Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg

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PRESSEMITTEILUNG zur Berufung von Phumzile Mlambo-Ngcuka in die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission

[Wiesbaden, 6.10.2026 2026] WUS gratuliert Phumzile Mlambo-Ngcuka zur Berufung in die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission 

Der World University Service (WUS) gratuliert Phumzile Mlambo-Ngcuka herzlich zu ihrer Berufung in die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission der Bundesregierung. Ihre Berufung ist für WUS auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil sie selbst viele Jahre in der internationalen Bildungs- und Entwicklungsarbeit des WUS in Südafrika tätig war.

Die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission wurde am 5. Oktober 2026 in Berlin von ihren Ko-Vorsitzenden Olaf Scholz und Laura Chinchilla vorgestellt. Dem Gremium gehören 20 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, internationalen Organisationen und Zivilgesellschaft aus dem Globalen Süden und Norden an. Die Kommission soll Vorschläge für eine Weiterentwicklung der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in einer zunehmend multipolaren Welt erarbeiten.

Phumzile Mlambo-Ngcuka war während der Apartheid in Südafrika für den World University Service tätig. In dieser Zeit engagierte sie sich für Bildungs- und Entwicklungsprogramme und für die Verbesserung der Lebens- und Bildungschancen benachteiligter Bevölkerungsgruppen.

Der WUS hatte während der Apartheid gemeinsam mit internationalen Partnern, insbesondere mit Unterstützung aus den skandinavischen Ländern, alternative Bildungsstrukturen und Programme gefördert. Ziel war es, einen Beitrag zu einem demokratischen und rassenfreien Südafrika zu leisten und Menschen durch Bildung und Qualifizierung neue Perspektiven zu eröffnen.

Damit steht die persönliche Geschichte von Phumzile Mlambo-Ngcuka zugleich für eine zentrale Erfahrung der internationalen Entwicklungszusammenarbeit: Bildung schafft Teilhabe, stärkt gesellschaftliche Selbstbestimmung und kann langfristig politische und gesellschaftliche Veränderungen unterstützen.

Nach ihrer Tätigkeit beim WUS setzte Phumzile Mlambo-Ngcuka ihr Engagement auf höchster nationaler und internationaler Ebene fort. Sie war unter anderem Ministerin und von 2005 bis 2008 Vizepräsidentin Südafrikas. Von 2013 bis 2021 war sie Exekutivdirektorin von UN Women im Rang einer Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen. Zudem war und ist sie in leitenden Funktionen im Hochschulbereich tätig.

„Wir freuen uns sehr über die Berufung von Phumzile Mlambo-Ngcuka in die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission. Für WUS schließt sich damit in besonderer Weise ein Kreis: Eine ehemalige Mitarbeiterin des WUS, die während der Apartheid in Südafrika Bildungsarbeit für gesellschaftliche Teilhabe und Veränderung geleistet hat, bringt heute ihre jahrzehntelange nationale und internationale Erfahrung in die Gestaltung der zukünftigen Entwicklungspolitik ein. Ihre Biografie steht für die Bedeutung von Bildung, internationaler Solidarität und gleichberechtigten Partnerschaften zwischen dem Globalen Süden und Norden“, erklärt Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des World University Service (WUS).

„Wir sind überzeugt, dass Phumzile Mlambo-Ngcuka die Perspektiven des Globalen Südens und die Erfahrungen aus ihrer langjährigen internationalen Arbeit wirkungsvoll in die Kommission einbringen wird. Der WUS gratuliert ihr zu dieser verantwortungsvollen Aufgabe und wünscht ihr für ihre Arbeit viel Erfolg“, so Ghawami weiter.

Grenzenlos am BNE-Studientag der staatlichen Studienseminare für das Lehramt an berufsbildenden Schulen Neuwied und Mainz

Wiesbaden/ Bad Kreuznach 05.10.2026: Wie kann Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) systematisch an Studienseminaren verankert werden? Dieser Frage widmeten sich die beiden staatlichen Studienseminare an den BBS Neuwied und Mainz bei einem gemeinsamen BNE-Studientag in Bad Kreuznach. Das Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ war eingeladen, seine Erfahrungen aus der Praxis einzubringen und konkrete Möglichkeiten für die Verankerung von BNE in der Lehrkräftebildung aufzuzeigen.

Im Mittelpunkt des Studientags standen zentrale Fragen: Wie lässt sich BNE in Fachseminaren sowie in aufbauenden und fächerübergreifenden Veranstaltungen integrieren? Welche Methoden fördern systemisches Denken, Perspektivübernahme und Gestaltungskompetenz? Und wie kann BNE im Sinne eines Whole Institution Approach nachhaltig in den Strukturen einer Bildungseinrichtung verankert werden?

In einem praxisnahen Workshop, den die Teilnehmenden in Kleingruppen besuchen konnten, gab Grenzenlos-Projektreferentin Helen Danso gemeinsam mit der erfahrenen Grenzenlos-Aktiven Abla-Sika Hanou Gbekley Einblicke in die konkrete Umsetzung von BNE und Globalem Lernen im Unterricht. Nach einer kurzen Vorstellung des Projekts durch Referentin Helen Danso präsentierte die Grenzenlos-Aktive Abla-Sika Hanou Gbekley ihre drei Themen, mit denen sie sich im Rahmen des Projekts für Globales Lernen engagiert: SDG 12 „Die wertschätzende Geschichte der Schokolade“; SDG 12:„Kleidung verbindet Welten – Nachhaltigkeit praktisch erleben“ und SDG 10 : „Wer zeichnet die Welt? Kartographie und Macht“. Dabei blieb es nicht bei der Vorstellung der Themen. Um möglichst authentisch zu vermitteln, wie eine Lehrkooperation von Grenzenlos im Unterricht konkret aussehen kann, wurden verschiedene Methoden direkt mit den Teilnehmenden ausprobiert. So startete der Workshop beispielsweise mit einem kurzen Brainstorming zu unterschiedlichen Gegenständen. Anschließend ordneten die Teilnehmenden verschiedene Themen den Sustainable Development Goals (SDGs) zu und überlegten, wie sich diese Themen für die Arbeit in ihren eigenen Studienseminaren nutzen lassen.

Besonders deutlich wurde dabei, wie wichtig persönliche Erfahrungen und authentische Geschichten für BNE sind. Durch ihre lebendige Vortragsweise und ihren persönlichen Bezug zu den vorgestellten Themen gelang es der Grenzenlos-Aktiven, nachhaltige Entwicklung nicht nur als abstraktes Konzept, sondern als etwas Greifbares und Emotionales zu vermitteln. Eine zentrale Erkenntnis des Workshops lautete daher: „BNE braucht Geschichten.“ Denn gerade über persönliche Geschichten und emotionale Zugänge können Perspektivwechsel angeregt, Empathie gefördert und komplexe globale Zusammenhänge verständlich gemacht werden.

„Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ ist ein Projekt des World University Service (WUS) und wird gefördert vom Ministerium des Innern und für Sport in Rheinland-Pfalz und den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und dem Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

Berufliche Schulen setzen Zeichen für Globales Lernen: Vier „Grenzenlos“ Rezertifizierungen

Das Projekt „Grenzenlos-Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ bietet beruflichen Schulen die Möglichkeit, sich als „Grenzenlos-Schule“ zertifizieren zu lassen. Schulen, die sich in besonderem Maße für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) engagieren, können im Rahmen einer Rezertifizierung nachweisen, dass sie diese Themen dauerhaft und erfolgreich in ihrem Schulprofil verankert haben. Die Rezertifizierung würdigt das kontinuierliche Engagement von Lehrkräften und Schülerschaft gleichermaßen und macht ihren Einsatz für eine zukunftsorientierte Bildung sichtbar. Wir gratulieren den neu rezertifizierten beruflichen Schulen herzlich zu dieser Auszeichnung!

Wiesbaden, 22.09.2026: Immer mehr berufliche Schulen bereiten ihre Schülerinnen und Schüler gezielt auf eine global vernetzte Arbeitswelt vor. Sie fördern eine Bildungskultur, in der globale Verantwortung als selbstverständlicher Bestandteil beruflicher Bildung verankert ist, und orientieren sich dabei am „Orientierungsrahmen Globale Entwicklung“ der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Mit ihrer erfolgreichen Rezertifizierung als „Grenzenlos“-Schule bekräftigen nun das Diakoneo Berufliche Schulzentrum Neuendettelsau, die Brühlwiesenschule Hofheim die BBS Prüm und die inlingua Berufsfachschule Augsburg dieses Engagement für Globales Lernen. Die Auszeichnung macht sichtbar, wie konsequent die vier beruflichen Schulen internationale Perspektiven, Bildung für nachhaltige Entwicklung und globale Verantwortung in ihrem Schulalltag verankern.

Wie verdient die Rezertifizierung ist, zeigt sich nicht nur an den zahlreichen Lehrkooperationen mit internationalen Studierenden aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas, sondern auch an den vielfältigen Aktivitäten, mit denen die Schulen BNE und Globales Lernen im Schulalltag verankern:

Am Diakoneo Beruflichen Schulzentrum Neuendettelsau werden die Lehrkooperationen mit dem Projekt „Grenzenlos“ als besonders bereichernde Lernerfahrungen wahrgenommen. Sie „ermöglichen Perspektivwechsel, fördern kritisches Denken und stärken die Offenheit gegenüber kultureller Vielfalt“. Darüber hinaus engagiert sich die Schule in zahlreichen weiteren Projekten. So trägt das Projekt „Umweltschule“ dazu bei, ökologische und soziale Verantwortung für die Schülerinnen und Schüler erfahrbar zu machen. Eine Tauschbibliothek sensibilisiert für einen ressourcenschonenden Umgang mit Medien, während ein regelmäßig organisierter Kleiderbasar zur kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten anregt. Zudem sind Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung fächerübergreifend im Unterricht verankert.

Auch an der Brühlwiesenschule Hofheim besitzen die Lehrkooperationen mit „Grenzenlos“ einen hohen Stellenwert. Sie werden regelmäßig von Lehrkräften unterschiedlicher Fachrichtungen initiiert und in verschiedenen Unterrichtsfächern umgesetzt: Während insbesondere soziale Nachhaltigkeit im Mittelpunkt steht, werden in den technischen Ausbildungsbereichen wie Elektro-, Holz- und Metalltechnik verstärkt ökologische Fragestellungen aufgegriffen. Zum Schuljahr 2026/27 führt die Schule außerdem ein eigenes Zertifikat für Schülerinnen und Schüler ein, das besonderes Engagement im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung würdigt. Dieses kann durch Aktivitäten im Unterricht sowie durch zusätzliche schulische und außerschulische Initiativen erworben werden.

An der BBS Prüm eröffnen die Lehrkooperationen mit „Grenzenlos“ sowohl Lehrkräften als auch Schülerinnen und Schülern neue Perspektiven und schaffen wertvolle interkulturelle Lernerfahrungen. Das Engagement der Schule zeigt sich darüber hinaus in zahlreichen praxisnahen Nachhaltigkeitsprojekten. Im Rahmen einer Projektwoche installierten Schülerinnen und Schüler gemeinsam ein Solarpaneel auf dem Schulhof, mit dem unter anderem die iPads der Lernenden aufgeladen werden können. Im Zuge eines Upcycling-Projekts entstanden aus ausrangierten Paletten neue Sitzgelegenheiten für den Schulhof. Außerdem pflegen und bepflanzen Schülerinnen und Schüler seit zwei Jahren ein Hochbeet, das einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen im Schulalltag erlebbar macht.

Auch an der inlingua Berufsfachschule Augsburg haben die Lehrkooperationen mit „Grenzenlos“ einen hohen Stellenwert. Seit der Zertifizierung zur Grenzenlos-Schule wurden unter anderem Lehrkooperationen zu Fast Fashion, nachhaltiger Handynutzung, den Auswirkungen des Tourismus sowie zu Stereotypen und Realitäten rund um Afrika durchgeführt. Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung sind zudem fächerübergreifend im Unterricht verankert. Von den elf Lehrkräften haben sich bereits sechs aktiv an Lehrkooperationen beteiligt, drei weitere greifen entsprechende Themen gezielt im Unterricht auf. Auch im Schulalltag wird Nachhaltigkeit gelebt, etwa durch Mülltrennung, die digitale Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien, einen ressourcenschonenden Umgang mit Energie sowie Aktionen wie ein „plastikfreies Frühstück“ und einen Second-Hand-Bücherflohmarkt. 

Das Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird von den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Global Education Week 2026: Mitreden. Handeln. Unsere Zukunft gestalten.

(September 2026) Vom 16. bis 22. November 2026 findet die europaweite Global Education Week statt. Unter dem Motto „Mitreden. Handeln. Unsere Zukunft gestalten.“ lädt die Aktionswoche dazu ein, globale Herausforderungen gemeinsam in den Blick zu nehmen und Bildung in konkretes Handeln zu übersetzen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie durch Globale Bildung individuelle und gemeinsame Antworten auf soziale, ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen gefunden werden können. Die Global Education Week greift dabei die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und die fünf Kernbereiche der Agenda 2030 – Menschen, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaften – auf.

Akteurinnen und Akteure des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung sind eingeladen, sich mit eigenen Aktivitäten zu beteiligen. Ob Workshop, Ausstellung, Video, Vortragsreihe oder Social-Media-Aktion: Das Format ist frei wählbar. Beiträge können mit einem kurzen Begleittext und einer Infozeile bis zum 9. November 2026 eingereicht werden und werden auf der Website des WUS präsentiert.

Die Global Education Week wird europaweit vom Nord-Süd-Zentrum des Europarats getragen. In Deutschland koordiniert die Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd des World University Service die Aktionswoche.

Info: World University Service (WUS), Deutsches Komitee e. V., Goebenstraße 35, 65195 Wiesbaden, Peri Bausch, Tel. 0611 9446170, globaleducationweek[at]wusgermany.de, www.wusgermany.de 

Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit 2026 in Bremen

(September 2026) Unter dem Motto „VIELE STÄRKEN – EIN LAND“ findet vom 2. bis 4. Oktober 2026 das Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen statt. Gastgeberin der zentralen Feierlichkeiten ist in diesem Jahr die Freie Hansestadt Bremen. Mehr als 400.000 Besucherinnen und Besucher werden zu dem dreitägigen Fest erwartet.

Von der Bremer Innenstadt über die Schlachte und den Osterdeich bis hin zum Weserstadion erstreckt sich ein großes Festgelände mit zahlreichen Informations-, Kultur- und Mitmachangeboten. Ein Herzstück des Bürgerfestes ist die Ländermeile, auf der sich die 16 Deutschen Länder mit ihren vielfältigen Themen und Aktivitäten präsentieren.

Auch das entwicklungspolitische Engagement der Deutschen Länder wird dort sichtbar: An einem gemeinsamen Stand stellen die Länder ihre Ziele und Aktivitäten in der Entwicklungspolitik sowie der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit vor. Unterstützt werden sie dabei vom World University Service (WUS), der den Stand mit Informationen und Mitmachaktionen für Jung und Alt betreut. Dieses vielfältige Engagement leistet einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen und gerechten globalen Entwicklung und trägt auch zur Umsetzung der 17 SDGs der Agenda 2030 bei.

Weitere Informationen zum Bürgerfest und zum Programm gibt es unter tagderdeutscheneinheit.de.

Info: World University Service – Deutsches Komitee e. V., Portal Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik, Goebenstraße 35, 65195 Wiesbaden, Tel. 0611 9446170, portal[at]wusgermany.de, www.entwicklungspolitik-deutsche-laender.de
 

Globales Lernen methodisch gestalten: Grenzenlos Methodentag in Mainz

Methodentag in Mainz zu Globalem Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung für berufliche Schulen im WUS-Projekt „Grenzenlos- Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ mit Studierenden aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.

Mainz/ Wiesbaden, 15.09.2026. Wie lassen sich Nachhaltigkeit und Globales Lernen abwechslungsreich und praxisnah in die berufliche Bildung integrieren? Mit dieser Frage beschäftigten sich am 12. September 2026 internationale Studierende beim Methodentag des WUS-Projekts „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ in Mainz.

Die Teilnehmenden aus Afrika, Asien und Lateinamerika erhielten dabei praktische Einblicke in verschiedene Methoden des Globalen Lernens. Ziel des Methodentages war es, ihre didaktischen und multiplikatorischen Kompetenzen zu stärken und sie bei der Entwicklung und Weiterentwicklung eigener Unterrichtskonzepte für Lehrkooperationen an beruflichen Schulen zu unterstützen.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie komplexe Themen rund um Nachhaltigkeit, Globalisierung und die Sustainable Development Goals (SDGs) für Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen anschaulich und interaktiv vermittelt werden können. Die Studierenden lernten verschiedene Methoden kennen, probierten diese selbst aus und reflektierten gemeinsam deren Einsatzmöglichkeiten im Unterricht.

So wurden beispielsweise die SDGs mithilfe der Methode des „Vernetzten Denkens“ miteinander in Beziehung gesetzt. Dabei diskutierten die Teilnehmenden, wie verschiedene Nachhaltigkeitsziele zusammenhängen und welche Wechselwirkungen zwischen ihnen bestehen. Anschließend wurde das SDG 14 „Leben unter Wasser“ mithilfe von Standbildern näher betrachtet. Die Methode ermöglichte es den Studierenden, sich kreativ mit unterschiedlichen Aspekten des Themas auseinanderzusetzen und diese anschließend gemeinsam zu reflektieren.

Eine besondere Perspektive brachte auch Wairimu Kambora-Marks aus Kenia, eine erfahrene Grenzenlos-Aktive, ein. Sie stellte den anwesenden Studierenden ihr Thema SDG #13: "Die Baumrevolution der Wangari Maathai und Gleichberechtigung mit Fokus auf Frauen und Klima" vor und berichtete aus ihren eigenen Erfahrungen im Projekt. Zusätzlich gab sie den Teilnehmenden praktische Tipps für ihre zukünftigen Lehrkooperationen und tauschte sich mit ihnen über ihre Erfahrungen und Ideen aus.

Zum Abschluss des Methodentages ging es an die praktische Umsetzung: In Einzel- und Gruppenarbeit entwickelten und überarbeiteten die Studierenden eigene Ideen für Unterrichtskonzepte. Dabei konnten sie die kennengelernten Methoden direkt auf ihre Themen übertragen und überlegen, wie sie Globales Lernen mit ihren persönlichen Perspektiven und Erfahrungen verbinden können.

Mit vielen neuen methodischen Impulsen, konkreten Ideen für ihre Unterrichtskonzepte und Vorfreude auf ihre zukünftigen Einsätze an beruflichen Schulen ging der Methodentag in Mainz zu Ende.

Das WUS-Projekt wird durch Mittel der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland gefördert, ebenso wie von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

 

Auf Praktikumssuche in Deutschland und im Herkunftsland

Auf Praktikumssuche in Deutschland und im Herkunftsland

*in Kooperation mit dem International Office der TH Mittelhessen

In dieser Veranstaltung werden internationale Studierende auf die Praktikumssuche in Deutschland, Europa und weltweit vorbereitet. Zudem
erhalten sie authentische Erfahrungsberichte anderer internationaler Studierender und Informationen zu Fördermöglichkeiten von
Auslandsaufenthalten. Insbesondere wird die BPSA-Förderung von STUBE Hessen vorgestellt - ein Förderprogramm für berufsvorbereitende
Studienaufenthalte, Praktika oder Berufsinformationsreisen in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Fünf Jahre Taliban

(August 2026) Am 15. August 2026 hat sich die Machtübernahme durch die Taliban in Afghanistan zum fünften Mal gejährt. Die Frauenrechtsorganisation medica mondiale kritisiert den Rückgang der internationalen Aufmerksamkeit und Unterstützung. Sie fordert die deutsche Bundesregierung sowie die internationale Gemeinschaft zu politischem Handeln auf und warnt vor einer Normalisierung der Situation in Afghanistan, während die Repression gegen Frauen und Mädchen dort immer weiter verstärkt wird.

„Das Unterdrückungssystem der Taliban gegen Frauen und Mädchen steht im direkten Widerspruch zu internationalen Menschenrechtsverpflichtungen und darf weder stillschweigend hingenommen noch normalisiert werden“, fordert Sara Fremberg, Bereichsleiterin Politik und Kommunikation von medica mondiale. Während die internationale Aufmerksamkeit sinkt und der politische Druck auf die Taliban abnimmt, leisten die Menschen in Afghanistan weiterhin Widerstand gegen Gewalt und Unterdrückung. 

Die Frauenrechtsorganisation fordert unter anderem internationale Rechenschaft statt Straflosigkeit und das Stoppen von geplanten Abschiebungen nach Afghanistan. Des Weiteren sollen frauenfeindliche Gesetze klar verurteilt und Frauen- sowie Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger geschützt und unterstützt werden. Die Entrechtung von Frauen und Mädchen durch die Taliban soll international als institutionalisierte Form geschlechtsbezogener Herrschaft benannt, rechtlich erfasst und konsequent bekämpft werden.

Info: medica mondiale e. V., Hülchrather Straße 4, 50670 Köln, Tel. 0221 9318980, info[at]medicamondiale.org, https://medicamondialeorg.gu-marketingsuite.com/index.php?action=social&chash=dc912a253d1e9ba40e2c597ed2376640.326&s=db9d5a844fe03705cebe2b68cb4c468c 
 

NRW beschließt neue Leitlinien für entwicklungspolitische Aktivitäten

(August 2026) Auf Initiative des Ministers für Internationales und Chefs der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen (NRW), Nathanael Liminski, hat die Landesregierung NRW neue entwicklungspolitische Leitlinien beschlossen. Liminski möchte dadurch gleichberechtigte Partnerschaften aufbauen und fördern: „Auch wir können von den Erfahrungen anderer Länder und Regionen hinsichtlich ihrer Transformationsprozesse viel lernen. Faire, gleichberechtigte Partnerschaften, die die Interessen und Expertise beider Seiten einbeziehen, schaffen Raum für Austausch und Vernetzung.“

Die Landesregierung arbeitet in ihrem entwicklungspolitischen Engagement unter anderem eng mit dem Bund und Nichtregierungsorganisationen zusammen, aber auch mit Diaspora-Initiativen, Religionsgemeinschaften und Wissenschaftseinrichtungen. Im März 2026 wurden mithilfe von Vertreterinnen und Vertretern dieser und weiterer Organisationen die neuen Leitlinien erarbeitet.

Mit den neuen Leitlinien sollen die Interessen der Landesregierung und Ihre Verantwortung in der „Einen Welt“ mit Entwicklungszusammenarbeit und globalen Partnerschaften verbunden werden. „Denn Stabilität, Wohlstand und Sicherheit entstehen lange nicht mehr allein innerhalb nationaler Grenzen. […] Entwicklungspolitische Aktivitäten und globale Kooperation sind Bausteine, um Wohlstand zu sichern, die Umwelt zu schützen, als Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig und als Lebens- und Arbeitsort für eine vielfältige Gesellschaft weiterhin lebenswert zu sein“, fasst Liminski die Wichtigkeit von entwicklungspolitischer Zusammenarbeit und den neu erarbeiteten Leitlinien zusammen.

Info: Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf, Tel. 0211 83701, presse[at]stk.nrw.de, https://www.land.nrw/pressemitteilung/landesregierung-beschliesst-neue-leitlinien-fuer-entwicklungspolitische