Globales Lernen methodisch gestalten: Grenzenlos Methodentag in Mainz

Methodentag in Mainz zu Globalem Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung für berufliche Schulen im WUS-Projekt „Grenzenlos- Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ mit Studierenden aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.

Mainz/ Wiesbaden, 15.09.2026. Wie lassen sich Nachhaltigkeit und Globales Lernen abwechslungsreich und praxisnah in die berufliche Bildung integrieren? Mit dieser Frage beschäftigten sich am 12. September 2026 internationale Studierende beim Methodentag des WUS-Projekts „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ in Mainz.

Die Teilnehmenden aus Afrika, Asien und Lateinamerika erhielten dabei praktische Einblicke in verschiedene Methoden des Globalen Lernens. Ziel des Methodentages war es, ihre didaktischen und multiplikatorischen Kompetenzen zu stärken und sie bei der Entwicklung und Weiterentwicklung eigener Unterrichtskonzepte für Lehrkooperationen an beruflichen Schulen zu unterstützen.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie komplexe Themen rund um Nachhaltigkeit, Globalisierung und die Sustainable Development Goals (SDGs) für Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen anschaulich und interaktiv vermittelt werden können. Die Studierenden lernten verschiedene Methoden kennen, probierten diese selbst aus und reflektierten gemeinsam deren Einsatzmöglichkeiten im Unterricht.

So wurden beispielsweise die SDGs mithilfe der Methode des „Vernetzten Denkens“ miteinander in Beziehung gesetzt. Dabei diskutierten die Teilnehmenden, wie verschiedene Nachhaltigkeitsziele zusammenhängen und welche Wechselwirkungen zwischen ihnen bestehen. Anschließend wurde das SDG 14 „Leben unter Wasser“ mithilfe von Standbildern näher betrachtet. Die Methode ermöglichte es den Studierenden, sich kreativ mit unterschiedlichen Aspekten des Themas auseinanderzusetzen und diese anschließend gemeinsam zu reflektieren.

Eine besondere Perspektive brachte auch Wairimu Kambora-Marks aus Kenia, eine erfahrene Grenzenlos-Aktive, ein. Sie stellte den anwesenden Studierenden ihr Thema SDG #13: "Die Baumrevolution der Wangari Maathai und Gleichberechtigung mit Fokus auf Frauen und Klima" vor und berichtete aus ihren eigenen Erfahrungen im Projekt. Zusätzlich gab sie den Teilnehmenden praktische Tipps für ihre zukünftigen Lehrkooperationen und tauschte sich mit ihnen über ihre Erfahrungen und Ideen aus.

Zum Abschluss des Methodentages ging es an die praktische Umsetzung: In Einzel- und Gruppenarbeit entwickelten und überarbeiteten die Studierenden eigene Ideen für Unterrichtskonzepte. Dabei konnten sie die kennengelernten Methoden direkt auf ihre Themen übertragen und überlegen, wie sie Globales Lernen mit ihren persönlichen Perspektiven und Erfahrungen verbinden können.

Mit vielen neuen methodischen Impulsen, konkreten Ideen für ihre Unterrichtskonzepte und Vorfreude auf ihre zukünftigen Einsätze an beruflichen Schulen ging der Methodentag in Mainz zu Ende.

Das WUS-Projekt wird durch Mittel der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland gefördert, ebenso wie von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

 

Auf Praktikumssuche in Deutschland und im Herkunftsland

Auf Praktikumssuche in Deutschland und im Herkunftsland

*in Kooperation mit dem International Office der TH Mittelhessen

In dieser Veranstaltung werden internationale Studierende auf die Praktikumssuche in Deutschland, Europa und weltweit vorbereitet. Zudem
erhalten sie authentische Erfahrungsberichte anderer internationaler Studierender und Informationen zu Fördermöglichkeiten von
Auslandsaufenthalten. Insbesondere wird die BPSA-Förderung von STUBE Hessen vorgestellt - ein Förderprogramm für berufsvorbereitende
Studienaufenthalte, Praktika oder Berufsinformationsreisen in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Fünf Jahre Taliban

(August 2026) Am 15. August 2026 hat sich die Machtübernahme durch die Taliban in Afghanistan zum fünften Mal gejährt. Die Frauenrechtsorganisation medica mondiale kritisiert den Rückgang der internationalen Aufmerksamkeit und Unterstützung. Sie fordert die deutsche Bundesregierung sowie die internationale Gemeinschaft zu politischem Handeln auf und warnt vor einer Normalisierung der Situation in Afghanistan, während die Repression gegen Frauen und Mädchen dort immer weiter verstärkt wird.

„Das Unterdrückungssystem der Taliban gegen Frauen und Mädchen steht im direkten Widerspruch zu internationalen Menschenrechtsverpflichtungen und darf weder stillschweigend hingenommen noch normalisiert werden“, fordert Sara Fremberg, Bereichsleiterin Politik und Kommunikation von medica mondiale. Während die internationale Aufmerksamkeit sinkt und der politische Druck auf die Taliban abnimmt, leisten die Menschen in Afghanistan weiterhin Widerstand gegen Gewalt und Unterdrückung. 

Die Frauenrechtsorganisation fordert unter anderem internationale Rechenschaft statt Straflosigkeit und das Stoppen von geplanten Abschiebungen nach Afghanistan. Des Weiteren sollen frauenfeindliche Gesetze klar verurteilt und Frauen- sowie Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger geschützt und unterstützt werden. Die Entrechtung von Frauen und Mädchen durch die Taliban soll international als institutionalisierte Form geschlechtsbezogener Herrschaft benannt, rechtlich erfasst und konsequent bekämpft werden.

Info: medica mondiale e. V., Hülchrather Straße 4, 50670 Köln, Tel. 0221 9318980, info[at]medicamondiale.org, https://medicamondialeorg.gu-marketingsuite.com/index.php?action=social&chash=dc912a253d1e9ba40e2c597ed2376640.326&s=db9d5a844fe03705cebe2b68cb4c468c 
 

NRW beschließt neue Leitlinien für entwicklungspolitische Aktivitäten

(August 2026) Auf Initiative des Ministers für Internationales und Chefs der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen (NRW), Nathanael Liminski, hat die Landesregierung NRW neue entwicklungspolitische Leitlinien beschlossen. Liminski möchte dadurch gleichberechtigte Partnerschaften aufbauen und fördern: „Auch wir können von den Erfahrungen anderer Länder und Regionen hinsichtlich ihrer Transformationsprozesse viel lernen. Faire, gleichberechtigte Partnerschaften, die die Interessen und Expertise beider Seiten einbeziehen, schaffen Raum für Austausch und Vernetzung.“

Die Landesregierung arbeitet in ihrem entwicklungspolitischen Engagement unter anderem eng mit dem Bund und Nichtregierungsorganisationen zusammen, aber auch mit Diaspora-Initiativen, Religionsgemeinschaften und Wissenschaftseinrichtungen. Im März 2026 wurden mithilfe von Vertreterinnen und Vertretern dieser und weiterer Organisationen die neuen Leitlinien erarbeitet.

Mit den neuen Leitlinien sollen die Interessen der Landesregierung und Ihre Verantwortung in der „Einen Welt“ mit Entwicklungszusammenarbeit und globalen Partnerschaften verbunden werden. „Denn Stabilität, Wohlstand und Sicherheit entstehen lange nicht mehr allein innerhalb nationaler Grenzen. […] Entwicklungspolitische Aktivitäten und globale Kooperation sind Bausteine, um Wohlstand zu sichern, die Umwelt zu schützen, als Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig und als Lebens- und Arbeitsort für eine vielfältige Gesellschaft weiterhin lebenswert zu sein“, fasst Liminski die Wichtigkeit von entwicklungspolitischer Zusammenarbeit und den neu erarbeiteten Leitlinien zusammen.

Info: Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf, Tel. 0211 83701, presse[at]stk.nrw.de, https://www.land.nrw/pressemitteilung/landesregierung-beschliesst-neue-leitlinien-fuer-entwicklungspolitische 
 

Fair Fashion für Mensch, Kultur und Umwelt

Fair Fashion für Mensch, Kultur und Umwelt 

**Kinderbetreuung wird angeboten

Kleidung ist Ausdruck von Identität, Kultur und Selbstbewusstsein, zugleich aber Teil einer globalen Modeindustrie, die mit Umweltzerstörung, Ressourcenverschwendung und schlechten Arbeitsbedingungen verbunden ist. Das Seminar untersucht, wie Modeverhalten durch soziale, psychologische und kulturelle Faktoren geprägt wird und welche Folgen Überkonsum und globale Produktion haben. Im Fokus stehen Fragen nach verantwortungsvollem Konsum, Alternativen zur Fast Fashion sowie faireren und nachhaltigeren Produktionsketten. Ziel ist es, individuelle Verantwortung und strukturelle Herausforderungen im Textilsektor zu reflektieren und Perspektiven für eine gerechtere, nachhaltige Mode zu entwickeln.

Between Adaptation and New Beginnings – How Countries in the Global South Respond to Climate Change

Between Adaptation and New Beginnings – How Countries in the Global South Respond to Climate Change 

**Childcare will be provided

Climate change affects countries and communities in the Global South particularly strongly, while they often have fewer resources to respond to its impacts. This seminar explores how climate change is connected to agriculture and food systems, renewable energy, poverty and global inequalities. We will look at how communities can build resilience, how the transition to renewable energy is changing global power relations, and how climate change can deepen existing patterns of poverty and inequality. Together, we will discuss questions of climate justice, international responsibility and fair cooperation, and explore possible pathways towards a more just and climate-resilient future.

Oikocredit Förderkreis Niedersachsen-Bremen e.V.

Oikocredit Förderkreis Niedersachsen-Bremen e.V.

Goslarsche Straße 93
38118 Braunschweig
Niedersachsen
Deutschland

Telefon
+49 531 2615586
E-Mail
niedersachsen-bremen[at]oikocredit.de
Beschreibung der Organisation

Der Oikocredit Förderkreis Niedersachsen-Bremen e. V. bietet Veranstaltungen zu entwicklungspolitischen Themen, nachhaltiger Finanzierung und sozialer Gerechtigkeit an – für Interessierte aller Altersgruppen, kommunale und politische Initiativen, Eine-Welt-Gruppen, Kirchengemeinden sowie Bildungsträger. Unsere Bildungsformate laden ein, globale Zusammenhänge zu verstehen, eigene Handlungsmöglichkeiten zu entdecken und gemeinsam über gerechte Alternativen nachzudenken. Unsere Bildungsreferent*innen gestalten interaktive, zielgruppenspezifische Formate – vom Vortrag bis zum Workshop oder Walk & Talk. Der Förderkreis unterstützt dabei die Wirkung von Oikocredit, einer internationalen Genossenschaft für nachhaltige Geldanlagen und Entwicklungsfinanzierung. Seit 1975 setzt sich Oikocredit für eine gerechte, partizipative und zukunftsfähige Gesellschaft weltweit ein. Mit dem Geld der Anleger*innen werden sozial und nachhaltig orientierte Unternehmen im Globalen Süden finanziert – etwa in den Bereichen inklusives Finanzwesen, Landwirtschaft und erneuerbare Energien. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist dabei die Bildungs-und Öffentlichkeitsarbeit über die Förderkreise.

Organisationstyp

Bildung mit globalem Blick: Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Freiburg wird „Grenzenlos-Schule“

Freiburg/Wiesbaden, 07.07.2026 .Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde das Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Freiburg (Berufliche Schulen) in das bundesweite Netzwerk der „Grenzenlos-Schulen“ aufgenommen. Mit der Auszeichnung erkennt der World University Service (WUS) das nachhaltige Engagement der Einrichtung für globale Perspektiven, Bildung für nachhaltige Entwicklung und interkulturellen Austausch an.

Die Bedeutung der Auszeichnung wurde in Grußworten hervorgehoben. Andreas Jung, Kultusminister des Landes Baden-Württemberg, würdigte in seiner Videobotschaft das Engagement des Seminars. Er betonte die Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung und hob hervor, dass Lehrkräfte eine Schlüsselrolle dabei spielen, Kompetenzen für nachhaltiges und global verantwortungsbewusstes Handeln zu vermitteln. Das Seminar leiste hierzu einen wichtigen Beitrag und stärke angehende Lehrkräfte für die Herausforderungen einer global vernetzten Welt.

Chantal Kopf, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Freiburg im Deutschen Bundestag, betonte in Ihrem Grußwort die Bedeutung der Zertifizierung: „Diese Auszeichnung steht für weit mehr als ein Siegel. Sie steht für die Überzeugung, dass Bildung junge Menschen dazu befähigen soll, Verantwortung in einer global vernetzten Welt zu übernehmen. Sie steht für Offenheit, internationale Zusammenarbeit und die Bereitschaft, über den eigenen Horizont hinauszublicken. Gerade hier in Freiburg hat diese Haltung eine besondere Bedeutung, unsere Stadt lebt von ihrer Internationalität, von ihren Hochschulen, von Menschen aus unterschiedlichsten Ländern und von einem starken Engagement für Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Freiburg ist ein Ort, an dem europäisches und globales Denken selbstverständlich zum Alltag gehört.“

Im Zentrum der Feierlichkeiten stand die offizielle Übergabe des Zertifikats durch Sophie Kroiher (WUS). Tilman Horlacher, Direktor des Seminars, nahm die Urkunde und die Plakette mit großer Wertschätzung entgegen und betonte in seiner Ansprache: „Unser Ziel ist es, angehende Lehrerinnen und Lehrer zu befähigen, Bildung für nachhaltige Entwicklung aktiv in ihren Unterricht zu integrieren, um so einen Beitrag dazu zu leisten, dass zukünftige Generationen zu verantwortungsbewussten und engagierten Mitgliedern der Gesellschaft heranwachsen.“

Stellvertretend für mehr als 200 Grenzenlos-Aktive war Barbara Beltrán Torres aus Peru, Studentin der Hochschule Landshut, anwesend. Sie stellte sich und Ihr Engagement kurz vor und führte im Nachgang Lehrkooperationen zum Thema SDG #12: "Bitterer Kolonialismus" an dem frisch zertifizierten Seminar durch. Seit 2024 kooperiert das Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Freiburg mit dem Projekt „Grenzenlos“ und führt damit die angehenden Lehrkräfte schon zu diesem Punkt an ihrer Ausbildung beständig an BNE Themen heran. In diesem Rahmen fanden an dem Seminar schon 12 Grenzenlos-Lehrkooperationen statt, unter anderem zu den Themen SDG #12: "Elektromüll: Was hat mein Handy mit dem globalen Süden zu tun?"; SDG #10: "Migration, Identität und Einheit" und SDG #04: "Eine hochwertige Bildung kann eine Welt eröffnen".

Durch die Ernennung zur „Grenzenlos-Schule“ reiht sich das Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Freiburg (Berufliche Schulen) in ein stetig wachsendes Netzwerk von berufsbildenden Schulen ein, die die Ziele der Agenda 2030 in ihrem Bildungsalltag verankern und sich für die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele starkmachen.

Das Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird vom World University Service durchgeführt, auf der Basis des „Orientierungsrahmen Globale Entwicklung“ von der Kultusministerkonferenz (KMK und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das Projekt wird vom Land Baden-Württemberg, den Ländern Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.  Das „Grenzenlos-Label“ ist Teil der von der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung anerkannten BNE-Label. Sie sollen ein besonderes Engagement der Schulen und Einrichtungen für die Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Unterricht und in der Schulentwicklung kennzeichnen. Die BNE-Label sind zudem Teil der Nationalen Nachhaltigkeitsberichterstattung der Bundesregierung.

Grenzenloser Juni in Baden-Württemberg

Der Juni war ein erfolgreicher Monat von „Grenzenlos“ in Baden-Württemberg. Das Projekt war vertreten beim Wettbewerb „Nachhaltigkeit macht Schule“ in Stuttgart sowie beim Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Berufliche Schulen) in Karlsruhe. 

Stuttgart/Karlsruhe/Wiesbaden, 30.06.2026. Im Juni fand in Stuttgart die feierliche Preisverleihung der Wettbewerbe „Nachhaltigkeit macht Schule“ sowie des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik statt. Mit dem vom Kultusministerium Baden-Württemberg ausgeschriebenen Wettbewerb „Nachhaltigkeit macht Schule“ werden Schülerinnen und Schüler für die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sensibilisiert und nachhaltige Projekte an baden-württembergischen Schulen gefördert. Die ausgezeichneten Beiträge verschiedener Schularten zeigten eindrucksvoll, wie engagiert sich junge Menschen mit Themen der nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzen. Auch zahlreiche berufliche Schulen waren unter den Preisträgerinnen und Preisträgern vertreten.

Das Projekt „Grenzenlos-Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ war bei der Veranstaltung durch eine Grenzenlos-Referentin Sophie Kroiher sowie den Grenzenlos-Aktiven Diego Jarrin vertreten. Nach der feierlichen Preisübergabe an Klassen, Schulen, Arbeitsgemeinschaften und Schülerfirmen durch Kultusminister Andreas Jung erhielt „Grenzenlos“ die Gelegenheit, einen Impulsvortrag zum Thema Nachhaltigkeit zu gestalten. Zu Beginn wurde das Projekt vorgestellt. Anschließend berichtete der aus Ecuador stammende Grenzenlos-Aktive Diego Jarrin, Student der Universität Stuttgart, über seine Lehrkooperation zum Thema SDG #6 #12 „Vapes, Drinks & Mikroplastik – Wie unser Alltag das Wasser beeinflusst“. In seinem Beitrag zeigte er auf, wie alltägliche Konsumprodukte wie Einweg-Vapes, Zigarettenstummel, Energy Drinks, Kosmetikartikel, synthetische Kleidung, Medikamente oder Verpackungen die Wasserqualität beeinträchtigen können. Dabei verdeutlichte er die Zusammenhänge zwischen Konsum, Gesundheit und Umwelt und stellte Methoden vor, mit denen die Teilnehmenden in seinen Einsätzen die Auswirkungen ihres eigenen Konsumverhaltens analysieren und nachhaltige Handlungsalternativen entwickeln.

Die Veranstaltung bot zudem zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch zwischen Akteurinnen und Akteuren aus Schule, Bildungsverwaltung und dem Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die vielen anregenden Gespräche unterstrichen das große Interesse an globalem Lernen und nachhaltiger Entwicklung an Schulen.

Unser besonderer Dank gilt Ingo Noack und Manfried Dürr für die Einladung, die Möglichkeit zur Mitwirkung sowie die hervorragende Organisation der Veranstaltung.

Zudem wurde „Grenzenlos-Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ zum BNE-Projekttag im Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Karlsruhe (Berufliche Schulen) eingeladen, um das Angebot für Teilnehmende vorzustellen und aufzuzeigen, wie internationale Studierende Nachhaltigkeitsthemen praxisnah in Lehrkooperationen einbringen. 

Sangan Vital Cédric Yao, Grenzenlos-Aktiver aus Côte d’Ivoire und Promovend an der Goethe-Universität Frankfurt a.M., präsentierte sein Thema SDG #02 „Foodsharing als mögliche Lösung zu einer nachhaltigen Entwicklung“. Er gab Einblicke in seine Unterrichtserfahrungen und zeigte Methoden und Tools, mit denen Lebensmittelverschwendung und nachhaltiges Handeln im Klassenzimmer konkret bearbeitet werden können. Nach dem Input von Sangan Vital Cédric Yao brachte eine Teilnehmerin ihren Eindruck auf den Punkt: „Ich habe dadurch direkt Impulse für meine Arbeit gefunden.“

Wir danken Christoph Bartz‑Hisgen sowie seinem gesamten Team des Studienseminars Karlsruhe herzlich für die Einladung, die Möglichkeit zur Mitwirkung und die ausgezeichnete Organisation der Veranstaltung.

Das WUS-Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird mit Mitteln des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Berufsbildende Schule Gestaltung und Technik in Trier erhält Auszeichnung als „Grenzenlos-Schule“

Die Berufsbildende Schule Gestaltung und Technik Trier wird durch den World University Service (WUS) im Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Schule“ als 12. Schule in Rheinland- Pfalz ausgezeichnet und wird Teil des „Grenzenlos-Schulnetzwerks“.

Wiesbaden/Trier 23.06.2026. „Wer in Trier aufwächst, lernt früh: Grenzen sind oft nur Linien auf einer Karte. Die Berufsbildende Schule Gestaltung und Technik Trier macht daraus eine Haltung. Ich gratuliere der BBS daher zur Zertifizierung als „Grenzenlos-Schule“, so Verena Hubertz Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen anlässlich der Zertifizierung der Berufsbildenden Schule für Gestaltung und Technik Trier. 

Auch Sven Teuber, Staatsminister des Landes Rheinland-Pfalz und Minister für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz gratulierte vor Ort: In einer Zeit, in der manche politische und wirtschaftliche Akteure den Eindruck vermitteln, wir sollten unseren Blick vor allem auf das Nationale und Lokale richten, sind Projekte wie ‚Grenzenlos‘ an unseren Schulen besonders wichtig. Sie zeigen Schülerinnen und Schülern, wie eng unsere Welt miteinander vernetzt ist und welche globalen Auswirkungen unser täglicher Konsum hat. Ob Kiwis aus Neuseeland, Kleidung aus Vietnam oder der Export deutscher Autos: all diese Produkte und Wirtschaftsbeziehungen haben Folgen, die weit über nationale Grenzen hinausreichen. Wer die Herausforderungen unserer Zeit verstehen und verantwortungsvoll handeln möchte, muss diese Zusammenhänge kennen. Deshalb freue ich mich sehr, dass das Projekt dank der Zusammenarbeit mit Dozierenden aus vielen Ländern so erfolgreich umgesetzt wird. Ich hoffe, dass es auch in Zukunft viele junge Menschen für globale Zusammenhänge sensibilisieren kann.“

Auch Oberbürgermeister Wolfram Leibe der Stadt Trier war bei der Zertifizierungsfeier dabei und gratulierte: „Die BBS Gestaltung und Technik Trier bereitet junge Menschen auf globale Herausforderungen vor und verbindet berufliche Bildung mit Nachhaltigkeit und internationaler Perspektive.“

Aus dem Ministerium für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz grüßte Jan Hendrik Winter mit einer Videobotschaft, in welcher er die Grenzenlos-Aktivitäten als Errungenschaften des Landes Rheinland-Pfalz im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung hervorhob: „Für diesen Leidenschaftlichen pädagogischen Einsatz danke ich sehr herzlich und freue mich, dass damit ein Dialog, vor allem aber ein Miteinander-voneinander Lernen unterstützt wird wie es im Austausch zwischen dem Globalen Norden und Süden in unseren einen Welt so unverzichtbar ist. Unsere Berufsbildenden Schulen zeichnen sich insgesamt dadurch aus, dass sie Lernen und Kompetenzförderung in einer ausgeprägten Vielfalt der Bildungsgänge, der Anforderungen und der Fördermöglichkeiten einer Vielzahl von Schülerinnen und Schülern und Partnern sehr praxisnah organisieren und gestalten“.

Anna Bauer, BNE-Landeskoordinatorin Rheinland-Pfalz lobte in ihrem Grußwort das herausragende Engagement der beteiligten Grenzenlos-Kooperationslehrkräfte, die seit 2024 besonders durch Herrn  Michael Gent durch zahlreiche durchgeführte Lehrkooperationen mit Studierenden aus Afrika, Asien und Lateinamerika sowie der Teilnahme an einer Grenzenlos BNE Lehrkräftefortbildung die Auszeichnung angebahnt hatten: „Eine Zertifizierung oder Auszeichnung fliegt einer Schule nicht einfach so zu. Dahinter stehen viele Monate des Engagements, der Überzeugungsarbeit im Kollegium sowie die Anbahnung und Durchführung von Kooperationen. Nicht zuletzt wird auch der heutige Tag – so kurz vor den Sommerferien – sicherlich viel Energie gekostet haben. Energie, die Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen nicht hätten aufbringen müssen. Es sind Ihr persönliches Engagement, Ihr Mut und Ihre Ausdauer, denen die Schule diesen Erfolg zu verdanken hat.“

Schulleiter Stefan Justinger hatte zuvor eine Selbstverpflichtung zu Globalem Lernen und BNE an der gesamten Schule unterzeichnet und nahm die Auszeichnung in Form einer Urkunde und einer Plakette durch Helen Danso (WUS) mit Freude entgegen und betonte die Vision der BBS Gestaltung und Technik die sich „explizit dem Ziel verpflichtet, möglichst vielen Ihrer Absolventinnen und Absolventen in ihrer Zeit hier nicht nur auftragsgemäß berufliche und allgemeine Bildung zu vermitteln, die sich in den lehrplan- und stundentafelverfassten Inhalten und Kompetenzen erschöpfen; wir möchten möglichst vielen auch ein vertieftes Bewusstsein mit auf den Weg geben“.

Der Grenzenlos-Aktive Omer Abdelwahid Birema Hamid war zudem stellvertretend für die rund 200 Grenzenlos-Aktiven aus Afrika, Asien und Lateinamerika anlässlich der Auszeichnung dabei. Am Morgen der Zertifizierung führte er eine Lehrkooperation zum Thema „SDG #16:Demokratie als globales Privileg und Auftrag – Vom Kampf im Sudan zum antirassistischen Handeln in Deutschland“ durch. Seit 2024 fanden insgesamt 22 Lehrkooperationen an der BBS Gestaltung und Technik Trier statt die insgesamt 419 Schülerinnen und Schüler mit vielfältigen Inhalten rund um Themen der Sustainable Development Goals erreichte. Grundlage aller Aktivitäten ist der „Orientierungsrahmen Globale Entwicklung“ der KMK und des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). 

Die Berufsbildende Schule für Gestaltung und Technik Trier ist die 12. Grenzenlos-Schule in Rheinland-Pfalz und nun Teil eines bundesweiten Netzwerks von mehr als 70 Grenzenlos-Schulen.

„Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ ist ein Projekt des World University Service (WUS) und wird gefördert vom Ministerium des Innern und für Sport in Rheinland-Pfalz und den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und dem Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).