
Beschreibung der Organisation

Entwicklungspolitik im Saarland

Entwicklungszusammenarbeit ist im Saarland im Ministerium für Bildung und Kultur als zuständigem Ressort verortet. Ziel des Ministeriums ist es, eng mit entwicklungspolitisch tätigen Akteurinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft und der kommunalen Ebene zusammenzuarbeiten.

Gemeinsam mit diesen Partnerinnen und Partnern nimmt das Saarland globale Verantwortung wahr. Dazu gehören die Pflege von Partnerschaften mit Ländern und Regionen des Globalen Südens und die Förderung entwicklungspolitischer Informations- und Bildungsarbeit sowie des bürgerschaftlichen Engagements für die Eine Welt.

Globale Verantwortung tragen

Die Ausgestaltung der Entwicklungspolitik der Bundesrepublik Deutschland liegt in gemeinsamer Verantwortung von Bund, Ländern und Kommunen. In diesem Sinne bekennt sich die saarländische Landesregierung in ihrem Regierungsprogramm zu internationaler Solidarität und der Schaffung einer gerechten Weltordnung.

Globales Lernen: Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) im Saarland

Seit Mai 2018 gibt es im Saarland eine Landeskoordination Bildung für Nachhaltige Entwicklung, die Bildung für Nachhaltige Entwicklung systematisch und strukturell im Bildungsbereich verankert. Um globale Zusammenhänge und individuelles Verhalten in Verbindung zu bringen, sollen bereits Kinder in den saarländischen Kindertagesstätten ebenso wie Schülerinnen und Schüler für nachhaltige Entwicklung sensibilisiert werden. Dazu wurde bereits 2019 die saarländische Dachmarke „Schule der Nachhaltigkeit“ etabliert, die Schulen für ihre ganzheitlichen Bemühungen, nachhaltige Lernorte zu sein, zertifiziert. Analog dazu wurden am 5. September 2024 erstmalig neun saarländische Kindertagesstätten als „Kita der Nachhaltigkeit“ zertifiziert.

Fair im Saarland und im Globalen Süden

Auch im Bereich Fairer Handel und Nachhaltige Beschaffung gibt es weitreichende Bestrebungen. Ziel ist es, dass das Saarland das erste Fairtrade-Bundesland Deutschlands wird. Eine Steuerungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft sowie den bereits als Fairtrade-Towns ausgezeichneten Städten, Gemeinden und Landkreisen arbeitet intensiv daran, dieses Ziel zu erreichen. Am 20. Februar 2025 haben Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und die Sprecherinnen der Steuerungsgruppe die offizielle Bewerbung als Fairtrade Bundesland unterschrieben und eingereicht.

Schon jetzt leben 76 % der Saarländerinnen und Saarländer in zertifizierten Fairtrade-Towns. Mit der Zertifizierung soll der Faire Handel im Saarland strukturell verankert werden.

Das Saarland unterstützt und fördert den Fairen Handel, um für die Menschen des Globalen Südens ein gerechteres und sozialeres Leben mit fairen Löhnen für Mütter und Frauen, ohne ausbeuterische Kinderarbeit, mit einem Zugang für Jungen und Mädchen zu Bildungseinrichtungen und dem Ausbau von Gesundheitseinrichtungen zu erreichen.

Dialog mit entwicklungspolitischen Akteurinnen und Akteuren

Da Entwicklungszusammenarbeit vor allem auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, wird insbesondere die erfolgreiche Arbeit von privaten Initiativen, der Kirchen und weiterer Nichtregierungsorganisationen finanziell und ideell unterstützt. Saarländische Organisationen, die in und für Süd-Nord-Partnerschaften arbeiten, vernetzen sich u. a. im Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland (NES) e. V.. Gemeinsam wollen Landesregierung und Zivilgesellschaft konkret dazu beitragen, weltweit Armut zu bekämpfen, Frieden zu sichern, Demokratie zu verwirklichen und die Globalisierung gerechter zu gestalten.

Besondere Bedeutung hat dabei der offene und partnerschaftliche Austausch aller Akteurinnen und Akteure der entwicklungspolitischen Arbeit sowohl in globalen Partnerschaften als auch in der Informations- und Bildungsarbeit. Um diesen Austausch zu befördern, lädt das Ministerium für Bildung und Kultur zweimal im Jahr zum offenen Forum Entwicklungszusammenarbeit ein.

Leitlinien der Entwicklungszusammenarbeit

Die Leitlinien der Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes wurden im März 2017 vom saarländischen Landtag verabschiedet und sind das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses unter aktiver Beteiligung der Zivilgesellschaft und saarländischer Nichtregierungsorganisationen. Sie stellen den Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes dar und sollen die vorhandenen Strukturen, Initiativen und Aktivitäten stärken. Sie dienen als Orientierung und bilden die Grundlage für das künftige entwicklungspolitisch relevante Engagement des Saarlandes.

Die Handlungsfelder der saarländischen Entwicklungszusammenarbeit sind:

  • entwicklungspolitische Informations-, Beratungs- und Bildungsarbeit
  • Wissenschaft, Forschung und Lehre
  • internationaler Austausch
  • Wirtschaft, Unternehmen, öffentliche Verwaltungen und Kommunen
  • internationaler Handel und Agrarpolitik
  • Nord-Süd-Partnerschaften/Kooperationen
  • Auswirkungen europäischer Politik auf Länder des Globalen Südens

Richtlinien Entwicklungszusammenarbeit

Die Richtlinien des Ministeriums für Bildung und Kultur zur Gewährung von Zuwendungen für die Förderung von Projekten im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit sehen neben der Förderung von Auslandsprojekten im Globalen Süden auch die Möglichkeit der Förderung von Kooperationsprojekten von Partnerinnen und Partnern im Globalen Süden und im Globalen Norden vor. Zudem können Projekte der schulischen, beruflichen und universitären Bildung, außerschulische Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche, Weiterbildungs- und Erwachsenenbildungsprojekte oder entwicklungspolitische Maßnahmen und Veranstaltungen für die breite Zivilgesellschaft gefördert werden.

Beirat Entwicklungszusammenarbeit

Der Beirat Entwicklungszusammenarbeit ist befasst mit der fachlich-inhaltlichen Prüfung der für das jeweils laufende Haushaltsjahr vorliegenden Anträge. Seine Mitglieder beschäftigen sich intensiv mit den einzelnen Projekten, bewerten ihre Nachhaltigkeit und analysieren die Ziele der Förderung. Insbesondere obliegt dem Beirat dabei der direkte Kontakt zu den Antragstellenden. Der Austausch des Ministeriums für Bildung und Kultur mit dem Beirat Entwicklungszusammenarbeit stellt eine fruchtbare Möglichkeit der Beratung mit den saarländischen Nichtregierungsorganisationen dar.

Organisationstyp

Weltveränderer e. V.

Weltveränderer e. V.

Leipziger Straße 73
66113 Saarbrücken
Saarland
Deutschland

Telefon
+49 681 40137848
E-Mail
info[at]weltveraenderer.eu
Beschreibung der Organisation

Weltveränderer e. V. ist ein junger Verein aus dem Saarland und kommt zu euch mit Veranstaltungen und Weltverändereraktionen zu globaler Verantwortung. Als gemeinnütziger eingetragener Verein haben wir einen Vorstand, welcher im Moment aus den folgenden Personen besteht: Marlene Lehmann, Sandra Schopper und Thomas Schulz.

Wir sind gespannt auf die Sicht der Dinge von Menschen, die bei Ford in Saarlouis am Fliessband stehen, im Kindergarten auf unsere Kinder aufpassen oder auch uns im Landtag vertreten. Sind gespannt auf die Sicht der Meinungen und Erfahrungen der Menschen in der Grenzregion Saarland, Lothringen und Luxemburg. Wollen mit euch diskutieren, welche globale Verantwortung Europa hat.

Wir möchten mit Menschen arbeiten und diskutieren, welche bislang noch wenig zu globalen Themen informiert oder dazu engagiert sind. In der Vergangenheit haben wir die Erfahrung gemacht, dass Nachhaltigkeitsthemen sehr häufig von Menschen gestaltet werden, welche den Bildungsweg vom Gymnasium über die Hochschule in die Entwicklungs- oder Umweltpolitik gemacht haben. Dies möchten wir mittelfristig mit Formaten und Veranstaltungen durchbrechen, welche stärker von Menschen mit anderen Lebensläufen mitgestaltet werden.

Organisationstyp

Bund für Bildung e. V.

Bund für Bildung e. V.
Globales Lernen

Marienstraße 19-20
10117 Berlin
Berlin
Deutschland

Telefon
+49 1734683505
E-Mail
wegener[at]bundfuerbildung.de
Beschreibung der Organisation

Der gemeinnützige Verein „Bund für Bildung“ setzt gesellschaftlich relevante Themen in Bildungsprojekte um. Im Fokus stehen Themen der Inklusion, Teilhabe und Demokratie.

Dienstleistungen

Partnerländer

Organisationstyp

FIS - Fairtrade Initiative Saarbrücken

FIS - Fairtrade Initiative Saarbrücken
c/o Peter Weichardt / Heike Zimmermann

Schumannstrasse 34
66111 Saarbrücken
Saarland
Deutschland

Telefon
+49 6893 801855
E-Mail
info[at]faires-saarbruecken.de
Beschreibung der Organisation

FAIR für alle Generationen FAIRE Bildung - Unsere Kampagnen richten sich an die Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten (Kitas), an außerschulische Akteure im Großraum Saarbrücken sowie an die Universität des Saarlandes. So sind bereits mehrere "Faire Kitas", "Fairtrade Schools" und "Fairtrade Universities" aus dem Großraum Saarbrücken auszeichnet worden. An Schulklassen und Kurse aus dem Großraum Saarbrücken ist bereits über 100 Mal die Auszeichnung "Faire Schulklasse - Klasse des Fairen Handels" vergeben worden. Über unsere jungen "Botschafter des Fairen Handels" als Multiplikatoren und durch unser weitgefächertes Engagement erreichen wir eine breite Öffentlichkeit. Leitbild unseres Netzwerkes ist die Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Erfahren Sie mehr über uns und unsere Aktivitäten auf unserer Webseite. www.facebook.com/faires.saarbruecken, www.instagram.com/Faires.saarbrucken, https://twitter.com/_FIS

GEPA - The Fair Trade Company

GEPA - The Fair Trade Company

GEPA-Weg 1
42327 Wuppertal
Deutschland

Telefon
+49 202 26683-0
Fax
+49 202 26683-10
E-Mail
info[at]gepa.de
Beschreibung der Organisation

Die GEPA: Eine Erfolgsstory des Fairen Handels

"Jute statt Plastik" – Damit wurde die GEPA bekannt. Im Mai 1975 haben die beiden großen Kirchen die "Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt" in Wuppertal gegründet. Seitdem hat sich die GEPA zur größten Fair Handelsorganisation in Europa mit einem Umsatz von über 36 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2003/2004 entwickelt. Außerdem ist die gepa Mitglied eines internationalen Netzwerkes des Fairen Handels, das sich zur Einhaltung allgemein verbindlicher Grundsätze wie faire Preise, langfristige Handelsbeziehungen, Beratung bei Produktentwicklung und Bio-Anbau verpflichtet.

Der Faire Handel der gepa verbessert damit die Lebensbedingungen von Menschen im Süden im Sinne des UN-Programms Agenda 21 für wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit.

Mehr als 100.000 Ehrenamtliche engagieren sich in Weltläden und Aktionsgruppen. Auch viele Verbraucherinnen und Verbraucher honorieren mit dem Kauf von fair gehandelten Produkten die hohe Qualitätsarbeit der gepa-Handelspartner. Jährlich überweist die gepa um die 15 Millionen US-Dollar für Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Schokolade oder Handwerksprodukte wie Fußbälle, Bolgakörbe oder Küchenutensilien aus Edelstahl an die etwa 150 Kleinbauerngenossenschaften und sozial engagierten Privatunternehmen in Lateinamerika, Afrika und Asien.

GEPA-Produkte sind bundesweit neben den Weltläden und Aktionsgruppen auch in vielen Supermärkten, Bio-Märkten, Firmenkantinen und Bildungsstätten erhältlich. Über den online-shop unter www.gepa.de kommen Kaffee, Tee, Schokolade oder Bio-Wein direkt ins Haus. Per Mausklick findet man auf der homepage auch den nächstgelegenen Weltladen.

Fair Trade Hellas

Fair Trade Hellas

Impact Hub, Karaiskaki 28
105 54 Athen
Griechenland

Telefon
+30 210 3314370
E-Mail
info[at]fairtrade.gr
Beschreibung der Organisation

Fair Trade Hellas ist eine nicht-gewinnorientierte Nichtregierungsorganisation, die im Juni 2004 mit dem Ziel gegründet wurde, die Fairtrade-Bewegung und ethischen Konsum in Griechenland zu fördern. In diese Richtung gehend eröffnete Fair Trade Hellas am 16. März 2006 den ersten nicht-gewinnorientierten Fairtrade-Laden in Griechenland in Zusammenarbeit mit der italienischen NRO CTM ALTROMERCATO (eine Arbeitsgemeinschaft, in der Fair Trade Hellas Mitglied ist). Fair Trade Hellas fördert mit Hilfe von fünf Angestellten und vielen Freiwilligen Bildungstätigkeiten, Sensibilisierungskampagnen zu alternativer und gerechter Wirtschaft und unterstützt verantwortliches Konsumieren.

Themen

Partnerregionen

Organisationstyp

Fairtrade Česko a Slovensko

Fairtrade Česko a Slovensko

Botičská 1936/4
128 00 Praha 2
Tschechien

Telefon
+420 71 22 66 72
E-Mail
info[at]fairtrade-cesko.cz
Beschreibung der Organisation

Fairtrade Česko a Slovensko ist eine Organisation, die sich mit Entwicklungsproblemen/ Bewusstseinsentwicklung, Globaler Bildung und Förderung des Fairen Handels befasst. Es gibt Fair-Trade-Verkaufsstellen in Prag und Brno mit Produkten aus dem Fairen Handel.

Partnerregionen

Organisationstyp