Bildung mit globalem Blick: Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Freiburg wird „Grenzenlos-Schule“

Freiburg/Wiesbaden, 07.07.2026 .Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde das Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Freiburg (Berufliche Schulen) in das bundesweite Netzwerk der „Grenzenlos-Schulen“ aufgenommen. Mit der Auszeichnung erkennt der World University Service (WUS) das nachhaltige Engagement der Einrichtung für globale Perspektiven, Bildung für nachhaltige Entwicklung und interkulturellen Austausch an.

Die Bedeutung der Auszeichnung wurde in Grußworten hervorgehoben. Andreas Jung, Kultusminister des Landes Baden-Württemberg, würdigte in seiner Videobotschaft das Engagement des Seminars. Er betonte die Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung und hob hervor, dass Lehrkräfte eine Schlüsselrolle dabei spielen, Kompetenzen für nachhaltiges und global verantwortungsbewusstes Handeln zu vermitteln. Das Seminar leiste hierzu einen wichtigen Beitrag und stärke angehende Lehrkräfte für die Herausforderungen einer global vernetzten Welt.

Chantal Kopf, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Freiburg im Deutschen Bundestag, betonte in Ihrem Grußwort die Bedeutung der Zertifizierung: „Diese Auszeichnung steht für weit mehr als ein Siegel. Sie steht für die Überzeugung, dass Bildung junge Menschen dazu befähigen soll, Verantwortung in einer global vernetzten Welt zu übernehmen. Sie steht für Offenheit, internationale Zusammenarbeit und die Bereitschaft, über den eigenen Horizont hinauszublicken. Gerade hier in Freiburg hat diese Haltung eine besondere Bedeutung, unsere Stadt lebt von ihrer Internationalität, von ihren Hochschulen, von Menschen aus unterschiedlichsten Ländern und von einem starken Engagement für Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Freiburg ist ein Ort, an dem europäisches und globales Denken selbstverständlich zum Alltag gehört.“

Im Zentrum der Feierlichkeiten stand die offizielle Übergabe des Zertifikats durch Sophie Kroiher (WUS). Tilman Horlacher, Direktor des Seminars, nahm die Urkunde und die Plakette mit großer Wertschätzung entgegen und betonte in seiner Ansprache: „Unser Ziel ist es, angehende Lehrerinnen und Lehrer zu befähigen, Bildung für nachhaltige Entwicklung aktiv in ihren Unterricht zu integrieren, um so einen Beitrag dazu zu leisten, dass zukünftige Generationen zu verantwortungsbewussten und engagierten Mitgliedern der Gesellschaft heranwachsen.“

Stellvertretend für mehr als 200 Grenzenlos-Aktive war Barbara Beltrán Torres aus Peru, Studentin der Hochschule Landshut, anwesend. Sie stellte sich und Ihr Engagement kurz vor und führte im Nachgang Lehrkooperationen zum Thema SDG #12: "Bitterer Kolonialismus" an dem frisch zertifizierten Seminar durch. Seit 2024 kooperiert das Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Freiburg mit dem Projekt „Grenzenlos“ und führt damit die angehenden Lehrkräfte schon zu diesem Punkt an ihrer Ausbildung beständig an BNE Themen heran. In diesem Rahmen fanden an dem Seminar schon 12 Grenzenlos-Lehrkooperationen statt, unter anderem zu den Themen SDG #12: "Elektromüll: Was hat mein Handy mit dem globalen Süden zu tun?"; SDG #10: "Migration, Identität und Einheit" und SDG #04: "Eine hochwertige Bildung kann eine Welt eröffnen".

Durch die Ernennung zur „Grenzenlos-Schule“ reiht sich das Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Freiburg (Berufliche Schulen) in ein stetig wachsendes Netzwerk von berufsbildenden Schulen ein, die die Ziele der Agenda 2030 in ihrem Bildungsalltag verankern und sich für die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele starkmachen.

Das Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird vom World University Service durchgeführt, auf der Basis des „Orientierungsrahmen Globale Entwicklung“ von der Kultusministerkonferenz (KMK und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das Projekt wird vom Land Baden-Württemberg, den Ländern Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.  Das „Grenzenlos-Label“ ist Teil der von der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung anerkannten BNE-Label. Sie sollen ein besonderes Engagement der Schulen und Einrichtungen für die Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Unterricht und in der Schulentwicklung kennzeichnen. Die BNE-Label sind zudem Teil der Nationalen Nachhaltigkeitsberichterstattung der Bundesregierung.

Grenzenloser Juni in Baden-Württemberg

Der Juni war ein erfolgreicher Monat von „Grenzenlos“ in Baden-Württemberg. Das Projekt war vertreten beim Wettbewerb „Nachhaltigkeit macht Schule“ in Stuttgart sowie beim Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Berufliche Schulen) in Karlsruhe. 

Stuttgart/Karlsruhe/Wiesbaden, 30.06.2026. Im Juni fand in Stuttgart die feierliche Preisverleihung der Wettbewerbe „Nachhaltigkeit macht Schule“ sowie des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik statt. Mit dem vom Kultusministerium Baden-Württemberg ausgeschriebenen Wettbewerb „Nachhaltigkeit macht Schule“ werden Schülerinnen und Schüler für die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sensibilisiert und nachhaltige Projekte an baden-württembergischen Schulen gefördert. Die ausgezeichneten Beiträge verschiedener Schularten zeigten eindrucksvoll, wie engagiert sich junge Menschen mit Themen der nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzen. Auch zahlreiche berufliche Schulen waren unter den Preisträgerinnen und Preisträgern vertreten.

Das Projekt „Grenzenlos-Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ war bei der Veranstaltung durch eine Grenzenlos-Referentin Sophie Kroiher sowie den Grenzenlos-Aktiven Diego Jarrin vertreten. Nach der feierlichen Preisübergabe an Klassen, Schulen, Arbeitsgemeinschaften und Schülerfirmen durch Kultusminister Andreas Jung erhielt „Grenzenlos“ die Gelegenheit, einen Impulsvortrag zum Thema Nachhaltigkeit zu gestalten. Zu Beginn wurde das Projekt vorgestellt. Anschließend berichtete der aus Ecuador stammende Grenzenlos-Aktive Diego Jarrin, Student der Universität Stuttgart, über seine Lehrkooperation zum Thema SDG #6 #12 „Vapes, Drinks & Mikroplastik – Wie unser Alltag das Wasser beeinflusst“. In seinem Beitrag zeigte er auf, wie alltägliche Konsumprodukte wie Einweg-Vapes, Zigarettenstummel, Energy Drinks, Kosmetikartikel, synthetische Kleidung, Medikamente oder Verpackungen die Wasserqualität beeinträchtigen können. Dabei verdeutlichte er die Zusammenhänge zwischen Konsum, Gesundheit und Umwelt und stellte Methoden vor, mit denen die Teilnehmenden in seinen Einsätzen die Auswirkungen ihres eigenen Konsumverhaltens analysieren und nachhaltige Handlungsalternativen entwickeln.

Die Veranstaltung bot zudem zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch zwischen Akteurinnen und Akteuren aus Schule, Bildungsverwaltung und dem Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die vielen anregenden Gespräche unterstrichen das große Interesse an globalem Lernen und nachhaltiger Entwicklung an Schulen.

Unser besonderer Dank gilt Ingo Noack und Manfried Dürr für die Einladung, die Möglichkeit zur Mitwirkung sowie die hervorragende Organisation der Veranstaltung.

Zudem wurde „Grenzenlos-Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ zum BNE-Projekttag im Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Karlsruhe (Berufliche Schulen) eingeladen, um das Angebot für Teilnehmende vorzustellen und aufzuzeigen, wie internationale Studierende Nachhaltigkeitsthemen praxisnah in Lehrkooperationen einbringen. 

Sangan Vital Cédric Yao, Grenzenlos-Aktiver aus Côte d’Ivoire und Promovend an der Goethe-Universität Frankfurt a.M., präsentierte sein Thema SDG #02 „Foodsharing als mögliche Lösung zu einer nachhaltigen Entwicklung“. Er gab Einblicke in seine Unterrichtserfahrungen und zeigte Methoden und Tools, mit denen Lebensmittelverschwendung und nachhaltiges Handeln im Klassenzimmer konkret bearbeitet werden können. Nach dem Input von Sangan Vital Cédric Yao brachte eine Teilnehmerin ihren Eindruck auf den Punkt: „Ich habe dadurch direkt Impulse für meine Arbeit gefunden.“

Wir danken Christoph Bartz‑Hisgen sowie seinem gesamten Team des Studienseminars Karlsruhe herzlich für die Einladung, die Möglichkeit zur Mitwirkung und die ausgezeichnete Organisation der Veranstaltung.

Das WUS-Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird mit Mitteln des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Berufsbildende Schule Gestaltung und Technik in Trier erhält Auszeichnung als „Grenzenlos-Schule“

Die Berufsbildende Schule Gestaltung und Technik Trier wird durch den World University Service (WUS) im Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Schule“ als 12. Schule in Rheinland- Pfalz ausgezeichnet und wird Teil des „Grenzenlos-Schulnetzwerks“.

Wiesbaden/Trier 23.06.2026. „Wer in Trier aufwächst, lernt früh: Grenzen sind oft nur Linien auf einer Karte. Die Berufsbildende Schule Gestaltung und Technik Trier macht daraus eine Haltung. Ich gratuliere der BBS daher zur Zertifizierung als „Grenzenlos-Schule“, so Verena Hubertz Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen anlässlich der Zertifizierung der Berufsbildenden Schule für Gestaltung und Technik Trier. 

Auch Sven Teuber, Staatsminister des Landes Rheinland-Pfalz und Minister für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz gratulierte vor Ort: In einer Zeit, in der manche politische und wirtschaftliche Akteure den Eindruck vermitteln, wir sollten unseren Blick vor allem auf das Nationale und Lokale richten, sind Projekte wie ‚Grenzenlos‘ an unseren Schulen besonders wichtig. Sie zeigen Schülerinnen und Schülern, wie eng unsere Welt miteinander vernetzt ist und welche globalen Auswirkungen unser täglicher Konsum hat. Ob Kiwis aus Neuseeland, Kleidung aus Vietnam oder der Export deutscher Autos: all diese Produkte und Wirtschaftsbeziehungen haben Folgen, die weit über nationale Grenzen hinausreichen. Wer die Herausforderungen unserer Zeit verstehen und verantwortungsvoll handeln möchte, muss diese Zusammenhänge kennen. Deshalb freue ich mich sehr, dass das Projekt dank der Zusammenarbeit mit Dozierenden aus vielen Ländern so erfolgreich umgesetzt wird. Ich hoffe, dass es auch in Zukunft viele junge Menschen für globale Zusammenhänge sensibilisieren kann.“

Auch Oberbürgermeister Wolfram Leibe der Stadt Trier war bei der Zertifizierungsfeier dabei und gratulierte: „Die BBS Gestaltung und Technik Trier bereitet junge Menschen auf globale Herausforderungen vor und verbindet berufliche Bildung mit Nachhaltigkeit und internationaler Perspektive.“

Aus dem Ministerium für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz grüßte Jan Hendrik Winter mit einer Videobotschaft, in welcher er die Grenzenlos-Aktivitäten als Errungenschaften des Landes Rheinland-Pfalz im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung hervorhob: „Für diesen Leidenschaftlichen pädagogischen Einsatz danke ich sehr herzlich und freue mich, dass damit ein Dialog, vor allem aber ein Miteinander-voneinander Lernen unterstützt wird wie es im Austausch zwischen dem Globalen Norden und Süden in unseren einen Welt so unverzichtbar ist. Unsere Berufsbildenden Schulen zeichnen sich insgesamt dadurch aus, dass sie Lernen und Kompetenzförderung in einer ausgeprägten Vielfalt der Bildungsgänge, der Anforderungen und der Fördermöglichkeiten einer Vielzahl von Schülerinnen und Schülern und Partnern sehr praxisnah organisieren und gestalten“.

Anna Bauer, BNE-Landeskoordinatorin Rheinland-Pfalz lobte in ihrem Grußwort das herausragende Engagement der beteiligten Grenzenlos-Kooperationslehrkräfte, die seit 2024 besonders durch Herrn  Michael Gent durch zahlreiche durchgeführte Lehrkooperationen mit Studierenden aus Afrika, Asien und Lateinamerika sowie der Teilnahme an einer Grenzenlos BNE Lehrkräftefortbildung die Auszeichnung angebahnt hatten: „Eine Zertifizierung oder Auszeichnung fliegt einer Schule nicht einfach so zu. Dahinter stehen viele Monate des Engagements, der Überzeugungsarbeit im Kollegium sowie die Anbahnung und Durchführung von Kooperationen. Nicht zuletzt wird auch der heutige Tag – so kurz vor den Sommerferien – sicherlich viel Energie gekostet haben. Energie, die Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen nicht hätten aufbringen müssen. Es sind Ihr persönliches Engagement, Ihr Mut und Ihre Ausdauer, denen die Schule diesen Erfolg zu verdanken hat.“

Schulleiter Stefan Justinger hatte zuvor eine Selbstverpflichtung zu Globalem Lernen und BNE an der gesamten Schule unterzeichnet und nahm die Auszeichnung in Form einer Urkunde und einer Plakette durch Helen Danso (WUS) mit Freude entgegen und betonte die Vision der BBS Gestaltung und Technik die sich „explizit dem Ziel verpflichtet, möglichst vielen Ihrer Absolventinnen und Absolventen in ihrer Zeit hier nicht nur auftragsgemäß berufliche und allgemeine Bildung zu vermitteln, die sich in den lehrplan- und stundentafelverfassten Inhalten und Kompetenzen erschöpfen; wir möchten möglichst vielen auch ein vertieftes Bewusstsein mit auf den Weg geben“.

Der Grenzenlos-Aktive Omer Abdelwahid Birema Hamid war zudem stellvertretend für die rund 200 Grenzenlos-Aktiven aus Afrika, Asien und Lateinamerika anlässlich der Auszeichnung dabei. Am Morgen der Zertifizierung führte er eine Lehrkooperation zum Thema „SDG #16:Demokratie als globales Privileg und Auftrag – Vom Kampf im Sudan zum antirassistischen Handeln in Deutschland“ durch. Seit 2024 fanden insgesamt 22 Lehrkooperationen an der BBS Gestaltung und Technik Trier statt die insgesamt 419 Schülerinnen und Schüler mit vielfältigen Inhalten rund um Themen der Sustainable Development Goals erreichte. Grundlage aller Aktivitäten ist der „Orientierungsrahmen Globale Entwicklung“ der KMK und des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). 

Die Berufsbildende Schule für Gestaltung und Technik Trier ist die 12. Grenzenlos-Schule in Rheinland-Pfalz und nun Teil eines bundesweiten Netzwerks von mehr als 70 Grenzenlos-Schulen.

„Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ ist ein Projekt des World University Service (WUS) und wird gefördert vom Ministerium des Innern und für Sport in Rheinland-Pfalz und den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und dem Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

20. Bremer Solidaritätspreis ausgeschrieben

(Juni 2026) Weltweit nimmt die Bedrohung von Demokratien, Rechtsstaatlichkeit und Multilateralismus durch autoritäre und nationalistische Strömungen zu. Der internationale Bremer Solidaritätspreis, der alle zwei Jahre vom Senat der Freien Hansestadt Bremen an engagierte Aktivistinnen oder Organisationen insbesondere aus dem globalen Süden vergeben wird, nimmt diese Tendenz als Thematik auf. 

Der 20. Solidaritätspreis wird daher zum Thema „Autoritärer Nationalismus als Bedrohung von Demokratie, Freiheit und internationaler Ordnung“ ausgeschrieben. Gesucht werden Akteurinnen und Akteure, vorrangig aus dem Globalen Süden, die sich in ihrem lokalen Kontext in fragilen Demokratien und autokratisch regierten Staaten kreativ und innovativ gegen autoritären Nationalismus wenden und sich mit ihrem Engagement diesem entgegenstellen. 

Vorschläge für mögliche Preisträgerinnen und Preisträger können über ein Online-Formular bis zum 30. September 2026 eingereicht werden. Die vollständige Ausschreibung sowie das Online-Formular finden Sie ab 20. Juni unter: www.rathaus.bremen.de/Solidaritaetspreis 

Für Rückfragen stehen Ihnen Silke Goethe und Annette Lang unter silke.goethe[at]sk.bremen.de, annette.lang[at]sk.bremen.de gerne zur Verfügung.

Info: Freie Hansestadt Bremen – Ref. 52 Internationale Kooperationen und Entwicklungszusammenarbeit, Am Markt 21, 28195 Bremen, Tel. 0421 3616132, office[at]sk.bremen.de, https://www.rathaus.bremen.de/
 

Berufsbildende Schulen freuen sich auf Globales Lernen: Qualifikationsseminar für internationale Studierende aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland

Qualifikationsseminar I für internationale Studierende in Mainz zu Globalem Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung im WUS-Projekt „Grenzenlos-Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ 

Wiesbaden/Mainz, 13.05.2026: „Die Veranstaltung war nicht nur informativ, sondern auch motivierend und persönlich sehr bereichernd. Ich hoffe sehr, dass auch in Zukunft weitere Veranstaltungen dieser Art stattfinden werden, da sie ein echtes Bewusstsein für Nachhaltigkeit, Globales Lernen und gesellschaftliche Verantwortung schaffen und die Teilnehmenden zum kritischen Nachdenken anregen“, resümiert eine Teilnehmerin des Qualifikationsseminars I. Das Seminar fand vom 08.-10. Mai 2026 im Jugendhaus Don Bosco in Mainz statt. 31 Studierende aus 22 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas nahmen teil, um Konzepte und Methoden des Globalen Lernens kennenzulernen und sich auf Lehrkooperationen an beruflichen Schulen rund um die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen vorzubereiten. Das Qualifikationsseminar I stellt das erste der insgesamt 4 Module für das Zertifikat als „Facilitator for Global and Intercultural Education“ dar, welches internationale Studierende aus Ländern des Globalen Südens im Projekt „Grenzenlos“ benötigen, um an berufsbildende Schulen eingesetzt werden können.

Der Freitag begann mit einer ausführlichen Projektvorstellung durch die Seminarleitung Helen Danso (WUS). Durch Kennenlernübungen, Soziometrien und der gemeinsamen Arbeit an Erwartungen, Wünsche und Anforderungen an das Seminar wurde nicht nur ein positiver Einstieg in das Seminar, sondern auch eine gute Arbeitsgrundlage für die anstehenden Tage geschaffen. Nach einem gemeinsamen Abendessen berichtete die erfahrene indonesische Grenzenlos-Aktive Rivana Amelia, von ihren Erfahrungen mit Lehrkooperationen zu ihrem Thema „SDG #13: Climatechange: We are drowning in Plastic". Sie motivierte die angehenden Grenzenlos-Aktiven für ihre zukünftigen Einsätze an berufsbildenden Schulen. 

Am Samstag arbeiteten Silvana Kröhn und Mauricio Pereyra Morales vom EPIZ-Berlin mit den Studierenden zu Methoden und Techniken des Globalen Lernens. Dabei fokussierten sie die Zielgruppe „Auszubildende“. Zunächst setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit Konzepten und Zielen des Globalen Lernens auseinander, bevor sie vielfältige Methoden ausprobieren durften um diese zukünftig selbst in ihre Unterrichtskonzepte zu integrieren. Die Methoden reichten von unterschiedlichen Diskussions-und Reflexionsformen, über Soziometrien, Gegendstandsassoziationen, der Arbeit mit Bildern, bis hin zu klassischen Übungen des Globalen Lernens wie das „Weltspiel“ (Refugee Chair), „Fisheries“ und einem Mysterie zu Sandabbau auf Sansibar. Durch diese Methoden gelang es den Teilnehmenden die zentralen Prinzipien des Globalen Lernens wie Perspektivwechsel, Empathie, Solidarität und Reflexionsfähigkeit erfahrbar zu machen. Der Samstag endete mit einem freiwilligen „Kulturabend“, organisiert durch den WUS Praktikanten Omer Hamid, bei dem die Teilnehmenden sich auf abwechslungsreiche und humorvolle Weise gegenseitig Besonderheiten ihrer Herkunftsländer vorstellten.

 Der letzte Seminartag stand ganz im Zeichen der Erarbeitung eines eigenen Themas, mit welchen die Studierenden zukünftig an beruflichen Schulen Unterricht in Form von Lehrkooperationen mitgestalten können. Den inhaltlichen Rahmen der Themen stellen die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) dar und sie folgen den Empfehlungen des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Das Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird von den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. 

Grenzen im Kopf – Nationalismus und seine Folgen für den Weltfrieden

Grenzen im Kopf – Nationalismus und seine Folgen für den Weltfrieden

Das Seminar beschäftigt sich mit dem weltweiten Erstarken nationalistischer Bewegungen und deren Auswirkungen auf Frieden, internationale Zusammenarbeit und globale Gerechtigkeit. Im Fokus stehen die Folgen für Beziehungen zwischen dem Globalen Norden und Süden, Migration, Medien und Desinformation sowie die Einschränkung von Rechten und Teilhabe durch nationalistische Politik. Vor dem Hintergrund der Agenda 2030 diskutieren die Teilnehmenden, wie internationale Solidarität, zivilgesellschaftliches Engagement und globale Partnerschaften zu Frieden und Zusammenarbeit beitragen können.

Einstieg ins Management interkultureller Veranstaltungen

Einstieg ins Management interkultureller Veranstaltungen

Das Seminar ist eine Weiterbildungschance und Zusatzqualifizierung für alle, die interkulturelle und entwicklungspolitische Veranstaltungen planen, leiten und begleiten wollen. Das Seminar dient außerdem als Vorbereitung für Studierende, die bei einer STUBE-Veranstaltung Co-Leiter/in oder Referent/in werden wollen. Auch wenn Sie in einer Hochschulgruppe oder bei einem studentischen Verein in Hessen aktiv sind, könnte das Seminar für Sie hilfreich sein.

Im Seminar werden wichtige Kompetenzen und Methoden erarbeitet, die für die Planung und Durchführung einer interkulturellen Veranstaltung wichtig sind. Du bekommst unterschiedliche Planungstipps und Methoden an die Hand gegeben, um Risiken von Beginn an einzuplanen und vorzubeugen. Neben der persönlichen Vorbereitung auf einen Einsatz bei einer STUBE-Veranstaltung ist die Teilnahme am Seminar für das Studium, die zukünftige Berufstätigkeit und für die persönliche Qualifizierung nützlich.

Sommerakademie: Künstliche Intelligenz und Klimakrise – Zwischen Innovation und Verantwortung

Künstliche Intelligenz und Klimakrise – Zwischen Innovation und Verantwortung

Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt, von Klimaforschung und Stadtplanung bis hin zu Kunst und Musik. Gleichzeitig benötigt KI enorme Mengen an Energie und Ressourcen. In der STUBE Sommerakademie setzen wir uns mit den Chancen und Risiken von KI im Kontext nachhaltiger Entwicklung auseinander. Gemeinsam diskutieren wir, wie KI verantwortungsvoll und klimafreundlich genutzt werden kann und welche Auswirkungen sie auf Gesellschaft, Kreativität und globale Gerechtigkeit hat. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie junge Menschen die digitale Zukunft nachhaltig mitgestalten können.

Vernetzung, Austausch, Zukunft: Grenzenlos an der fünften Fachtagung der Lehrkräftebildung für nachhaltige Entwicklung Rheinland-Pfalz

Wiesbaden/Kirchheimbolanden, 11.05.2026. Die WUS-Projekte „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ und „Portal Globales Lernen“ durften ihre Arbeit mit einem gemeinsamen Stand auf der 5. BNE – Fachtagung Rheinland-Pfalz für Lehrkräfte vorstellen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Fachtagung standen die Nachhaltigkeitsziele SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) sowie SDG 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen). Zahlreiche Institutionen der Lehrkräftebildung im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ präsentierten ihr vielfältiges Angebot auf dem Markt der Möglichkeit.


Der Schwerpunkt des Fachtages lag vor allem auf der Vernetzung und dem Austausch der unterschiedlichen anwesenden Akteurinnen und Akteure. Dafür bot der Markt der Möglichkeiten zahlreiche Begegnungs-und Gesprächsmöglichkeiten über globale Themen und nachhaltige Entwicklung. Ein weiteres Highlight der Fachtagung stellte die Keynote zum Thema „Umwelt und Frieden“, die neue Perspektiven für einen lösungsorientierten Unterricht eröffnete. 


Insgesamt war die Fachtagung ein voller Erfolg und bot eine wertvolle Plattform für Austausch, Vernetzung und Inspiration im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung. „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ hatte dabei die Möglichkeit, sich mit anderen Organisationen zu vernetzen, Kontakte zu Berufsschullehrkräften zu knüpfen und sich über zukünftige Zusammenarbeiten auszutauschen. Viele engagierte Lehrkräfte und Bildungspartner waren vor Ort, wodurch wertvolle Kontakte entstanden.


Das WUS Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird von den Ländern Rheinland-Pfalz sowie Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, und Saarland gemeinsam mit ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.
 

Bildung für nachhaltige Entwicklung erlebbar machen: Grenzenlos-Aktive inspirieren Lehrkräfte am Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Esslingen

Esslingen/Wiesbaden, 28.04.2026: „Wir haben selbst das Angebot von „Grenzenlos“ genutzt und waren sehr zufrieden, wie einfach die Kooperation abläuft und wie vielfältig die Themen der Lehrkooperationen sind“, äußerte sich eine Lehrkraft nach der Vorstellung des WUS-Projekts „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ bei der BNE-Multiplikatorenschulung am Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) in Esslingen. Die Veranstaltung bot Lehrkräften beruflicher Schulen in Baden-Württemberg einen praxisnahen Einblick in Globales Lernen und die Arbeit des Projekts „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“.

Dabei waren zwei Grenzenlos-Aktive Diego Jarrín und Barbara Beltrán Torres, die ihre Themen und Methoden für den Einsatz im Unterricht an beruflichen Schulen vorstellten.

Diego Jarrín, der aus Ecuador kommt und an der Universität Stuttgart studiert, präsentierte sein Thema SDG #12: "Elektromüll: Was hat mein Handy mit dem globalen Süden zu tun?" sowie die dazugehörigen didaktischen Methoden und erläuterte, warum er diese Ansätze gezielt im Unterricht anwendet. Die Lehrkräfte konnten zwei seiner Methoden direkt selbst erleben und zeigten sich von deren Aktivierungscharakter und Praxisnähe sehr beeindruckt. Im Anschluss tauschten sich die Teilnehmenden über ihre eigenen Erfahrungen mit Handy-Sammelaktionen aus und diskutierten, wie solche Projekte zur Förderung nachhaltiger Ressourcennutzung beitragen können.

Barbara Beltrán Torres, peruanische Promovendin an der Hochschule Landshut, stellte ihr Thema SDG #12: "Bitterer Kolonialismus: Palmöl und Schokolade" sowie ihren persönlichen Bildungs- und Lebensweg vor. Ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit ist es, Schülerinnen und Schüler zu motivieren, selbst aktiv zu werden. Daher setzt sie bewusst auf praxisorientierte Methoden, die den Lernenden konkrete Handlungsoptionen vermitteln. Ihr Ziel ist es, jungen Menschen ein „Werkzeug“ zu vermitteln, mit dem sie globale Herausforderungen verstehen und eigene Beiträge zu nachhaltiger Entwicklung leisten können. Ihre authentische Herangehensweise fand bei den Lehrkräften große Zustimmung.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv. Besonders geschätzt wurden die Authentizität der Beiträge, der hohe Praxisbezug sowie die Möglichkeit, die „Grenzenlos“-Lehrkooperationen direkt anzufragen. Wir danken Manfried Dürr und seinen Kolleginnen und Kollegen vom ZSL für diese Möglichkeit und die hervorragende Organisation.

Das WUS-Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird mit Mitteln des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg und darüber hinaus sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.