Entwicklungspolitik

biz - Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung

biz - Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung

Hugo-Schauinsland-Platz
28195 Bremen
Bremen
Deutschland

Telefon
+49 421 171910
E-Mail
info[at]bizme.de
Beschreibung der Organisation

Weltweit nimmt die Armut zu, ökologische Krisen nehmen immer bedrohlichere Formen an und die Bereitschaft, Konflikte mit Gewalt zu lösen, wächst. Die Zahl der Flüchtlinge und MigrantInnen steigt und Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zeigen sich immer offener und gewalttätiger. Ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen scheint häufig schwierig bis unmöglich zu sein. Das biz möchte mit seiner Arbeit die Kenntnisse über andere Länder und das Verständnis für fremde Kulturen fördern, über Globalisierung und die Folgen informieren, Missstände benennen und Hintergründe und (globale) Zusammenhänge verdeutlichen. Ziel ist es, bei Bürger*innen ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass das Überleben dieser EINEN Erde nur möglich ist, wenn jede/r Einzelne im öffentlichen und privaten Bereich dazu beiträgt.

Das biz organisiert Vorträge, Diskussionsveranstaltungen, Filmabende, Seminare, Ausstellungen u. ä.. Es ermöglicht interessierten Jugendlichen und Erwachsenen sich zu informieren durch eine Bibliothek mit Fachbüchern, didaktischen Materialien, Videos, CDRoms und ein umfangreiches Zeitschriftenarchiv. Themenbezogene Koffer und Kisten mit Informations- und Anschauungsmaterial können für den Einsatz in der Bildungsarbeit ausgeliehen werden. Schulklassen, LehrerInnen, Gruppen und Organisationen wird bei der Vorbereitung von Veranstaltungen, Projekttagen und Schulpartnerschaften Unterstützung angeboten.

Das biz arbeitet mit Initiativen, Gruppen und Institutionen in und außerhalb Bremens zusammen. Es ist weder parteilich noch konfessionell gebunden. Das biz wird getragen von der AG Entwicklungspolitik und Menschenrechte e. V. der neben Einzelmitgliedern die folgenden 6 Trägergruppen angehören: amnesty international, Bremer Initiative Ostasien, Entwicklungspolitischer Arbeitskreis, Lebenschance, Praktische Solidarität International, terre des hommes.

terre des hommes Deutschland e. V.

terre des hommes Deutschland e. V.

Ruppenkampstraße 11a
49031 Osnabrück
Niedersachsen
Deutschland

Telefon
+49 541 7101-0
E-Mail
info[at]tdh.de
Beschreibung der Organisation

terre des hommes heißt »Erde der Menschlichkeit«. Für dieses Ziel setzt sich terre des hommes ein: als Hilfswerk, als Anwalt der Rechte von Kindern, als entwicklungspolitische Basisbewegung und Bürgerinitiative. terre des hommes unterstützt aus Spendengeldern Entwicklungsprojekte, mit denen Menschen ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen. Zugleich müssen sich auch die Strukturen hier bei uns verändern. Deshalb fördert terre des hommes auch eine Entwicklungspolitik im Norden und setzt sich für ein »Globales Lernen« ein.

Aktion Schülersolidarität:
Diese Aktion ermöglicht, dass Lernen konkret wird und in Handeln mündet. Klassen oder Schulen können sich aus einem Angebot von Projekten, die für Schülerinnen und Schüler besonders interessant sind, eines aussuchen und es einmalig oder regelmäßig unterstützen. terre des hommes stellt zu den einzelnen Projekten Unterrichtsmaterialien und Medien zur Verfügung.

KinderrechtsTeams:
terre des hommes setzt sich für die Rechte der Kinder ein. Dabei können natürlich auch Kinder mitmachen. Die KinderrechtsTeams von terre des hommes bieten dazu eine gute Möglichkeit. Kinder und Jugendliche bilden in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis Teams, entwickeln phantasievolle Aktionen und führen sie eigenverantwortlich durch. terre des hommes unterstützt sie dabei mit Material und Ideen.

Materialien:
Unterrichtsbögen liefern Informationen, Texte und Handlungsideen für den Unterricht. Für verschiedene Altersstufen stellt terre des hommes Kinder- und Jugendbücher zur Verfügung, in denen das Leben junger Menschen in den Ländern des Südens beschrieben wird. Ein Diaserienverleih stellt Diaserien zu verschiedenen Themen, Ländern und Projekten zur Verfügung. Viele der Diaserien werden bereits auch in digitalisierter Form auf CD-Rom angeboten. Außerdem werden verschiedene Wandzeitungen, Infofalter, Poster, Comics und Videos angeboten. Die Homepage von terre des hommes enthält Kinder- und Schülerseiten.

Staatsministerium Baden-Württemberg

Staatsministerium Baden-Württemberg
Referat 53 Entwicklungspolitik, Afrika, Projekte Nordirak

Richard-Wagner-Straße 15
70184 Stuttgart
Baden-Württemberg
Deutschland

Telefon
+49 711 2153-281
E-Mail
christoph.grammer[at]stm.bwl.de
Beschreibung der Organisation

Die breite Basis und der erfolgreiche Mittelstand der Entwicklungspolitik prägen die Lage in Baden-Württemberg. Traditionell ist die Entwicklungszusammenarbeit in Baden-Württemberg durch starke und effiziente zivilgesellschaftliche, kleinere und mittlere Organisationen, Netzwerke und Initiativen geprägt, was sich durch Mitsprache und Engagement bei der die Entwicklungspolitik des Landes auszeichnet.

Im Februar 2013 beschloss die Landesregierung neue Entwicklungspolitische Leitlinien für Baden-Württemberg, die in einem seinerzeit bundesweit einmaligen Beteiligungsprozess erarbeitet wurden. Über 1.500 Bürgerinnen und Bürger aus dem ganzen Land sowie 120 Organisationen und Verbände haben die Entwicklungspolitik des Landes über die Initiative „Welt:Bürger gefragt!“ aktiv mitgestaltet und tragen sie bis heute mit. Auch nach Verabschiedung der entwicklungspolitischen Leitlinien wird der entwicklungspolitische Dialog „Welt:Bürger gefragt!“ fortgesetzt. Auf jährlich stattfindenden entwicklungspolitischen Landeskonferenzen überprüfen die Bürgerinnen und Bürger des Landes die Umsetzung der Leitlinien und entwickeln neue Handlungsvorschläge. Der aus Expertinnen und
Experten der großen entwicklungspolitisch aktiven Netzwerke des Landes bestehende Rat für Entwicklungszusammenarbeit (REZ) berät die Landesregierung zudem in entwicklungspolitischen Fragen.

Auf staatlicher Seite ist Entwicklungspolitik in Baden-Württemberg eine Querschnittsaufgabe und insbesondere eine Chance für die klassischen Kernbereiche der Landespolitik: etwa bei der Bildungspolitik über die Verankerung des Globalen Lernens und Studierens in den Bildungsplänen der Schulen oder in den Studienplänen, Forschungsschwerpunkten und Internationalisierungsstrategien der Hochschulen; bei der Wirtschaftspolitik in den Bereichen öffentliche Beschaffung, (Außen-)Wirtschaftsförderung; beim Einbezug von Unternehmen in die Entwicklungspolitik oder beim Fairen Handel; bei der Umweltpolitik über Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes; bei der Sozialpolitik in Sachen Integration und Teilhabe.

In Baden-Württemberg ist Entwicklungspolitik eine Gemeinschaftsaufgabe, die in erster Linie vom effizienten und professionellen Engagement der kleineren und mittleren Akteurinnen und Akteure getragen wird. Das Land fördert dieses Engagement, will es aber nicht ersetzen. Es schafft verlässliche Rahmenbedingungen, um die Entwicklungspolitik voranzubringen und ihre Akteurinnen und Akteure zu vernetzen und zu unterstützen. Dafür stehen jährlich rund 3 Mio. Euro zur Verfügung.

Die vom Land Baden-Württemberg gegründete Stiftung EntwicklungsZusammenarbeit Baden-Württemberg fördert, berät und unterstützt als Dienstleistungs-Zentrum die Initiativen der kleineren und mittleren Akteurinnen und Akteure. Ein eigens für die Entwicklungspolitik gegründetes Referat im Staatsministerium steht den Bürgerinnen und Bürgern, den zivilgesellschaftlichen Organisationen, den Ministerien, den Kommunen und deren Spitzenverbänden sowie dem Landtag und der Bundesebene als direkter und kompetenter Ansprechpartner auf Seiten der Regierung zur Verfügung.

Mit den Förderlinien „bwirkt! Partnerschaften/Ausland, bwirkt! Bildung/Inland und bwirkt!“ Burundi unterstützt das Land die Basis und den Mittelstand des entwicklungspolitischen Engagements jährlich mit einem Fördervolumen von rund einer Millionen Euro.

Seit einem Jahrzehnt fördert das Land zudem gemeinsam mit dem Bund das „Eine-Welt-Promotor*innen-Programm“ in Baden-Württemberg. Mit mehr als zehn vollen Stellen bei Trägerorganisationen der Zivilgesellschaft wird so die wertvolle Arbeit der baden-württembergischen Organisationen, Netzwerke und Initiativen gestärkt.

Die Messe FAIR HANDELN bietet allen Akteuren und Akteurinnen jedes Frühjahr ein Forum für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Initiativen mit insgesamt rund 90.000 Besuchenden. Die Messe hat sich mittlerweile mit über 150 Ausstellenden zum Leuchtturm des entwicklungspolitischen Engagements und insbesondere des Fairtrade – mit Strahlkraft weit über Baden-Württemberg hinaus – entwickelt. Mit der Themenwelt Future Fashion setzt die Messe einen Akzent auf moderne und fair gehandelte Bekleidung und spricht damit besonders junges Publikum an.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Stärkung und Förderung der Selbstorganisation der Akteure. Die Etablierung von entwicklungspolitischen Akteursnetzwerken für migrantisches und junges Engagement sowie für das Engagement der Hochschulen, Schulen und Unternehmen wurde in den letzten Jahren über gemeinsame, landesweite Jahresschwerpunkte vorangetrieben. Auch die bestehenden zivilgesellschaftlichen, kommunalen und kirchlichen Vernetzungen
wurden dabei gestärkt.

Die drei gemeinsamen inhaltlichen Schwerpunkte der Akteure und Akteurinnen und des Landes sind: erstens die Beziehungen zu Afrika und dabei als herausragender Schwerpunkt die Vertiefung der Landespartnerschaft mit Burundi, zweitens das junge Engagement und drittens das Engagement in den Städten, Gemeinden und Landkreisen.

Mit der Studie „Afrika im Blick“ hat der Ministerrat im Dezember 2019 eine Initiative etabliert, die eine Übersicht zu den baden-württembergischen Beziehungen mit unserem südlichen Nachbarkontinent bietet und konkrete Maßnahmen zum Ausbau der Zusammenarbeit mit dem afrikanischen Kontinent empfiehlt. Deren ressort- und akteursübergreifende Umsetzung wurde zunächst auf die Corona-Pandemie angepasst und ist im Jahr 2020 angelaufen. Schwerpunkt sind dabei die Bereiche Wissenschaftliche Zusammenarbeit sowie Koloniale Verantwortung unter Federführung des Wissenschaftsministeriums, Außenwirtschaftsförderung beim Wirtschaftsministerium und Partnerschaft/Entwicklungszusammenarbeit beim Staatsministerium. Bei den Partnerschaften gibt es einen Fokus auf die Vertiefung der entwicklungspolitischen Landespartnerschaft, die durch das politische Tauwetter in Burundi und die Aufhebung der EU-Sanktionen begünstigt wird und vom Rat für Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg im Burundi-Bündnis gebündelt wurde. Über diese Dynamik sind seit 2021 fünf Schwerpunkte entstanden: Agroforst, Versöhnung, Governance, Bildung und Gesundheit. Diese werden jeweils von einer Akteurskoalition weiterverfolgt. Die Delegationsreise des Bündnisses 2023 nach Burundi war dabei ein wichtiger Meilenstein für diese fünf Cluster. 2024 stehen der Gegenbesuch und das 40-jährige Jubiläum der Partnerschaft an.

Das junge Engagement steht bis Ende 2024 im Zeichen der paneuropäischen Initiative „MINDCHANGERS“. Junge Menschen werden in ihrem Engagement für die Agenda 2030 der Vereinten Nationen, insbesondere in den Bereichen Klimaschutz und internationaler Zusammenhalt, gestärkt und europaweit vernetzt. Kernstück ist die Förderung junger Projekte in ganz Europa, die insgesamt mehrere Millionen Euro umfasst. Auf einem großen Jugendtreffen in Stuttgart
erhielten im September 2023 die jungen Akteurinnen und Akteure aus ganz Europa eine politische Bühne, wobei über die „Stuttgarter Erklärung“ ein Prozess zur politischen Mitgestaltung eingeläutet wurde.

Beim kommunalen Engagement gibt es seit Sommer 2021 mit dem Handlungskonzept Kommunale Entwicklungspolitik Baden-Württemberg einen gemeinsamen Fahrplan von Bund, Land und Kommunen. Er zielt auf eine bessere Vernetzung und effizientere Zusammenarbeit. Zur Orientierung der kommunalen Akteurinnen und Akteure enthält er eine Übersicht über gelungene Beispiele sowie Förder- und Vernetzungsmöglichkeiten. Dazu gibt es eine Arbeitsgemeinschaft
Entwicklungspolitik der drei kommunalen Landesverbände. Wichtige Anliegen sind dabei die Gestaltung gemeinsamer Initiativen: etwa zur global nachhaltigen Kommune, zur Landespartnerschaft mit Burundi oder zur Solidarität mit der Ukraine, zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, zur interkulturellen Öffnung und Integration oder zur nachhaltigen Beschaffung. Seit 2023 unterstützt das Staatsministerium insbesondere die partnerschaftlichen Anliegen über die Finanzierung einer Koordinierungsstelle beim Städtetag Baden-Württemberg, die allen Städten, Gemeinden und Landkreisen und deren Bürgerschaft offensteht.

Partnerländer

Organisationstyp

iz3w - Aktion Dritte Welt e. V. / iz3w

iz3w - Aktion Dritte Welt e. V. / iz3w

Kronenstraße 16a
Hinterhaus
79100 Freiburg
Baden-Württemberg
Deutschland

Telefon
+49 761 74003
E-Mail
info[at]iz3w.org
Beschreibung der Organisation

iz3w steht für das informationszentrum 3. welt in Freiburg. Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Herausgabe der Zeitschrift iz3w - blätter des informationszentrums 3. welt. Zudem führen wir ein umfangreiches Zeitschriften- und Zeitungsarchiv, das der Öffentlichkeit zugänglich ist. In loser Reihenfolge geben wir Pressedokumentationen und Bücher heraus.

Wir unterstützen Initativen und Projekte der internationalen Solidaritätsarbeit. In unseren Räumen treffen sich derzeit über 15 politische Gruppen aus der Freiburger Umgebung - von einem iranischen Migrant/-innenkreis über die Kuba-Gruppe bis zum südbadischen Aktionsbündnis gegen Abschiebung SAGA.

Die Zeitschrift 
Im Zentrum der Arbeit steht die Zeitschrift iz3w. Seit 1970 ist die iz3w eine der wichtigsten unabhängigen Zeitschriften zu Nord-Süd-Themen im deutschsprachigen Raum. In acht Ausgaben pro Jahr beschäftigen wir uns u.a. mit den verschiedenen Aspekten der Globalisierung, mit Migration und Rassismus, Entwicklungspolitik und -theorie, mit Ökologie und Medien, Literatur, Sport und Musik sowie mit sozialen Bewegungen. Diese und andere Themenbereiche werden im Lichte des Verhältnisses zwischen Nord und Süd analysiert, denn trotz aller Verschiebungen der jüngsten Zeit stellt dieses weiterhin einen Angelpunkt der politischen, ökonomischen und kulturellen Entwicklungen dar.

Dienstleistungen

INKOTA-netzwerk e. V.

INKOTA-netzwerk e. V.

Chrysanthemenstraße 1-3
10407 Berlin
Berlin
Deutschland

Telefon
+49 30 420 8202-0
E-Mail
inkota[at]inkota.de
Beschreibung der Organisation

INKOTA ist ein ökumenisches Netzwerk entwicklungspolitischer Basisgruppen, Kirchgemeinden, Weltläden und Einzelengagierter und existiert bereits seit mehr als 30 Jahren.
Wir verstehen uns als Teil der weltweiten globalisierungskritischen Bewegung. Mit unserer Arbeit setzen wir uns für eine Welt ein, in der die Lebensinteressen aller Menschen mehr zählen als das ökonomische Interesse der Privilegierten. Dabei verbinden wir die Unterstützung unserer PartnerInnen im Süden mit entwicklungspolitischer Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung in Deutschland.

Partnerregionen

Georg-August-Universität Göttingen, IAI

Georg-August-Universität Göttingen, IAI
IAI - Ibero-Amerika Institut für Wirtschaftsforschung

Platz der Göttinger Sieben 3
Oeconomicum II/99
37073 Göttingen
Niedersachsen
Deutschland

Telefon
+49 551 398172
E-Mail
uwia[at]gwdg.de

Dienstleistungen

Partnerregionen